Ex-Formel-1-Teamchef soll in Haft

Der ehemalige Formel-1-Teamchef Flavio Briatore ist wegen Steuerhinterziehung zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt worden: Weitere Berufung soll folgen

Flavio Briatore kommt aus den Fängen der italienischen Justiz nicht heraus. Der ehemalige Formel-1-Teamchef von Rekordweltmeister Michael Schumacher wurde nun zu 18 Monaten Haft verurteilt. Das berichten italienische Medien übereinstimmend. Der frühere Benetton-Rennleiter, der als späterer Teamboss von Renault für die "Crashgate"-Affäre mitverantwortlich zeichnete und aus der Formel 1 verbannt wurde, soll Steuerhinterziehung begangen haben.

Das neueste Urteil vor einem Gericht in Genua sollte unter einen viele Jahre alten Fall einen Schlussstrich ziehen. Briatores Luxusjacht "Force Blue" war 2010 von den Behörden an die Kette gelegt worden. Der Vorwurf: Der italienische Geschäftsmann soll den Besitz des Schiffes mit Hilfe einer Briefkastenfirma auf den Jungferninseln vertuscht und auf diesem Weg die Mehrwertsteuer in Höhe von 3,6 Millionen Euro unterschlagen haben. Zudem habe er Steuern für Treibstoff nicht ordnungsgemäß abgeführt.

In erster Instanz war Briatore zu knapp zwei Jahren Haft verurteilt worden. Seine Anwälte hatten Berufung eingelegt und konnten nun in Genua einen Teilerfolg verbuchen. Das Gericht befand, dass ein Teil der Vorwürfe gegen den Ex-Partner des deutschen Topmodels Heidi Klum mittlerweile verjährt seien. Die Staatsanwaltschaft hatte ursprünglich vier Jahre Gefängnis für Briatore gefordert. Die Anwälte des Ex-Formel-1-Teamchefs wollen auch gegen das aktuelle Urteil wieder Berufung einlegen.

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Tags benetton, briatore, crashgate, renault, schumacher