Esteban Ocon: Die Kurven rund ums Hotel waren vor Umbau besser

Alpine-Pilot Esteban Ocon glaubt zwar an mehr Überholchancen in Abu Dhabi, übt aber auch Kritik am neuen Layout - Die Teams sprechen von flüssigerem Kurs

Esteban Ocon: Die Kurven rund ums Hotel waren vor Umbau besser

Ob sich das neue Layout des Yas Marina Circuit bewährt, wird sich beim heutigen Formel-1-Saisonfinale an diesem Sonntag zeigen. Gleich mehrere Passagen wurden überarbeitet, um den Kurs überholfreundlicher und flüssiger zu machen.

Alpine-Pilot Esteban Ocon glaubt zwar, dass es "wahrscheinlich mehr" Überholchancen geben wird, äußert aber auch Kritik an den Modifikationen. "Interessant finde ich die Highspeed-Kurve 9 und die längere Gerade hin zu Kurve 5. Bei den Kurven 13 und 14, die nach außen abfallen, bin ich mir nicht so sicher."

"Ich würde sie überhöht bevorzugen, denn sobald man ein Auto vor sich hat, verliert man dort buchstäblich drei Zehntelsekunden. So ging es mir seit Beginn des Wochenendes. Da lässt man richtig viel Rundenzeit liegen. Wäre es eine überhöhte Kurve, wäre das wahrscheinlich anders," mutmaßt Ocon.

Teams glauben, dass Überholen etwas einfacher ist

Dave Robson, Leiter der Fahrzeugperformance bei Williams, bewertet die Änderungen insgesamt positiv: "Die Strecke ist definitiv flüssiger. Es macht mehr Spaß, sie zu fahren, und ich denke, es macht mehr Spaß für uns, das Auto darauf abzustimmen."

"Ob es genau das bewirken wird, was sie wollen, wird sich zeigen. Aber wenn man in der schnellen Kurvenkombination 2, 3 und 4 einander besser folgen kann und zusammen in Kurve 5 ankommt, dann kann man, vielleicht mit DRS, in Kurve 6 am Ende der ersten Geraden überholen", antizipiert Robson die Möglichkeiten.

"Wir denken, dass das Überholen etwas einfacher sein wird als sonst, aber vielleicht nicht so sehr, wie man es sich erhofft hatte. Das wird man erst nach dem Rennen sagen können."

McLaren-Teamchef Andreas Seidl ist jedenfalls zuversichtlich. "Ich denke, dass es das Überholen im Vergleich zu den Vorjahren erleichtern wird", kommentiert er die Änderungen am Layout. "Nach allem, was ich bisher gesehen haben, ist es das, was wir erwarten." Damit schließt sich der Kreis zu Ocons Prognose.

Im Qualifying am Samstag kämpfte er sich auf Startplatz neun und schlug damit Teamkollege Fernando Alonso, der als Elfter in Q2 knapp ausschied: "Ja, ich habe gerade gehört, dass ich vor Fernando gelandet bin, das ist natürlich schön. Er ist immer eine Referenz - für die Rennpace und auch für die Quali-Pace."

"Wir haben das Potenzial des Autos voll ausgeschöpft. Bei jedem Run habe ich mich um zwei oder drei Hundertstel verbessert, was kein großer Schritt ist, aber das liegt am Auto. Ich glaube nicht, dass ich irgendwelche Fehler gemacht habe. Es war nicht meine ultimativ beste Runde, aber eine sehr gute", resümiert Ocon.

Ocon sieht Verkehrschaos im Qualifying gelassen

Eine Situation, in der er Sebastian Vettel auf dessen schneller Runde behinderte, hatte eine Verwarnung für Ocon sowie eine Geldstrafe für das Team zur Folge, weil es seinen Piloten laut Urteilsbegründung nicht ausreichend informiert hatte.

Ocons Kommentar: "Es gab eine Menge Verkehrsprobleme, vor allem im letzten Run von Q2. Ich denke, jeder versucht, eine freie Runde zu erwischen, und jeder versucht, zur gleichen Zeit zu fahren, sodass es dahinter zu großen Ansammlungen kommt."

"Das ist im Qualifying immer so", sagt der Alpine-Pilot weiter. "Manchmal ist man auf der guten und manchmal auf der schlechten Seite, also müssen wir damit umgehen. Für uns war es okay." Teamkollege Alonso fühlte sich hingegen behindert und kritisierte die Rennleitung nach dem Verkehrschaos im Quali scharf.

"Wir brauchen einen Schiedsrichter, der uns schützt und uns hilft. Das haben wir im Moment nicht, und das ist schlecht", schimpfte der Spanier. Darauf angesprochen sagt Ocon nur: "Ich glaube, er war leider auf der schlechten Seite, also kein Kommentar."

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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