Enttäuschung im Sprint-Quali: Russell "überrascht" von Ferrari und McLaren
George Russell hatte vor der Sprint-Qualifikation im Miami nicht damit gerechnet, nur in der dritten Startreihe zu stehen
George Russell hatte nicht mir der starken Performance der Konkurrenz gerechnet
Foto: Getty Getty
George Russell wurde von der starken Performance der McLarens und Ferraris durchaus überrascht. Während der Britie sich beim Sprint-Rennen in Miami nur vom sechsten Platz aus startet, steht Lando Norris auf der Pole.
"Der Sprung, den McLaren und Ferrari gemacht haben, ist wirklich überraschend", so Russell nach dem Sprint-Qualifying. "Das ist sehr beeindruckend."
Des Weiteren betont der Mercedes-Pilot: "Wir wussten, dass sie die Lücke schließen würden, aber nicht, dass sie uns überholen würden."
Gebügelt vom Teamkollegen
Dennoch steht kein Ferrari-Pilot neben Norris in der ersten Startreihe. Stattdessen ist es Kimi Antonelli, der seinen Mercedes für das Sprint-Rennen auf die zweite Startposition stellen konnte. Am Ende fehlten Russell auf seinen Teamkollegen rund vier Zehntel.
"Wir hatten auf dieser Seite der Garage heute große Probleme", so der Brite. "Ehrlich gesagt bin ich kein Fan dieser Strecke, besonders bei wärmeren Temperaturen, aber es ist nur das Sprint-Qualifying. Also, schauen wir mal, was der morgige Tag so bringt."
Genauer begründet Russell seine Performance folgendermaßen: "Ich habe meine Reifen im verwinkelten Mittelteil der Strecke überhitzt. Ich hatte Probleme damit, die richtige Balance für das Auto zu treffen. Viel mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen. Wie gesagt, der Fortschritt der anderen Teams ist überraschend, aber morgen ist ein neuer Tag.
Kaum Hoffnung für den Sprint
Die Prognose des Mercedes-Piloten für den Sprint klingt alles andere als rosig: "Ich stehe auf keiner guten Position. Sprint-Rennen geben nicht viel her, aber offensichtlich war China dieses Jahr etwas interessanter, denn man konnte hier wirklich ein Rennen fahren."
Des Weiteren betont Russell: "Ich möchte einen guten Start hinbekommen. Hoffentlich verliere ich nicht noch mehr Positionen und schaue dann, was wir tun können."
Gerade die Starts waren für Mercedes bislang eine große Schwachstelle. Die spektakulären Duelle zwischen Mercedes und Ferrari bei den ersten beiden Rennen konnten nicht zuletzt nur aufgrund dieser Problematik und der herausragenden Starts des Teams aus Maranello entstehen.
Das Ende der Mercedes-Streak
Mit der Pole des amtierenden Weltmeisters steht zum ersten Mal in der Saison 2026 kein Silberpfeil aus Brackley an der Spitze der Quali-Session. Sage und schreibe zwei Zehntel konnte Norris am Ende dem WM-Führenden abnehmen.
Ferrari konnte in den ersten beiden Segmenten des Sprint-Qualifyings überzeugen, steht mit Leclerc und Hamilton aber trotzdem nur auf dem vierten und siebten Startplatz. Max Verstappen hat sich mit dem fünften Startplatz ebenfalls zwischen Russell und die Spitzengruppe geschoben.
Nichtsdestotrotz gilt Mercedes, gerade aufgrund der starken Rennpace, als Favorit für den Sonntag in Miami. Neben der Konkurrenz aus Woking und Maranello könnte vor allem das Wetter den Mercedes-Piloten einen Strich durch die Rechnung machen.
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