Erstes Formel-1-Training in Monza: Ferrari auf den Plätzen 1 und 2
Charles Leclerc vor Lewis Hamilton im ersten Freien Training beim Grand Prix von Italien - Colton Herta muss seinen Cadillac mit technischem Defekt abstellen
Charles Leclerc sicherte sich die Bestzeit im ersten Freien Training in Monza
Foto: Sutton Images
Für die Ferrari-Fans hat das Rennwochenende in Monza verheißungsvoll begonnen: Im ersten Freien Training zum Grand Prix von Italien sicherte sich nämlich Charles Leclerc die Bestzeit (1:23.008 Minuten), 0,173 Sekunden vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton. Und das noch dazu mit einer Speziallackierung, die das Vermächtnis von Ferrari-Legende Michael Schumacher würdigen soll.
Überraschend kommt die Ferrari-Bestzeit zum Auftakt nicht, schließlich bietet die Scuderia beim Heimspiel eine neue Powerunit-Ausbaustufe auf, die gerade auf der Highspeed-Strecke in Monza voll zum Tragen kommt. Darüber hinaus hat Ferrari auch am Unterboden, am Rückspiegel, an den hinteren Bremsbelüftungen und am Auspuff-Endrohr Modifikationen vorgenommen.
Erster Verfolger von Leclerc und Hamilton war George Russell (Mercedes) mit einem Rückstand von 0,304 Sekunden. Auf Platz 4 folgte Liam Lawson (Red Bull/+0,425), der bereits zum zweiten Mal für den verletzten Stammfahrer Isack Hadjar einspringt. Fünfter wurde Kimi Antonelli im zweiten Mercedes. Rückstand: 0,636 Sekunden.
Für Antonelli ist Monza - vor eigenem Publikum - ein besonderes Wochenende. Auch, weil er vorbestraft in den Grand Prix geht: Wegen eines taktischen Motorwechsels muss er in der Startaufstellung um zehn Positionen nach hinten. Auch deshalb fokussiert er das Trainingsprogramm nicht auf das Qualifying, sondern nur auf das Rennen am Sonntag.
Lando Norris (McLaren), Sieger der vergangenen beiden Grands Prix in Budapest und Zandvoort, belegte zum Auftakt in Monza Platz 6 (+0,711). Sein Teamkollege Oscar Piastri (+1,176) wurde Elfter. Und Nico Hülkenberg (Audi) sicherte sich mit 1,618 Sekunden Rückstand Rang 13.
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Colton Hertas Freitagseinsatz: Wohl nicht sein Tag ...
Neben den bekannten Stammpiloten durften im ersten Freien Training in Monza auch vier Freitagsfahrer ran: Ayumu Iwasa anstelle von Max Verstappen bei Red Bull, Luke Browning statt Alexander Albon bei Williams, Paul Aron statt Pierre Gasly bei Alpine und Colton Herta statt Sergio Perez bei Cadillac.
Für Herta hatte der Freitag schon schlecht begonnen, und er wurde noch schlechter: Nach einem Crash im Formel-2-Training ausgangs der zweiten Lesmo-Kurve wurde er bei seinem Formel-1-Einsatz schon nach nur fünf Runden langsam.
"Colton, we need to stop the car", funkte sein Renningenieur. Später bestätigte Cadillac zunächst einen Verdacht auf einen Hydraulikdefekt. Herta belegte am Ende Rang 22, mit 6,914 Sekunden Rückstand auf Leclercs Bestzeit. Ein Ergebnis, das wegen des vorzeitigen Endes allerdings keinen sportlichen Wert hat.
Zeitplan Formel 1 Monza: Wie geht's weiter?
Nach dem F1-Sprint in Zandvoort ist Monza wieder ein klassisches Grand-Prix-Wochenende im traditionellen Format. Das bedeutet, dass am Freitagnachmittag kein Sprint-Qualifying, sondern ein weiteres Freies Training auf dem Programm steht. Die Session beginnt um 16 Uhr MESZ.
Das Qualifying für den Grand Prix findet am Samstag ab 16:00 Uhr statt, und der Rennstart am Sonntag ist auf 15:00 Uhr angesetzt. Im TV wird das Rennwochenende auf Sky (Deutschland), ServusTV (Österreich) und im SRF (Schweiz) übertragen (Hier geht's zur kompletten TV-Übersicht zur Formel 1 in Monza!).
Die gewohnten Formel-1-Livestreams können Fans am Samstag- und Sonntagabend auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de verfolgen. Mit einer Zusammenfassung des Geschehens und Analysen weit über das Ende der TV-Übertragungen hinaus. Host Kevin Scheuren präsentiert die Streams wieder in der Stammbesetzung mit Chefredakteur Christian Nimmervoll als Experte.
Die provisorische Startzeit der Livestreams am Samstag und Sonntag ist auf 21:00 Uhr MESZ angesetzt. (Hier geht's zum Formel-1-Kalender 2026!)
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