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"Es ist enttäuschend": Pietro Fittipaldi trauert verpasstem Haas-Cockpit nach

Nach dem Rauswurf von Nikita Masepin hatte Haas die Wahl: Pietro Fittipaldi oder Kevin Magnussen - Ersterer ist enttäuscht, nicht ausgewählt worden zu sein

Bei Haas überschlugen sich die Ereignisse in den vergangenen Wochen: Aufgrund des Rauswurfs von Nikita Masepin und der Auflösung des Vertrages mit dem russischen Unternehmen Uralkali musste der Rennstall schnell einen neuen Fahrern finden. Zwei Fahrer standen auf der Liste der US-Amerikaner: Kevin Magnussen und Pietro Fittipaldi. Die Wahl fiel auf den Dänen und daran hat Fittipaldi zu knabbern.

"Für einen leidenschaftlichen Rennfahrer ist es enttäuschend", sagt der Brasilianer, der in den USA geboren wurde und für Haas als Reservefahrer aktiv ist. "Es tut weh, denn ich weiß, welches Potenzial ich habe und dass ich liefern würde. Ich weiß, dass das die goldene Möglichkeit war, die Entscheidung wird aber nicht mein Engagement für das Team schmälern." Fittipaldi hat während des Entscheidungsprozesses stets einen offenen Dialog mit Teamchef Günther Steiner geführt.

"Günther hat mich angerufen und es mir gesagt, ich habe großen Respekt vor ihm und ich denke, er auch vor mir", so der 25-Jährige weiter. Fittipaldi wusste, dass es neben ihn selbst noch einen weiteren Kandidaten gegeben hat. Dass das Magnussen war, wurde ihm aber nicht erzählt. "Günther hat gesagt, dass das Team einen erfahrenen Fahrer braucht und das verstehe ich natürlich. Ich werde weiter hart arbeiten, denn ich musste in meiner Karriere schon einige Hürden nehmen."

Fittipaldi hofft auf weitere Chancen

Die Absage seitens Haas muss Fittipaldi, der in der Saison 2020 nach dem Crash von Romain Grosjean zwei Formel-1-Rennen bestritten hat, aber dennoch erst einmal verdauen. Er sagt: "Am Montag dachte ich: 'Verdammt, wir haben beinahe eine Chance bekommen.' In Brasilien wäre das was ganz Großes gewesen und auch beim Grand Prix in Miami, da ich dort geboren wurde. Ich habe wirklich gedacht, dass es klappt. Aber es ist okay, wie es ist, kein Problem."

Entmutigen lässt sich der 25-Jährige nicht, auch wenn das Cockpit in der Königsklasse so nah und doch so fern war. "Ich werde noch eine Möglichkeit bekommen und weiß, dass die Geschichte hier nicht zu Ende ist", gibt sich Fittipaldi kämpferisch. Der Brasilianer möchte weiter hart arbeiten und sich stetig verbessern, um auf sich aufmerksam zu machen. Er sieht in dem geplatzten Deal sogar etwas Gutes: "Wenn ich in Zukunft die Chance bekommen sollte, bin ich noch besser vorbereitet."

Kein Streit zwischen den Fahrern

Als Magnussen und Fittipaldi aufeinandertrafen, gab es kein böses Blut zwischen den beiden Rennfahrern. Letzterer habe dem Dänen, wie er selbst berichtet, gratuliert. "Wir haben eine gute Beziehung", verdeutlicht Fittipaldi. "Wir sprechen eine Menge miteinander und ich sehe ihn als Freund." Deshalb ist Fittipaldi nicht verärgert, dass Magnussen letztlich das Cockpit bekommen hat.

Pietro Fittipaldi

Pietro Fittipaldi wird weiterhin als Ersatzfahrer fungieren

Foto: Motorsport Images

Für den Haas-Rückkehrer ist das Comeback eine echte Achterbahn der Gefühle. Eigentlich war Magnussen fest im Hypercar-Programm von Peugeot eingeplant, das aber erst nach den 24h von Le Mans 2022 so richtig durchstarten wird. Da der Däne bei Haas einen Vertrag über mehrere Jahre unterschrieben hat, haben die Franzosen ihn ziehen lassen.

Während sich Magnussen auf die Formel-1-Saison 2022 vorbereitet, erhofft sich Fittipaldi Einsätze im ersten Freien Training. "Es ist noch nichts entschieden", lässt Fittipaldi verlautbaren, der gerne in der Königsklasse im Training zum Einsatz kommen würde. Der Traum von einem Cockpit in der Formel 1 ist aber erst einmal geplatzt.

Steiner kommentiert die Fahrerentscheidung

Teamchef Steiner erklärt, warum sich Haas letztlich für Magnussen und gegen Fittipaldi entschieden habe. "Wäre es mit Kevin irgendwie nicht weitergegangen, wäre das unser Plan B gewesen, da die Zeit zum ersten Rennen zu knapp gewesen wäre", so Steiner über einen möglichen Einsatz von Fittipaldi. "Wir haben das aber nie wirklich diskutiert, da es mit Kevin, wie ich bereits erklärt habe, gut voran ging."

Formel 1, Test, Haas, Barcelona, Günther Steiner

Günther Steiner und Haas setzen mit Magnussen auf Erfahrung

Foto: circuitpics.de

Die Vertragsgespräche mit Magnussen sind laut Steiner reibungslos verlaufen, weshalb die Einigung schnell erzielt wurde. Der Teamchef hat Fittipaldi angerufen, als die Entscheidung gefallen ist, um den 25-Jährigen zu informieren. "Es war sicher nicht sein glücklichster Moment, das hatte seine Gründe", sagt Steiner. "Ich habe ihm aber auch erklärt, warum die Entscheidung so gefallen ist. Er ist ein Teamplayer und weiterhin Teil des Teams."

Fittipaldi wäre als Rookie in die Formel 1 gerückt und hätte mit Mick Schumacher die Saison bestritten, der erst in seinem zweiten Jahr ist. Haas wollte aber unbedingt eine Messlatte haben, um die Leistung des Teams einordnen zu können - mit zwei Anfängern unmöglich, wie Steiner erklärt. Deshalb ist die Wahl auf Magnussen gefallen, der bereits von 2017 bis 2020 für Haas in der Formel 1 gefahren ist. "Wir sind auf Nummer sicher gegangen", betont Steiner.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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