Esteban Ocon im Aufwind: Über Alpine zu Mercedes?

Esteban Ocon gehört in der Formel 1 zu den Aufsteigern der Saison, mit diesen Leistungen macht sich der Franzose auch für ein Mercedes-Cockpit interessant

Esteban Ocon im Aufwind: Über Alpine zu Mercedes?

Esteban Ocon gehörte in den vergangenen Formel-1-Rennen zu den positiven Erscheinungen. Zuletzt fuhr der Franzose mit seinem Alpine dreimal in Folge in die Punkte und ließ dabei auch stets Fernando Alonso deutlich hinter sich. Nach einem schwierigen Jahr 2020 scheint der 24-Jährige seinen Rhythmus gefunden zu haben - und erhält ein entsprechend dickes Lob aus der Teamführung.

"Er hat über den Winter viel gearbeitet. Er hat sich als Fahrer signifikant verbessert, was man auch daran sieht, wie er die einzelnen Sessions angeht", sagt Alpines Exekutivdirektor Marcin Budkowski. Ein Grund für diesen Entwicklungsschritt sei auch das Saisonende 2020. Beim vorletzten Saisonrennen auf der superschnellen Streckenvariante in Bahrain hatte Ocon mit Rang zwei seinen ersten Podestplatz in der Formel 1 belegt.

Dieses Podium half Ocon laut Budkowski dabei, Selbstvertrauen aufzubauen. Doch auch innerhalb des Teams gab es Anpassungen, um dem früheren Formel-3-Europameister und GP3-Champion das Leben einfacher zu machen. Dazu gehörte such ein neuer Renningenieur, Josh Peckett ersetzte in dieser Rolle Mark Slade.

Ocon stellt Alonso in den Schatten

"Er wächst immer mehr mit seinem Renningenieur und dem Team insgesamt zusammen. Das ist großartig, denn er kann nun viel konstruktiver arbeiten als noch im vergangenen Jahr. Und dann geht es natürlich um Selbstvertrauen. Das steigt immer weiter, besonders im Qualifying", erklärt Budkowski.

 

Zuletzt ließ Ocon seinen prominenten Teamkollegen Alonso dreimal nacheinander im Qualifying ganz alt aussehen, rund eine halbe Sekunde war er an den letzten drei Wochenenden jeweils schneller. Nachdem er beim Saisonauftakt in Bahrain noch den Kürzeren gegen den Rückkehrer zog, nahm er zuletzt die Rolle der Nummer eins im Team ein.

 

Diese starken Leistungen bringen Ocon bei seinen Vertragsverhandlungen für die Zukunft in eine komfortable Situation. Sein Vertrag bei Alpine läuft Ende des Jahres aus, und da gibt es ja auch noch die enge Bindung zu Mercedes. Der Franzose war bis Ende 2019 Teil des Junior-Teams der Stuttgarter und wird immer noch von Mercedes gemanagt.

Ocon für 2022 ein Mercedes-Kandidat

Für 2022 ist noch kein Mercedes-Cockpit vergeben, die Verträge von Lewis Hamilton und Valtteri Bottas laufen aus. Erster Anwärter auf einen möglichen Aufstieg scheint Williams-Pilot George Russell zu sein, doch auch Ocon besitzt Außenseiterchancen.

"Mit Esteban und George haben wir zwei Mercedes-Junioren, die eine gewisse Rolle spielen, und wir haben auch ein Auge auf andere junge Fahrer, die sich stark entwickeln", sagte Wolff zuletzt im Interview mit unserer Schwesterplattform Motorsport.com Italien. Hier haben wir das Interview auch auf Deutsch!

 

Zunächst kann es für den Franzosen aber nur darum gehen, seine derzeit starke Verfassung weiter zu bestätigen. Nur dann hält er seinen Marktwert hoch. Das Material scheint er bei Alpine dafür zu haben, nachdem das Team zuletzt zahlreiche Updates am A521 installierte, die in Portugal und vor allem in Barcelona voll einschlugen.

 

Updates machen bei Alpine Hoffnung auf mehr

"Der Saisonbeginn entsprach nicht unseren Erwartungen, daher war es großartig - großartig für das Team, großartig für die Fahrer und großartig für Esteban", freut sich Budkowski, der vor allem aus dem starken Abschneiden in Barcelona viel Hoffnung zieht.

"Wir wussten, dass wir das Auto verbessert haben, aber wir wussten nicht, wie stark wir es verbessert haben. Barcelona ist in der Formel 1 nicht nur eine Messlatte dafür, wie gut dein Auto ist. Es ist auch eine Strecke, die uns in den vergangenen Jahren nicht entgegenkam", erklärt Budkowski, der die Arbeit des Teams nun bestätigt sieht.

Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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