Erntet Nico Hülkenberg 2030 den Audi-Erfolg mit? "Nicht unmöglich!"
Nico Hülkenberg will nicht ausschließen, dass er 2030 im anvisierten Audi-Erfolgsjahr noch fahren wird, doch zuvor gilt es für ihn, das Projekt auf die Bahn zu bringen
Nico Hülkenberg konnte seine Karriere bei Haas neu beleben
Foto: Audi Audi
Wird Nico Hülkenberg die Früchte mit ernten können, die er in der Anfangsphase für Audi säen soll? Den langersehnten ersten Podestplatz hat der Deutsche in Silverstone für Sauber im vergangenen Jahr holen können. Jetzt träumt Hülkenberg von einem Sieg - doch der könnte mit Audi noch ein Stück auf sich warten lassen.
"Natürlich ist es ein Traum, ein Rennen zu gewinnen", betont er bei der Vorstellung der neuen Lackierung des Audi R26 in Berlin am Dienstag. "Das Podium ist abgehakt. Ein Sieg ist ganz klar ein Ziel, ein Traum." Doch dass der 2026 nicht vom Himmel fallen wird, da ist Hülkenberg realistisch genug.
"Es geht darum, die Chancen und das Potenzial, das im Auto steckt, maximal auszuschöpfen - und einfach alles herauszuholen", betont er. "Es hängt davon ab, wo wir starten und wie konkurrenzfähig wir in diesem Jahr sind. Das wissen wir im Moment noch nicht. Wir müssen geduldig sein und erst einmal sehen, wo wir aus den Startblöcken herauskommen."
Audi selbst hatte 2030 als Jahr angegeben, in dem man sich die Meisterschaft zum Ziel gesetzt hat. 2026 sieht man sich hingegen nur als Herausforderer, der regelmäßig um Punkte kämpfen möchte - alles weitere kommt später.
Aufgabe 2026: Dem Projekt beim Entwickeln helfen
Für den Grundstein hat Audi mit Hülkenberg einen Fahrer verpflichtet, der mit der Erfahrung von 250 Grand-Prix-Starts aufwartet und dem Team auf dem Weg nach oben helfen soll.
"Gerade am Anfang wird die Lernkurve sehr steil sein, es wird viele Hürden und Schwierigkeiten geben, die wir überwinden müssen", weiß er. "Und das gehört auch zur Aufgabe des Fahrers: aufzuzeigen, wo die Problemstellen liegen, Abkürzungen und Lösungen zu finden, Vorschläge zu machen. Ich werde versuchen, so nützlich und wertvoll zu sein, wie ich kann."
Sein persönliches Ziel für die anstehende Saison ist daher in erster Linie: "Gut zu performen, Spaß zu haben und zu wachsen, mich weiterzuentwickeln, in die richtige Richtung Fortschritte zu machen."
Und natürlich so viel zum neuen Audi-Projekt beizutragen, wie er kann.
"Meine Ambition ist beides: dem Projekt zu helfen - wie gesagt, ein wertvoller Baustein zu sein - und gleichzeitig das Projekt so erfolgreich wie möglich zu machen, für meine persönliche Karriere, aber auch für die Geschichte des Teams und von Audi", betont er.
Hülkenberg 2030? "Nicht unmöglich"
Ob er dann auch noch dabei ist, um die Früchte zu ernten, das ist eine andere Frage. 2030, wenn Audi um die Meisterschaft fahren möchte, wird Hülkenberg dann bereits 43 Jahre alt sein.
Er selbst lässt die Tür diesbezüglich aber offen: "Ich würde nicht sagen, dass es unmöglich ist", meint er und könnte dabei auch in Richtung Fernando Alonso schielen, der mit aktuell 44 Jahren zeigt, dass man auch im hohen Rennfahreralter noch Leistung bringen kann.
"Aber das ist nichts, worüber ich jetzt nachdenke", ergänzt er. "Ich habe keinen großen Masterplan nach dem Motto: Dann will ich aufhören. Solange ich glücklich bin, solange die Stoppuhr stimmt und der Arbeitgeber zufrieden ist - solange das der Fall ist, mache ich weiter."
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