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Entscheidung gefallen! Grünes Licht für die Umstrukturierung der FIA-Führung

Die FIA-Generalversammlung stimmt den umstrittenen Änderungen an den Statuten des Motorsport-Weltverbandes zu - FIA-Präsident künftig in noch stärkerer Position

Ben Hunt Sönke Brederlow

Bearbeitet: 13.12.2024, 02:12

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Entscheidung gefallen! Grünes Licht für die Umstrukturierung der FIA-Führung

FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem hat künftig noch mehr Macht

Foto: Circuitpics.de Circuitpics.de

Die Entscheidung über die umstrittene Anpassung der Statuten des Motorsport-Weltverbandes ist gefallen: Die FIA-Generalversammlung stimmte am Freitag in Ruanda allen geplanten Änderungen zu, die die Rolle der Ethik- und Prüfungskommissionen betreffen!

Die neuen Pläne sehen vor, dass die Befugnisse des Compliance-Beauftragten auf den FIA-Präsidenten Mohammed Ben Sulayem und den Senatspräsidenten Carmelo Sanz de Barros übertragen werden. Darüber hinaus wird dem Prüfungsausschuss die Befugnis zur unabhängigen Untersuchung von Finanzangelegenheiten entzogen und er ist nur noch dazu verpflichtet, "wenn er vom Senatspräsidenten dazu aufgefordert wird".

Die FIA begründet die Änderungen ihrer Statuten mit drei Hauptgründen, darunter die Verhinderung von undichten Quellen in den Medien. In einer Erklärung zu den Änderungen bezüglich der Ethikkommission heißt es: "Erstens soll die Unabhängigkeit der Ethikkommission gewahrt und gestärkt werden, indem die Beteiligung der FIA-Verwaltung an ihrer Arbeit reduziert wird."

"Früher war die Ethikkommission nur dem Präsidenten unterstellt, jetzt ist sie sowohl dem Präsidenten als auch dem Senatspräsidenten unterstellt. Die Kommission hat nun die Befugnis, unabhängig zu entscheiden, ob eine Untersuchung eingeleitet wird oder nicht."

Änderungen zum "Schutz des Beschwerdeführers"

"Zweitens", so die FIA weiter, "wird aufgrund der ständigen Weitergabe von vertraulichem Material, einschließlich der Berichte der Ethikkommission, an die Medien vorgeschlagen, die Verbreitung der Berichte der Ethikkommission einzuschränken."

Bei der FIA werden derzeit umstrittene Änderungen vorgenommen

Bei der FIA werden derzeit umstrittene Änderungen vorgenommen

Foto: Motorsport Images

"Dies hindert weder den Präsidenten noch den Senatspräsidenten daran, Senatsmitglieder oder andere FIA-Mitglieder oder deren Mitarbeiter an der Diskussion oder Umsetzung der Empfehlungen der Ethikkommission zu beteiligen."

"Schließlich können die Berichte der Ethikkommission oft vertrauliches Material enthalten, einschließlich strafrechtlich relevanter oder sicherheitsrelevanter Fragen. Daher war es notwendig, die automatische Weitergabe dieser Informationen an verschiedene Mitglieder und Mitarbeiter der FIA einzuschränken."

"Die Beschränkung der Weitergabe des Berichts dient auch dem Schutz des Beschwerdeführers und der von der Untersuchung betroffenen Person." In Bezug auf den Prüfungsausschuss erklärt die FIA, dass dessen Aufgabe darin bestehe, als "beratendes Gremium für den Senat" zu fungieren.

Bedenken bei Schlüsselfiguren der Formel 1

In der Erklärung heißt es: "Ziel der Änderungen ist es, klarzustellen, dass der Prüfungsausschuss ein beratendes Gremium des Senats ist und innerhalb der Grenzen der FIA-Statuten arbeitet. Die vorgeschlagenen Änderungen stellen lediglich klar, dass der Prüfungsausschuss ein den Senat unterstützendes Gremium ist und dass die internen Regeln des Prüfungsausschusses in Zukunft vom Senat genehmigt werden."

"Der Prüfungsausschuss behält seine Unterstützungs- und Untersuchungsbefugnisse, wenn er vom Präsidenten des Senats dazu aufgefordert wird." Die Vorschläge wurden von mehreren Schlüsselfiguren der Formel 1 kritisiert, die ihre Bedenken gegenüber der englischsprachigen Ausgabe von Motorsport.com, einer Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network, äußerten.

Mohammed Ben Sulayem macht sich die FIA, wie sie ihm gefällt

Mohammed Ben Sulayem macht sich die FIA, wie sie ihm gefällt

Foto: Motorsport Images

David Richards, der Vertreter Großbritanniens im Motorsport-Weltrat, und Oliver Schmerold, der Präsident des österreichischen Motorsport-Verbandes, äußerten sich ebenfalls besorgt über die Vorschläge, die die FIA-Führung davor schützen sollen, für schlechtes Management zur Rechenschaft gezogen zu werden.

FIA erzielt 2024 positives Betriebsergebnis

Unterdessen hat die FIA ​​eine deutliche Wende ihrer finanziellen Situation bekannt gegeben: Der Automobil-Weltverband rechnet für 2024 mit einem Betriebsgewinn von 2,2 Millionen Euro, verglichen mit einem Verlust von 24 Millionen Euro im Jahr 2021.

"Dieser Erfolg ist das Ergebnis unseres Engagements, die Organisation in den Bereichen Governance und Finanzen zu reformieren", sagt FIA-Präsident Ben Sulayem. "Die neue FIA-Führung hat eine finanzielle Situation übernommen, die 2022 nicht mehr tragbar war. Wir haben hart daran gearbeitet, ein erhebliches Defizit zu reduzieren und die finanzielle Gesamtsituation des Verbandes zu stabilisieren."

"Wir haben Maßnahmen zur Kosteneindämmung und Strategien zur Generierung von Einnahmen umgesetzt, um die FIA auf eine nachhaltigere finanzielle Basis zu stellen, damit wir unser Hauptziel, die Unterstützung unserer Mitgliedsverbände, erreichen können."

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