Experte: Diesen Piastri-Fehler darf Kimi Antonelli nicht machen
Für Ralf Schumacher ist Kimi Antonelli 2026 Favorit auf den WM-Titel - Der Experte erklärt, warum er eine gute Chance hat, es besser zu machen als Oscar Piastri 2025
Kimi Antonelli holte zuletzt in Suzuka seinen zweiten Sieg in Folge
Foto: LAT Images
Ralf Schumacher traut Kimi Antonelli den Formel-1-WM-Titel 2026 zu. Und das sagt der Experte nicht nur, weil Antonelli die Fahrer-Weltmeisterschaft nach den ersten drei Saisonrennen anführt. Bereits vor dem Saisonauftakt nannte er den Italiener als seinen persönlichen Favoriten.
"Als ich das damals gesagt habe, haben sich einige gefragt, was der Schumacher geraucht hat", schmunzelt der sechsmalige Grand-Prix-Sieger im Gespräch mit Sport Bild. "Aber Kimi hat schon bei den Testfahrten einen sehr starken Eindruck gemacht. Das hat er jetzt bestätigt."
Antonelli gewann zwei der ersten drei Rennen 2026 und liegt in der WM damit aktuell neun Zähler vor seinem deutlich erfahreneren Mercedes-Teamkollegen George Russell. "Es ist natürlich noch sehr früh in der Saison, aber ich sehe Kimi nach wie vor als Favoriten", betont Schumacher.
Sein Ratschlag an den gerade einmal 19-Jährigen: "Er muss jetzt das Momentum nutzen und darf nicht verkrampfen. Das ist Oscar Piastri vergangenes Jahr als junger Pilot zum Verhängnis geworden." In der Tat ist ein gewisser Vergleich mit Piastri nicht von der Hand zu weisen.
Auch der Australier steckte bei McLaren 2025 in einem internen WM-Kampf gegen einen erfahreneren Teamkollegen. Zwischenzeitlich lag Piastri dabei in der Weltmeisterschaft satte 34 Punkte vor Lando Norris, Weltmeister wurde am Ende aber bekanntlich der Brite.
Schumacher sieht den Druck eher bei Russell
In der zweiten Saisonhälfte machte der Australier Fehler, die Schumacher auf ein Verkrampfen im Titelkampf zurückführt. "Bei Kimi sehe ich diese Gefahr aber eher weniger. Er hat mit Toto Wolff und 'Bono' zwei sehr erfahrene Leute an seiner Seite", erklärt er.
Teamchef Wolff begleitet die Karriere von Antonelli bereits seit den Nachwuchsklassen, Renningenieur Peter Bonnington führte Antonellis Vorgänger Lewis Hamilton zu insgesamt sechs WM-Titeln mit Mercedes. Den Druck sieht Schumacher daher aktuell eher bei George Russell.
"George zeigt Nerven. Er sieht, dass Toto Wolff eine Nähe zu Antonelli hat und Kimi der Fahrer der Zukunft für Mercedes sein wird. Die einzige Möglichkeit für George, das zu unterbinden, wäre, wenn er Kimi deutlich schlägt - aber aktuell sehen wir genau das Gegenteil", erklärt er.
Dass das Duell zwischen Antonelli und Russell bei Mercedes in diesem Jahr irgendwann eskalieren könnte, erwartet Schumacher dennoch nicht. "Das glaube ich nicht. Dafür ist Toto Wolff zu erfahren. Er hat das Team im Griff und weiß genau, worauf es ankommt", so Schumacher.
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