Ex-Ferrari-Fahrer: Team hätte Druck von Vettel nehmen müssen

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Ex-Ferrari-Fahrer: Team hätte Druck von Vettel nehmen müssen
Edd Straw
Autor: Edd Straw
Co-Autor: André Wiegold
01.01.2019, 14:54

Laut Ex-Ferrari-Testfahrer Luciano Burti hätte Ferrari den Druck von Sebastian Vettel nehmen müssen – Wegen Fehlern hat der Deutsche den Formel-1-Titelkampf verloren

Charles Leclerc, Ferrari SF71H
Sebastian Vettel, Ferrari
Sebastian Vettel, Ferrari SF71H
Sebastian Vettel, Ferrari
Sebastian Vettel, Ferrari SF71H
Sebastian Vettel, Ferrari SF71H

Lange war der WM-Kampf in der Formel-1-Saison 2018 zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel recht ausgeglichen. Jedoch machte der Deutsche einige Fehler, die ihm und Ferrari den Titel kosteten. Als großer Wendepunkt gilt der Unfall von Vettel in Hockenheim, wo er in Führung liegend im Motodrom in die Mauer krachte. Laut Ex-Ferrari-Testfahrer Luciano Burti hätte Ferrari dem Ex-Weltmeister die Last von den Schultern nehmen müssen.

"Es war nur ein kleiner Fehler und die passieren nun einmal", sagt Burti gegenüber 'Motorsport.com'. "Er hatte Pech, denn es passierte einfach zum falschen Zeitpunkt. Dieser Fehler hatte dann aber große Konsequenzen." Jemand wie Jean Todt hätte Vettel danach "gutes Feedback" gegeben, ist sich Burti sicher. Laut dem Brasilianer hat sich der Ferrari-Fahrer nach dem Vorfall "allein gelassen" gefühlt.

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"Wenn einmal der Druck da ist und ein Rennfahrer sich einredet, dass er keinen Fehler machen darf, macht er welche", so der 43-Jährige weiter. "Das ist meiner Meinung nach passiert." Vettel sei zwar ein ehemaliger Formel-1-Weltmeister aber auch "nur ein Mensch", weshalb Fehler völlig normal seien. Er sei auf sich allein gestellt gewesen und Menschen wie Todt hätten da den Unterschied ausmachen können, ist sich Burti sicher.

"Jemand wie er hätte es geschafft, ihn wieder in die richtige Bahn zu lenken", sagt er. "Es ist nämlich nicht normal, dass ein viermaliger Weltmeister so viele Fehler macht." Manche dieser Fehler seien sogar "dumm" gewesen, analysiert der Brasilianer. Er sagt: "Vielleicht fehlt es Ferrari aktuell an einer Führung, die da war, als Todt noch die Zügel in der Hand hatte." Über Maurizio Arrivabene sagt Burti, dass er keine gute Führungskraft ist, weil er "nicht sympathisch und sehr distanziert" sei.

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