Formel 1
Formel 1
28 März
FT1 in
29 Tagen
18 Apr.
Rennen in
52 Tagen
09 Mai
Nächstes Event in
69 Tagen
06 Juni
Rennen in
101 Tagen
13 Juni
Rennen in
108 Tagen
R
Le Castellet
27 Juni
Rennen in
122 Tagen
04 Juli
Nächstes Event in
125 Tagen
01 Aug.
Rennen in
157 Tagen
29 Aug.
Rennen in
185 Tagen
12 Sept.
Rennen in
199 Tagen
26 Sept.
Rennen in
213 Tagen
03 Okt.
Nächstes Event in
216 Tagen
10 Okt.
Rennen in
227 Tagen
24 Okt.
Rennen in
241 Tagen
R
Mexiko-Stadt
31 Okt.
Rennen in
248 Tagen
R
Sao Paulo
07 Nov.
Rennen in
255 Tagen
12 Dez.
Rennen in
290 Tagen
Details anzeigen:

Erklärt: Was ist eigentlich Graining in der Formel 1 und wie kommt es dazu?

Graining ist in der Formel 1 ein ständiger Begleiter: Mercedes' James Allison erklärt, was es damit auf sich hat und wie es überhaupt entsteht

geteilte inhalte
kommentare
Erklärt: Was ist eigentlich Graining in der Formel 1 und wie kommt es dazu?

Es gehört zum Formel-1-Vokabular wie der Begriff Elfmeter zum Fußball: Graining. Fast kaum ein Grand Prix vergeht, in dem sich ein Fahrer nicht über Graining an seinem Reifen beschwert. Auf Deutsch wird gerne gesagt: Der Reifen körnt. Doch was hat es damit auf sich? Was ist Graining genau? Wie entsteht es? Und geht es wieder weg?

"Graining ist eine Art Schaden am Gummi des Reifens, wenn der Gummi wirklich gut am Asphalt haftet", sagt Mercedes-Technikchef James Allison. Daher tritt Graining vor allem bei weichen Reifen auf, die einen guten Grip bieten, aber nicht so lange halten.

Wenn der Reifen gut auf dem Asphalt klebt und dann enorme Belastungen in den Kurven auf den Reifen wirken, dann kann es unter gewissen Umständen vorkommen, dass der Gummi nicht stark genug ist, um zu tun, was das Auto von ihm verlangt. "Der Gummi klebt auf der Straße, aber das Auto möchte woandershin", beschreibt es Allison.

Die Folge: "Der Gummi dehnt sich und dehnt sich und dehnt sich, weil ein Teil noch auf der Straße klebt und das Auto woandershin möchte - und irgendwann reißt er", so der Technikchef. "Ein Stück Gummi bleibt auf der Oberfläche des Asphalts und zurück bleibt der Reifen mit einer beschädigten Oberfläche."

Fahrer beschreiben es gerne so, dass der Reifen sich öffnet. Wenn sie das sagen, dann bedeutet es, dass sich die Oberflächenbeschaffenheit des Reifens verändert. Die Lauffläche wird von der Strecke aufgerissen.

Für die Piloten ist Graining ein Problem: "Graining beschleunigt den Reifenabbau, verringert den Grip und gibt dem Fahrer ein schlechtes Gefühl, weil es Untersteuern herbeiführt und so Rundenzeit kostet", erklärt Allison.

Wenn ein Reifen einmal anfängt zu grainen, dann bedeutet das jedoch nicht automatisch, dass er in einer Negativspirale immer schlechter wird, bis der Fahrer schließlich an die Box kommen muss. Es kann auch passieren, dass sich der Reifen wieder erholt: "Manchmal, wenn ein wenig Gummi abgerissen wurde, dann kann der Reifen plötzlich wieder damit umgehen", so Allison. "Das Graining hört dann auf."

Und auch wenn man in der Formel 1 viele Dinge vorhersehen kann: Die Reifen bieten auch für die Ingenieure immer ein Stück Unvorhersehbarkeit. Graining ist eines dieser Dinge, auf die ein Team während des Grand Prix ad hoc reagieren muss und nicht unbedingt weiß, wie es sich entwickeln wird.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

F1-Geschichte: Wie Ronnie Peterson seine Karriere wieder aufleben ließ

Vorheriger Artikel

F1-Geschichte: Wie Ronnie Peterson seine Karriere wieder aufleben ließ

Nächster Artikel

Martin Brundle: Ayrton Senna war ein "widersprüchlicher Charakter"

Martin Brundle: Ayrton Senna war ein "widersprüchlicher Charakter"
Kommentare laden