Erstmals 2026 keine Punkte: Alpine sucht Antworten
Alpine verpasste in Spielberg erstmals 2026 die Punkteränge: Fahrer und Teamleitung suchen nach den Ursachen für den unerwarteten Einbruch
Franco Colapinto im Alpine A526 beim Formel-1-Rennen in Spielberg 2026
Foto: circuitpics.de circuitpics.de
Formel-1-Team Alpine hat beim Grand Prix von Österreich 2026 in Spielberg erstmals in diesem Jahr die Punkteränge verpasst. Nun fragen sich Pierre Gasly und Franco Colapinto nach den Plätzen 13 und 15 im Rennen, was die Ursache dafür sein könnte.
Die Mängelliste jedenfalls ist lang. Gasly sagte: "Grip und Fahrzeugbalance waren problematisch, außerdem hatten wir sehr viel Reifenverschleiß. Ich musste drei Stopps einlegen, weil meine Reifen sehr schnell abbauten. Und selbst bei freier Fahrt hatten wir nicht die Pace."
Laut Teamkollege Colapinto war Alpine am Red-Bull-Ring "mechanisch wirklich schlecht". Colapinto erklärte: "Wir kamen nicht aus den Kurven raus, hatten also Schwierigkeiten mit der Traktion. Beim Anbremsen haben wir die Reifen zu sehr gefordert. Es fühlte sich insgesamt sehr schlecht an. Wir fanden einfach keinen Grip."
Alpine nach Spielberg: Ausschließen, dass es zum Trend wird
Teamchef Steve Nielsen teilt die "ehrliche Einschätzung" seiner Fahrer und bewertet sie ähnlich kritisch. " Wir müssen vor allem verstehen, warum das so war, und die Probleme rasch beheben", sagte Nielsen. "Außerdem müssen wir sicherstellen, dass es eine Ausnahme war - und kein Trend."
Besonders die Startphase gibt Alpine zusätzliche Rätsel auf. Denn sowohl Gasly als auch Colapinto wurden auf den ersten Metern von mehreren Fahrzeugen überholt. "Es fehlte der Boost", erklärte Nielsen. "Auch das müssen wir uns anschauen, weil die Starts dieses Jahr bislang eine unserer Stärken waren."
Welche Rolle spielen die technischen Updates?
Ob die jüngsten technischen Updates für die Leistungsschwankungen verantwortlich sein könnten, bleibt offen. Gasly wünscht sich zumindest eine ganzheitliche Aufarbeitung: "Wir müssen ganz genau feststellen, was die neuen Teile tun und wie wir die Balance damit ausrichten müssen. Wir hatten bis zum Qualifying bereits einige Änderungen vorgenommen, aber es reichte klarerweise nicht aus."
Alpine brauche daher vor allem Zeit, um das neue A526-Paket besser zu verstehen, sagte Gasly. Die Schwierigkeit dabei: Bereits in wenigen Tagen fährt die Formel 1 in Silverstone (hier den aktuellen Rennkalender abrufen!). "Das gibt uns nicht viel Zeit, für Silverstone zu reagieren - und Silverstone ist noch dazu ein Sprint-Wochenende", erklärte Gasly. Nach Spielberg sei aber klar, dass Alpine "Antworten finden" müsse.
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