"Es kommen Chancen": Gasly schließt Red-Bull-Abschied nicht aus

Pierre Gasly weiß, dass er bei AlphaTauri niemals Weltmeister werden wird - Um sein Ziel zu erreichen, schließt er daher auch einen Abschied von Red Bull nicht aus

"Es kommen Chancen": Gasly schließt Red-Bull-Abschied nicht aus

Pierre Gaslys Formel-1-Karriere war bislang eine ziemliche Achterbahn. Ende der Saison 2017 wurde er zu Toro Rosso in die Formel 1 geholt, 2019 folgte der Aufstieg zu Red Bull - nur um nach zwölf Rennen wieder zurück zum heutigen AlphaTauri-Team geschickt zu werden. Dort feierte er 2020 in Monza sensationell seinen ersten Sieg.

Doch obwohl der Franzose seit seiner Rückkehr nach Faenza dort ein Garant für gute Ergebnisse ist, trauen ihm nicht alle Beobachter zu, noch einmal den Sprung zu Red Bull zu schaffen. "Mein Verlangen, mein Wille, um Weltmeisterschaften zu kämpfen, ist sehr stark", stellt er selbst im Gespräch mit 'auto motor und sport' klar.

"Ich bin in der Formel 1, um an der Spitze zu kämpfen", sagt Gasly, dem bewusst ist, dass das mit AlphaTauri nicht funktionieren wird. "Red Bull wird immer vor uns sein", weiß er. Will er also irgendwann Weltmeister werden, muss er seinen aktuellen Rennstall verlassen - und Red Bull im Zweifel komplett hinter sich lassen.

Gasly "enttäuscht" über Entscheidung für Perez

"Bei vielen Fahrern laufen die Verträge 2023 aus. Da werden sich Möglichkeiten auftun", erklärt Gasly und erinnert: "In der Formel 1 geht alles sehr schnell. Ich mache mir nicht allzu viele Sorgen. Es kommen Chancen." Es ist kein Geheimnis, dass Gasly enttäuscht ist, dass Sergio Perez bei Red Bull 2022 erneut den Vorzug erhalten hat.

"Ich werde nicht lügen. Es ist schwer, eine solche Saison abzuliefern. Und wenn ich mich dann mit denen vergleiche, die die Möglichkeit auf einen Red-Bull-Sitz bekommen haben, dann enttäuscht das. Auf Basis der Zahlen und Ergebnisse habe ich eine bessere Performance abgeliefert als jeder andere in diesem Team", so Gasly.

110 WM-Punkte holte der Franzose in der abgelaufenen Saison. Damit war er der erste Toro-Rosso- beziehungsweise AlphaTauri-Pilot in der Geschichte, der in einem Jahr die 100-Punkte-Marke knackte. "Am Ende des Tages erhalte ich dafür aber nicht die Anerkennung und Belohnung. Das ist schwer zu schlucken", gesteht er.

Red-Bull-Abschied womöglich schon 2023?

"Das enttäuscht mich natürlich. Ich weiß, was ich in diesem Sport erreichen will. Ich will an der Spitze kämpfen. Das hat sich nicht geändert", betont Gasly, dessen Red-Bull-Vertrag noch bis Ende 2023 läuft. Er erklärt daher: "Im Moment ist der Plan für ein Cockpit 2024. Das werden wir sehen. [...] Ich weiß nicht, was Red Bull mit mir vorhat."

"Ob sie weitermachen wollen oder mich vorher freigeben. Darüber sprechen wir später", so Gasly, der andeutet, auch für einen Teamwechsel offen zu sein - möglicherweise sogar schon 2023. "Wir werden sehen, wann es der richtige Zeitpunkt ist. Momentan konzentriere ich mich auf jedes Rennwochenende, auf meine Performance", so Gasly.

"Ich gebe mein Bestes. Das Beste, was ich machen kann, ist, Ergebnisse wie in Mexiko zu wiederholen. Fünfter in der Qualifikation zu werden - hinter den Mercedes und Red Bull in einem Mittelfeldauto. Mit einem schnelleren Auto würde ich sicher besser abschneiden. Das ist das Einzige, was zählt", sagt Gasly selbstbewusst.

Es bleibt abzuwarten, ob er in der Formel 1 noch einmal die Möglichkeit bekommen wird, das auch zu beweisen.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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