Erst einmal gepunktet: Warum der Audi-Boss trotzdem "zufrieden" ist
Audi ist in der WM zuletzt auf Rang neun abgerutscht - Warum Konzernchef Gernot Döllner trotzdem zufrieden mit Audis ersten Rennen in der Formel 1 ist
Audi-Konzernchef Gernot Döllner ist mit dem Saisonauftakt zufrieden
Foto: Audi Audi
Mit zwei WM-Punkten liegt Audi aktuell auf dem neunten Rang in der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft. Gabriel Bortoleto wurde gleich beim Formel-1-Debüt der Ingolstädter in Australien Neunter, seitdem holten er und Teamkollege Nico Hülkenberg allerdings keine weiteren Zähler mehr.
Audi ist damit inzwischen seit mehr als zwei Monaten punktlos in der Formel 1, doch Konzernchef Gernot Döllner betont gegenüber Sport Bild dennoch: "Ich bin zufrieden mit unserem Start in die Saison und sehe das Team grundsätzlich auf einem guten Weg."
"Nach den ersten Rennen haben wir uns im Mittelfeld etabliert, und die Performance des Autos stimmt zuversichtlich", erklärt Döllner. Tatsächlich punktete Audi zwar in den vergangenen drei Rennen nicht, war vor allem in China und Japan aber nah dran.
Hülkenberg wurde bei den beiden Rennen in Asien jeweils undankbarer Elfter, zuletzt in Miami fuhr Bortoleto von Startplatz 21 noch bis auf P12 nach vorne. "Uns war von Beginn an bewusst, dass ein Projekt dieser Größenordnung Geduld und Ausdauer erfordert", betont Döllner.
Das gelte "insbesondere für einen Neueinsteiger wie uns mit einem komplett neu entwickelten Antrieb". So waren es vor allem Probleme mit der Technik, die Audi bisher häufig einbremsten. Auch zuletzt in Miami gab es über das ganze Wochenende verteilt wieder mehrere Defekte.
Während Döllner mit der Performance zufrieden ist, erklärt er daher: "Gleichzeitig zeigen uns die Renneinsätze, wo noch Optimierungsbedarf besteht - sei es in unseren Abläufen oder auf der technischen Seite. Diese Erkenntnisse sind ein wichtiger Teil unserer Lernkurve."
"Wir bleiben realistisch, lernen jeden Tag dazu und nutzen die gewonnenen Erfahrungen, um das Projekt Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Darauf aufbauend bin ich überzeugt, dass wir unser Potenzial weiter ausschöpfen werden", so der Audi-Vorstandsvorsitzende.
In der Weltmeisterschaft ist Audi in Miami hinter Williams zurückgefallen. Während das Team aus Grove dort beide Autos in die Punkte brachte, liegt Audi nach der dritten Nullnummer in Serie jetzt nur noch vor Neueinsteiger Cadillac und Sorgenkind Aston Martin, die beide noch komplett punktlos sind.
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