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Enttäuschung über Aero-Regeln 2021 bei Red Bull

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Enttäuschung über Aero-Regeln 2021 bei Red Bull
Autor:
03.10.2019, 12:23

Weil mit vielen Restriktionen zu rechnen ist, zeigen sich die Teamchefs der Formel 1 nur wenig begeistert vom neuen technischen Reglement für 2021

Regeländerungen im Motorsport haben immer das Potenzial für Überraschungen. Dabei gilt: Je größer der technische Spielraum, umso größer die Chancen, dass das Kräfteverhältnis neu durchgemischt wird. Das war auch die Hoffnung, die viele Teams an das neue Formel-1-Reglement für 2021 geknüpft hatten. Doch wahrscheinlich wird eben diese Hoffnung enttäuscht.

Zumindest auf aerodynamischer Seite soll es sehr straffe Vorgaben geben und eben keine allzu große Freiheit, weshalb bei Red-Bull-Teamchef Christian Horner und seiner Mannschaft die Vorfreude auf die übernächste Saison bereits wieder verflogen ist.

"Ich glaube nicht, dass es eine Aerodynamikabteilung gibt, die beim Lesen der Regeln in Ekstase versetzt wurde. Vorschriften sind einfach kein Teil ihrer DNS", sagt Horner. "Einige Regeln wurden bereits veröffentlicht und da hat es wahrscheinlich lange Gesichter bei den Aerodynamikern gegeben, und das nicht nur bei Red Bull."

Horner stellt sich auf weitere Gespräche ein

Laut Horner treffe das restriktive Reglement sein Team zwar hart, aber nicht so hart, wie spekuliert werde. "Unsere Stärke der vergangenen Jahre ist ja nicht nur auf unsere Aerodynamik zurückzuführen", meint er. Ohnehin gelte es jetzt erst einmal, sich "im Detail" mit den Regeln zu befassen, bevor ein abschließendes Urteil dazu möglich sei.

"Es werden sicherlich Fragen auftauchen, die wir bei den nächsten Treffen - von denen wir gefühlt unendlich viele haben - stellen werden. Und dann schauen wir einmal, wie die Regeln am Ende genau aussehen", erklärt Horner.

Der Red-Bull-Teamchef steht mit seinen Bedenken aber nicht alleine da. Auch Alfa-Romeo-Boss Frederic Vasseur hat konkrete "Sorgen, dass die [aerodynamischen] Freiheiten zu klein sein könnten und wir am Ende mit einem Einheitsauto dastehen, das doch kein Einheitsauto ist. Und dafür hätten wir dann Millionen ausgegeben."

Reglement erst straff, dann lockerer?

Günther Steiner als Teamchef von Haas wiederum plädiert für abwarten: "Es wird noch ein paar Wochen dauern, bis wir die konkreten Eindrücke der Aeroleute kennen. Jetzt reagieren sie erst einmal emotional, aber sie werden Mittel und Wege finden, das zu tun, was sie immer tun. Meine Meinung ist daher noch nicht in Stein gemeißelt."

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Er findet sogar: "Vielleicht ist es gut, dass wir anfangs nicht zu weit gehen." So denkt auch Renault-Boss Cyril Abiteboul und hält es für "keine schlechte Idee", zunächst ein recht umfangreiches Reglement an den Start zu bringen. "Anhand der Ergebnisse könnten wir dann schauen, ob wir sukzessive die Entwicklung öffnen."

Abiteboul verweist auf Mittelfristigkeit: "Es ist ja nicht so, dass mit 2021 alles zu Ende wäre. Es kommen noch weitere Saisons. Das bedeutet, die Regeln werden sich wie immer weiterentwickeln. Dann wäre immer noch Zeit, um sie aufzuweichen."

Mercedes-Dominanz als Präzedenzfall

Gleichwohl hegt auch er gewisse Zweifel und betont die Notwendigkeit eines flexiblen Regelwerks, das Anpassungen erfahren könnte, indem er auf 2014 verweist. Bei der Einführung der aktuellen Turbo-Hybrid-Antriebe sei durch ein starres Reglement der Startvorteil von Mercedes gewissermaßen zementiert worden. "Deshalb wäre es gut, die Regeln nach ihrer erfolgreichen Einführung auch wieder zu öffnen."

McLaren-Chef Zak Brown wiederum plädiert schon von Anfang an für "etwas mehr Freiheiten" und denkt, die Budgetobergrenze müsse ausreichen, um für ein ebenes Spielfeld zu sorgen. Seine These: "Wenn die Regeln etwas offener gehalten wären, dann könntest du ein paar Entscheidungen mehr treffen."

Das Resultat einer solchen Herangehensweise liegt laut Brown auf der Hand: "Dann würden sich die Autos [äußerlich] wahrscheinlich mehr voneinander unterscheiden als das heute der Fall ist. Die Teams würden sich nämlich einen technischen Vorteil suchen."

"Andererseits arbeiten in der Formel 1 nur clevere Leute. Sie werden Wege finden, wie sie einen Unterschied machen können. So oder so, technisch wird 2021 eine Herausforderung darstellen", meint Brown, betont aber nochmals: "Trotzdem hätte es nicht so viele Restriktionen gebraucht, weil du durch die Budgetobergrenze ohnehin limitiert bist bei deinen Ausgaben."

Das finale Formel-1-Regelwerk für 2021 soll Ende Oktober vorgestellt werden.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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