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Streckenumbau Abu Dhabi: So denkt Alonso über die Änderungen

Wie der Yas Marina Circuit in Abu Dhabi für das Formel-1-Finale 2021 umgebaut werden soll und was Fernando Alonso von den geplanten Änderungen hält

"Unterm Strich wollen wir mehr Überholmöglichkeiten schaffen, engere Rad-an-Rad-Duelle ermöglichen und insgesamt eine schnellere, flüssigere Strecke haben." So fasst Saif Al Noaimi als Geschäftsführer der Formel-1-Promoter in Abu Dhabi die Änderungen zusammen, die noch vor dem Grand Prix 2021 am Yas Marina Circuit vorgenommen werden sollen.

Die Strecke wird demnach gleich an mehreren Stellen verändert: Eingangs Sektor 2 entfällt die bisherige Schikane (Kurve 6) vor der Haarnadel-Kurve. Die Haarnadel selbst (bisher Kurve 7) bleibt zwar bestehen, wird zugunsten einer größeren Auslaufzone aber etwas vorverlegt und ist künftig auch etwas weiter gestaltet.

Ausgangs des Mittelsektors entfallen die Kurven 11 bis 14 komplett. An ihre Stelle tritt eine langgezogene Kurve mit Überhöhung, die bei Kurve 15 auf den originalen Streckenverlauf trifft. Diese Passage wird damit wesentlich schneller als bisher.

Danach folgen noch kleinere Umbauten an den aktuellen Kurven 18, 19 und 20. Diese 90-Grad-Kehren sollen "offener" gestaltet werden, um die Strecke auch in diesem Abschnitt "schneller und flüssiger" zu machen, so heißt es von den Streckenbetreibern.

Und Al Noaimi betont: "Wir haben auf die Zuschauer und die Fans gehört. Wir haben auch auf die Fahrer und Teams gehört. Basierend auf dieser Rückmeldung stoßen wir die Modifizierungen an."

So bewertet Alonso die Änderungen in Abu Dhabi

Wie aber kommen diese Änderungen bei den unmittelbar Beteiligten an? Formel-1-Fahrer Fernando Alonso zum Beispiel hält das Vorhaben für "gut" und meint: "Immerhin versucht man was. Man will sicherstellen, dass wir die Möglichkeit haben, eine bessere Show zu bieten. Deshalb bin ich zufrieden mit dem Ansatz."

Alonso selbst hat einst beim WM-Finale 2010 erlebt, wie schwierig Überholen auf dem Yas Marina Circuit sein kann: Er war als Titelfavorit nach Abu Dhabi gereist und hing im Rennen lange hinter Renault-Fahrer Witali Petrow fest, sodass er am Ende nur Siebter wurde. Es siegte Sebastian Vettel für Red Bull, der damit auch den Titelgewinn sicherstellte.

Nun sagt Alonso über die geplanten Neuerungen in Abu Dhabi: "Es dürfte besser werden. Mindestens aber wird es anders, und zwar für alle. Das ist mal das Erste: Die Freude, wenn du ins Freie Training gehst und ein neues Layout vor dir hast."

Außerdem, so meint der zweimalige Formel-1-Weltmeister, sei es immer gut, etwas Neues zu wagen. "Unterm Strich sollte die Strecke künftig mehr Überholgelegenheiten bieten. Also warum nicht?"

Scharfe Kritik am Yas Marina Circuit

Vor allem nach dem Formel-1-Finale 2020 in Abu Dhabi war der Kurs mit Kritik überschüttet worden. Mercedes-Teamchef Toto Wolff hatte damals gesagt: "Ich habe noch nie so viele Nachrichten mit dem schlafenden Emoji gekriegt wie in diesem Rennen."

"Der Austragungsort ist klasse, mit einer einmaligen Infrastruktur. Aber: Überholen ist so schwierig, selbst wenn du ein langsames Auto vor dir hast - siehe Alonso und Petrow."

Der Yas Marina Circuit ist seit der Saison 2009 Teil des Formel-1-Kalenders. In diesem Jahr trägt die Rennstrecke in den Vereinigten Arabischen Emiraten zum zehnten Mal das Finalrennen aus. Zuletzt wurde der Formel-1-Fahrertitel 2016 in Abu Dhabi entschieden, zugunsten von Mercedes-Fahrer Nico Rosberg, der wenige Tage später zurücktrat.

Das ursprüngliche Streckendesign stammt vom deutschen Formel-1-Architekten Hermann Tilke.

Mit Bildmaterial von Yas Marina Circuit.

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