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Experte fordert Verstappen-Sperre: "Muss den Sport respektieren"

Sollte sich Max Verstappen mit seiner Kritik an der Formel 1 zurückhalten? Ex-Pilot Juan Pablo Montoya bringt eine mögliche Rennsperre für den Niederländer ins Spiel

Wegen Regelkritik: Montoya fordert Rennsperre für Verstappen!

Juan Pablo Montoya ist noch immer ein gern gesehener Gast im Fahrerlager

Foto: circuitpics.de circuitpics.de

Ist Max Verstappen mit seiner Kritik an der Formel 1 zu weit gegangen? Ausgerechnet Juan Pablo Montoya, der in seiner aktiven Karriere selbst nie ein Blatt vor den Mund genommen hat, fordert nun eine Rennsperre, falls Verstappen die Königsklasse weiterhin kritisieren sollte.

"Man muss den Sport respektieren", sagt Montoya im Podcast Chequered Flag der BBC und betont: "Es ist okay, wenn dir die Regeln nicht gefallen. Aber so, wie du über deinen Lebensunterhalt und deinen eigenen Sport gesprochen hast - dafür sollte es Konsequenzen geben."

Auf Nachfrage, welche Konsequenzen genau er meint, antwortet der siebenmalige Grand-Prix-Sieger: "Park him!" Frei übersetzt heißt das, dass man Verstappen einmal auf die Ersatzbank setzen sollte. Oder noch klarer formuliert: Die FIA sollte Verstappen sperren.

Montoya schlägt vor, dass man Verstappen für seine Aussagen Strafpunkte geben könnte. Sammelt ein Fahrer zwölf davon im Laufe eines Jahres, wird er automatisch für ein Rennen gesperrt. "Ich versichere euch, die Botschaft wäre eine ganz andere", so Montoya.

Allerdings gibt es solche Strafpunkte eigentlich nur für sportliche Vergehen und nicht für Aussagen abseits der Rennstrecke. Als Angriff auf die Meinungsfreiheit will Montoya seinen Vorschlag übrigens nicht verstanden wissen. "Ich sage nicht, dass man nicht offen seine Meinung sagen soll", betont er.

"Aber man sollte nicht herkommen und einen Formel-1-Wagen als 'Mario Kart' bezeichnen", so der zweimalige Indy-500-Sieger. Verstappen hatte die Königsklasse in diesem Jahr unter anderem mit dem besagten Videospiel verglichen und das neue Reglement als "Witz" bezeichnet.

Montoya selbst ging zwischen 2001 und 2006 in der Königsklasse an den Start und hatte auch damals keine Angst, sich sportlich mit den Größten des Sports anzulegen. Gleich in seinem dritten Formel-1-Rennen im Jahr 2001 lieferte er sich in Brasilien ein Rad-an-Rad-Duell mit Michael Schumacher.

Während ihm der ganz große Wurf in der Formel 1 in Form des WM-Titels nie gelang, feierte Montoya vor allem in Amerika große Erfolge. Neben gleich zwei Siegen beim Indianapolis 500 wurde er zudem unter anderem 1999 CART-Champion und gewann nach seiner Formel-1-Karriere dreimal die 24 Stunden von Daytona.

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