"Es war so wie früher": Fittipaldi schwärmt von Weltmeister-McLaren
Emerson Fittipaldi spricht im Podcast "Beyond the Grid" mit Begeisterung über seine jüngste Fahrt im Weltmeister-McLaren von 1974
Emerson Fittipaldi war der erste Formel-1-Weltmeister für McLaren
Foto: Getty Images
Vor dem Grand Prix von Miami hatte Emerson Fittipaldi die Chance, seinen Weltmeister-Boliden von 1974 zu fahren. Von diesem Erlebnis hat die Formel-1-Legende im Podcast "Beyond the Grid" geschwärmt.
"Es war so wie früher", erklärt Fittipaldi. "Das Cockpit, die Position des Lenkrads, die Pedale. Ich hätte nie gedacht, dass ich eines Tages den M23 auf den Straßen von Miami fahren würde, und es war ein fantastisches Gefühl, mit all den Champions und Weltmeistern der McLaren-Geschichte vor Ort."
McLaren feierte in Miami seinen 1000. Grand Prix in der Formel 1. Dementsprechend hatte man im Vorfeld des Wochenendes eine Vielzahl ikonischer Boliden präsentiert, unter anderem den Weltmeister-McLaren von Lewis Hamilton aus der Saison 2008. Der M23 hingegen war der erste Monoposto, mit dem sich das Team aus Woking einen Titel sichern konnte.
"Es fühlt sich extrem gut an", fährt Fittipaldi fort. "Das Gewicht ist auch beeindruckend, 550 Kilogramm bei über 400 PS. Das bedeutet fast ein Kilogramm pro Pferdestärke. Ich hatte so oft durchdrehende Räder, das war den heutigen Formel-1-Autos gar nicht so unähnlich."
"Jetzt ist das Verhältnis von Leistung zu Gewicht recht ähnlich. Die Beschleunigung war sehr beeindruckend, aber wir hatten fast keinen Grip. Vor Ort waren viele Fans und McLaren hat ein tolles Event organisiert, typisch für Zak Brown."
Abschließend resümiert der Weltmeister von 1974: "Als ich zu McLaren kam, war ich extrem motiviert. Damals waren wir rund dreißig Leute im Team, mitsamt Teddy Mayer und Teammanager Alastair Caldwell. Wir haben versucht, die Weltmeisterschaft zu gewinnen. McLaren war kurz davor, eines der besten Teams zu werden, also habe ich mich für McLaren entschieden."
Schon 1972 konnte Fittipaldi sich einen Titel sichern, damals an Bord des Lotus 72D. Später folgte ein Titel in der CART-Serie und der Gewinn der 500 Meilen von Indianapolis. Über seinen Versuch, ein eigenes Grand-Prix-Team auf die Beine zu stellen, hüllt man gerne den Mantel des Schweigens.
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