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Der Weg zurück zu Ferrari: Bearman erklärt die Unterschiede zwischen Haas und der Scuderia - Maranello fordert jedes Wochenende mehr Leistung

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Oliver Bearman will eines Tages für Ferrari fahren

Foto: LAT Images

Oliver Bearman sprang 2024 kurzfristig in Saudi-Arabien für den an einer Blinddarmentzündung erkrankten Carlos Sainz ein und ersetzte diesen bei Ferrari. Der damals 18-Jährige wurde zum jüngsten Debütanten der Scuderia aller Zeiten und fuhr auf Platz sieben direkt in die Punkte.

Zwar greift der Brite in der Saison 2025 als Stammfahrer für das Haas-Team ins Lenkrad, doch die Nabelschnur nach Maranello bleibt kürzer denn je. Im Gespräch mit dem High Performance Podcast macht "Ollie" kein Geheimnis daraus, dass sein Weg zurück in den scharlachroten Boliden führen soll.

"Der Dialog blieb das ganze Jahr über sehr offen und das wird auch so bleiben, solange ich mit Ferrari verbunden bin", erklärt Bearman. Seit seinen Tagen in der Formel 4 ist er Teil der Ferrari-Familie - ein Investment, das sich für beide Seiten bereits ausgezahlt hat.

Klare Kommunikation

Für Haas zu fahren und auf seine Chance zu warten, bringt für einen Rookie ganz eigene Herausforderungen mit sich. Bearman betont, wie wichtig die Kommunikation mit seinen Förderern in Italien ist, um seine Leistungen im Haas richtig einzuordnen.

"Es war mir sehr wichtig klarzustellen, was ich bei Haas durchmache", so der 20-Jährige. "Die Größenordnung ist auf einem anderen Level. Bei Ferrari hast du durch die enorme Manpower eine unglaubliche Unterstützung, zusätzliches Personal an jeder Ecke. Bei Haas ist die Struktur anders. Gerade als Rookie hatte ich das Gefühl, das Handwerk dort noch viel intensiver 'on the job' lernen zu müssen."

Für Bearman ist es entscheidend, dass die Ferrari-Bosse hinter die Kulissen blicken: "Du siehst das Ergebnis, aber das erzählt nicht die ganze Geschichte, nicht einmal die Hälfte davon. Deshalb war es wichtig, meine Schwierigkeiten bei Haas offen zu legen."

Beerbt er Hamilton?

Das Feedback aus Maranello sei dabei simpel und fordernd zugleich: "Sie sagen mir, was sie von mir sehen wollen, wo ich mich verbessern muss - und das ist genau das, was man sich vorstellt: einfach jedes Wochenende ein Stück schneller fahren."

Während Lewis Hamilton 2025 an der Seite von Charles Leclerc sein Kapitel in Rot aufgeschlagen hat, lohnt sich der Blick in die Zukunft. Hamilton ist bereits 41 Jahre alt - Gerüchte über ein mögliches Karriereende sind ein ständiger Begleiter, auch wenn der Rekordweltmeister selbst derzeit keine Rückzugspläne hegt.

Bearman gilt hinter den Kulissen längst als logischer Thronfolger für den Platz neben Leclerc. Auf die Frage, ob der Traum von Ferrari weiterhin lebt, antwortet er ohne Zögern: "Ja, natürlich. Sie haben mir schon vor zwei Jahren vertraut und ihr Auto anvertraut. Aber sie haben schon viel früher an mich geglaubt, als sie mich in der Formel 4 unter Vertrag nahmen."

Die Loyalität sitzt tief: "Sie haben viel in mich investiert. Mein Traum ist es, eines Tages wieder den roten Anzug anzuziehen und in einem roten Auto zu sitzen." Dennoch liegt der Fokus aktuell auf der Pflicht bei Haas: "Dieses Jahr ist eine großartige Chance, besonders mit dem neuen Reglement. Ich habe das Gefühl, dass wir viel erreichen können."

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