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Experte: Carlos Sainz sucht schon nach Alternativen zu Williams

David Coulthard vermutet, dass die beiden Williams-Piloten aktuell frustriert sind - Schaut sich Carlos Sainz deswegen bereits nach Alternativen in der Formel 1 um?

Experte: Carlos Sainz sucht schon nach Alternativen zu Williams

Verlässt Carlos Sainz Williams schon in absehbarer Zeit wieder?

Foto: circuitpics.de circuitpics.de

Teamchef James Vowles betonte jüngst, dass Alexander Albon und Carlos Sainz trotz der aktuellen Krise weiter an das Williams-Projekt glauben. "Sie wollen Teil dieser Reise sein", so Vowles. Doch Experte David Coulthard kauft ihm das nur bedingt ab.

"Man sieht die Frustration der Fahrer ganz deutlich", so Coulthard, der in seiner Karriere selbst für Williams gefahren ist, im Podcast Up To Speed. Williams beendete die Saison 2025 an der Spitze des Mittelfeldes, fiel 2026 allerdings zunächst zurück.

Hatte man das vergangene Jahr noch auf P5 in der Konstrukteurs-WM beendet, liegt man momentan nur auf dem achten Rang. Coulthard stellt daher klar, dass beide Piloten mit der Entwicklung in dieser Saison nicht glücklich sein können.

Über Albon, der bereits seit 2022 für Williams fährt, sagt er: "Er ist fest in diesem Team verankert. Er ist Teil der DNA und hat stets gute Leistungen abgeliefert. Ich vermute daher, dass seine Frustration größer sein wird als die von Carlos."

Sainz dagegen kam erst 2025 zum Team und ist daher noch nicht so tief in Grove verwurzelt wie Albon. Coulthard vermutet daher, dass der Spanier "definitiv schon nach seiner nächsten Chance Ausschau hält".

"Er ist von Ferrari, wo er Grands Prix gewonnen hat, zu Williams gewechselt, wo er schon froh ist, wenn er Punkte holt", so Coulthard, der klarstellt: "Er möchte wieder dorthin zurückkehren. Und dieser Weg wird für Williams noch einige Jahre dauern."

Kurzfristig keine Williams-Erfolge in Sicht?

Tatsächlich erklärte Teamchef Vowles jüngst, dass Williams "ungefähr" 2030 wieder um den WM-Titel mitkämpfen möchte. Sainz wäre dann bereits 36, weshalb Coulthard sich nicht sicher ist, ob der Spanier wirklich so viel Geduld haben wird.

Der aktuelle Williams-Vertrag von Sainz läuft am Ende der Saison aus. Er selbst bezeichnete es jedoch noch im vergangenen Jahr als sein "Lebensprojekt", dabei zu helfen, den Rennstall zurück an die Spitze zu führen.

Williams verpasste Anfang des Jahres den Shakedown in Barcelona und startete unter anderem mit einem stark übergewichtigen Auto in die Saison 2026. Zuletzt gelangen dem Rennstall jedoch Fortschritte und in Miami, Kanada und Monaco punktete man in drei Rennen in Serie.

"Wir müssen die Fortschritte anerkennen, aber es handelt sich um Williams, und allein schon wegen des Namens erwarten wir mehr", stellt Coulthard jedoch klar. Der Schotte fuhr 1994 und 1995 in einer Zeit für das Team, als Williams zu den absoluten Topadressen der Formel 1 gehörte.

Die letzten beiden WM-Titel in der Saison 1997 liegen inzwischen allerdings fast 30 Jahre zurück.

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