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"Er sabotiert sich selbst": Endet Hülkenbergs Zeit bei Renault?

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"Er sabotiert sich selbst": Endet Hülkenbergs Zeit bei Renault?
Autor:
Co-Autor: Jonathan Noble
01.08.2019, 17:38

Renault-Teamchef Cyril Abiteboul kritisiert Nico Hülkenberg nach Hockenheim überraschend deutlich und kündigt eine "emotionale Entscheidung" an

Wie ein Häufchen Elend saß Nico Hülkenberg nach seinem Fehler von Hockenheim in der Garage. Der Deutsche wusste, dass er da gerade ein ganz wichtiges Ergebnis im Kiesbett von Deutschland vergrub - und womöglich auch seine Zukunft. Zwar betont Hülkenberg, dass der Ausfall am vergangenen Sonntag keine Auswirkungen auf sein Cockpit bei Renault habe, doch die Aussagen von Teamchef Cyril Abiteboul sprechen eine deutliche Sprache.

"Die letzten Sekunden haben ein ansonsten großartiges Wochenende von Nico zunichte gemacht. Es war einfach nur frustrierend. Wir hatten alle Tränen in den Augen", sagt der Franzose gegenüber 'Auto Hebdo' und kritisiert seinen Schützling überraschend deutlich: "Immer wenn Nico kurz davor ist, Großes zu erreichen, entgleitet es ihm. Er sabotiert sich selbst."

Die Frage ist, ob Renault noch gewillt ist, auch im vierten gemeinsamen Jahr auf Hülkenbergs Durchbruch zu warten. Seit 2010 fährt der Deutsche nun schon in der Formel 1 - auf das erste Podest wartet er aber immer noch. Für viele ist das auch ein Qualitätsmerkmal. Oder eben nicht.

Abiteboul spricht von "emotionaler Entscheidung"

Der Fehler in Hockenheim kam zu einem ungünstigen Zeitpunkt, schließlich ist derzeit die heiße Phase für die Cockpits 2020, und viele Kandidaten suchen noch einen Platz. Hülkenbergs Cockpit wackelt enorm: "Seien wir ehrlich. Im Moment prüfen wir die Optionen, die wir für die Zukunft haben. Nico weiß das", sagt Abiteboul.

 

Und das scheint auch für Hülkenbergs Umfeld spürbar. Journalist Will Buxton will den Renault-Piloten in Budapest noch nie so emotional erlebt haben. Ist die Entscheidung gegen ihn schon gefallen? "Es wird eine sehr emotionale Entscheidung werden", könnten die Aussagen des Renault-Teamchefs schon darauf hindeuten.

Hülkenberg selbst betont, dass er auch im kommenden Jahr in der Formel 1 fahren wird. Allerdings scheinen die Alternativen zu Renault rar gesät - höchstens Haas könnte als Plan B infrage kommen. Zuletzt wurde er mit einem Cockpit bei Porsche in der Formel E in Verbindung gebracht, mit denen er schon die 24 Stunden von Le Mans gewinnen konnte. Das ist jedoch ausgeschlossen, denn die Cockpits sind besetzt.

"Der Stachel sitzt tief"

Wie sehr die Situation von Hockenheim an ihm knabbert, zeigen seine Aussagen vom Donnerstag: "Es wird noch eine Weile dauern", sagt er darauf angesprochen, wie lange ihm das Aus noch nachhängen wird. "Der Stachel sitzt tief."

Er hadert weiterhin damit, dass der Dragstrip ihn so aus der Bahn werfen konnte. Er würde es nicht einmal Fehler nennen, was er gemacht hat, doch einmal auf dem Auslauf habe er keine Chance mehr gehabt. "Ich finde, das war für den Fehler nicht verhältnismäßig", so Hülkenberg. Auch dass andere Piloten wie Charles Leclerc oder Lewis Hamilton dort abflogen, tröstet ihn nicht.

 

Doch er betont auch, dass seine Leistung bis zu dem Fehler recht ansprechend war: "Wenn man gute Augen hat und mit etwas Verstand darauf schaut, dann erkennt man, dass die 40 Runden davor nicht so schlecht waren", sagt er. Was am Ende herausgekommen wäre, will er aber nicht abschätzen. Fakt ist: Für Renault gab es null Punkte, und Hülkenberg hat seinen Ruf als Fahrer bestätigt, der unter Druck zerbricht.

An Glück und Pech glaubt der 31-Jährige nicht: "Ich bin nicht abergläubisch", winkt er ab. "Ich glaube, dass man in gewisser Weise für sein eigenes Glück verantwortlich ist. Aber darin scheine ich nicht sehr gut zu sein." Und das scheint auch Renault erkannt zu haben ...

Mit Bildmaterial von LAT.

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