Endlich wieder Weltmeister? Charles Leclerc glaubt an Ferrari
Glaubt man Charles Leclerc, dann könnte sich Ferrari noch in dieser Saison den ersten WM-Titel seit fast 20 Jahren sichern
Charles Leclerc blickt mit viel Optimismus auf den Rest der Saison
Foto: NurPhoto NurPhoto
Charles Leclerc hat dieser Tage in einem Podcast betont, dass Ferrari in der Formel-1-Pause zwischen Japan und Miami "gute Fortschritte mit dem Auto" erzielt hat. Der 28-Jährige hat sich im Podcast BSMT zur Entwicklung des Boliden geäußert.
"Ich denke, wir haben gute Fortschritte mit dem Auto gemacht", so der Wortlaut des Monegassen. "Ich denke, wir haben ein gutes Auto. Aktuell macht es mir Spaß. Das Team leistet bei den Updates gute Arbeit, die Ingenieure machen einen fantastischen Job. Und ich habe viel Spaß am Fahren."
Rund um die Wettbewerbsfähigkeit des SF-26 hat sich Leclerc wie folgt geäußert: " Wir haben das Zeug dazu, wettbewerbsfähig zu sein. Das Auto ermöglicht es mir, mich zu entfalten. Ich habe die Pace, [im Auto] steckt Pace, jetzt liegt es an mir. Ich muss solche Gelegenheiten nutzen, konstant bleiben, keine Fehler machen, und ich glaube, wenn ich das hinbekomme, dann kann ich mithalten."
Des Weiteren betont Leclerc: "Die Meisterschaft ist lang, und Faktoren wie Strategie oder Glück ändern sich mit der Zeit. Es ist wichtig, sich auf die Dinge zu fokussieren, die man kontrollieren kann, deine Performance und deine Konstanz. Ich denke, dass, wenn du konstant genug bist, du am Ende auch vorne dabei sein kannst. Genau das versuchen wir umzusetzen."
Nach drei Rennen sieht es für Leclerc in der WM-Wertung nicht allzu schlecht aus. Mit 49 Punkten belegt er den dritten Platz in der WM-Tabelle und ist der erste Nicht-Mercedes im Klassement. Gleichzeitig gilt der Silberpfeil des Jahrgangs 2026 ohne Zweifel als die Benchmark des Feldes.
Trotzdem glaubt Leclerc: "Ja, ich glaube, wir können um den Titel kämpfen. Wenn wir die Pace haben und wenn wir das gut umsetzen, dann ja, dann können wir darum kämpfen."
Zuletzt konnte Ferrari 2008 eine Weltmeisterschaft einfahren, damals "nur" in der Konstrukteurswertung. 2007 gelang das letzte Double der Truppe aus Maranello, mit Kimi Räikkönen als Fahrer-Weltmeister. Sollte sich der Optimismus des Ferrari-Piloten bestätigen, so wäre es 2026 der erste Ferrari-Triumph seit fast zwanzig Jahren.
Vor allem die Zusammenarbeit mit seinem Team lobt Leclerc enorm: "Ich arbeite sehr gut mit meinem Ingenieur zusammen. Wir sind auf derselben Wellenlänge, wir verstehen uns wunderbar, und das ist entscheidend."
In dieser Hinsicht genießt der Monegasse womöglich einen Vorteil im Vergleich zu Lewis Hamilton. So musste sich sein Teamkollege nach über einem Jahrzehnt bei Mercedes letztes Jahr in eine komplett neue Umgebung gewöhnen.
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