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"Max steckt in einer Horror-Show": Toto Wolff reagiert auf Kritik von Verstappen

Toto Wolff reagiert auf die anhaltende Kritik von Max Verstappen

Foto: LAT Images

Max Verstappen scheint einfach nicht genug davon zu bekommen, die aktuelle Formel 1 zu kritisieren. Auch nach dem Großen Preis von China, den er wegen technischer Probleme vorzeitig beenden musste, ließ der Red-Bull-Pilot wieder einmal keine Zweifel an seiner aktuellen Unzufriedenheit aufkommen.

Mercedes-Teamchef Toto Wolff scheint den Grund dafür zu kennen. "Ich meine, Max steckt wirklich in einer Horror-Show", kontert der Österreicher und macht deutlich, dass der Frust von Verstappen zu einem großen Teil auch mit der derzeitigen Situation des Red-Bull-Teams und vor allem der Performance seines RB22 zusammenhängt.

"Wenn man sich die Onboard-Aufnahmen vom gestrigen Qualifying ansieht, ist das einfach nur grauenhaft zu fahren", betont Wolff gegenüber Medien, darunter Motorsport.com, eine Schwesterplattform von Motorsport-Total.com im Motorsport Network.

"Das sieht man natürlich, aber bei vielen anderen Teams ist das nicht der Fall", erinnert Wolff daran, dass viele andere Autos offenbar deutlich leichter zu fahren sind. Zudem komme Verstappen, der sonst immer voll auf Angriff geht, persönlich nicht damit klar, früher vom Gas zu gehen und das Auto auch mal rollen zu lassen.

Mercedes-Teamchef überzeugt: "Das Produkt an sich ist gut"

Wolffs Meinung nach sollte man die Kritik des Niederländers differenziert betrachten, denn nicht alles am neuen Reglement sei wirklich schlecht. "Aus Unterhaltungssicht war das heutige Duell zwischen Ferrari und Mercedes meiner Meinung nach ein gutes Rennen - mit vielen Überholmanövern", ergänzt der Mercedes-Sportchef.

"Wir alle haben die Formel 1 noch miterlebt, als es buchstäblich keine Überholmanöver gab. Manchmal sind wir etwas zu nostalgisch, was die guten alten Zeiten angeht, aber ich denke, das Produkt an sich ist gut. Wir haben auch im Mittelfeld einige spannende Rennen gesehen, und das ist, denke ich, das Positive."

Wolff räumt jedoch ein, dass bestimmte Aspekte des diesjährigen Reglements noch verbesserungswürdig sind, insbesondere das "Lift-and-Coast" (Erklärt: die Begriffe der neuen Formel 1) im Qualifying. Vor allem in Melbourne sei dies problematisch gewesen, weil die Fahrer dort nur wenig Energie zurückgewinnen konnten.

"Alle Daten zeigen, dass die Fans es lieben"

"Aus Fahrersicht ist die Vollgas-Qualifying-Runde natürlich etwas anderes", weiß Wolff, der früher selbst Sportwagen-Rennen gefahren ist. "Ich bin mir sicher, für jemanden wie Max, der immer voll angreift, ist das schwer zu verkraften. Aber es ist eher ein fahrzeugspezifisches Problem, das die Sache noch verschärft."

"Denn wenn man vor dem Fernseher oder Bildschirm sitzt, würde selbst Max sagen, dass das Rennen an der Spitze interessant war", ist Wolff überzeugt. "Alle Daten zeigen, dass die Fans es lieben." Bereits nach dem Großen Preis von Australien hatte er betont, dass die Meinung der Fahrer gegenüber den Fans zweitrangig sei.

In dieser Hinsicht betont der Mercedes-Teamchef nun, dass die ersten Signale positiv seien. "Ein Vollgas-Qualifying wäre natürlich schön. Aber wenn man sich die Fans und die Begeisterung live vor Ort ansieht, den Jubel bei Überholmanövern und auch die Reaktionen in den sozialen Medien, dann ist klar: Die jüngeren Fans, die überwiegende Mehrheit aller Altersgruppen, findet den Sport momentan großartig."

"Natürlich können wir immer analysieren, wie wir uns verbessern können", so Wolff weiter. "Aber im Moment deuten alle Indikatoren und Daten darauf hin, dass die Leute ihn lieben. Und deshalb habe ich auch mit Stefano Domenicali gesprochen, er sieht das genauso."

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