Experte: Neuaufbau bei Red Bull wird "zwei bis drei Jahre" dauern
Ralf Schumacher rechnet mit einigen harten Jahren für Red Bull - Der Experte ist sich nicht sicher, ob Max Verstappen anschließend noch Teil des Teams sein wird
Max Verstappen und Red Bull fahren aktuell nur noch hinterher
Foto: LAT Images
Dauert es Jahre, bevor Red Bull in der Formel 1 wieder um den WM-Titel mitkämpfen kann? Nachdem die Bullen einen enttäuschenden Start in die Saison 2026 hingelegt haben, glaubt Ralf Schumacher nicht an ein schnelles Comeback der Truppe aus Milton Keynes.
"Red Bull befindet sich in einem Neuaufbau, der aus meiner Sicht zwei bis drei Jahre dauern wird", sagt der Experte gegenüber Sky. Zwar sei Red Bull in der Lage, "ein zweites Mal einen solchen Wiederaufbau zu schaffen". Man müsse aber "ein bisschen Zeit mitbringen", betont er.
Denn bereits Mitte der 2010er-Jahre erlebte Red Bull eine ganz ähnliche Situation. Nachdem Sebastian Vettel zwischen 2010 und 2013 viermal in Folge den WM-Titel gewonnen hatte, dauerte es anschließend acht Jahre, bevor man mit Max Verstappen 2021 wieder den Weltmeister stellte.
Nun könnte Red Bull erneut eine Durststrecke drohen, zumal das Team in den vergangenen Monaten und Jahren zahlreiche Abgänge verkraften musste. Unter anderem verließen Christian Horner, Jonathan Wheatley, Adrian Newey und Helmut Marko den Rennstall.
Zuletzt entschied sich auch noch Gianpiero Lambiase dazu, ein Angebot von McLaren anzunehmen und sich spätestens Ende 2027 von Red Bull zu verabschieden. "Ich glaube, dass es zwischen den beiden Parteien noch einen Poker geben wird", sagt Schumacher dazu.
Wechselt Verstappen gleich mit zu McLaren?
Der Experte erklärt: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass er das Jahr 2027 noch bei Red Bull zu Ende machen wird. Es wird hier jetzt um eine Ablöse gehen." Heißt: Lambiase könnte die Bullen bereits vor Ablauf seines Vertrages verlassen.
Dass der langjährige Renningenieur von Max Verstappen sich von den Bullen verabschiedet, deutet Schumacher zudem als mögliches Zeichen dafür, dass auch der viermalige Weltmeister selbst in naher Zukunft gehen könnte.
"Max wird sich aus meiner Sicht im nächsten Jahr anders orientieren", prophezeit er und erklärt, eine Möglichkeit sei, dass Verstappen "ganz aufhört", weil er zuletzt ja immer wieder betont habe, dass er mit der neuen Formel 1 nichts anfangen könne, erinnert Schumacher.
"Oder: Er geht mit seinem Ingenieur zu McLaren", nennt der Experte ein weiteres Szenario, das er sich vorstellen kann. Das würde im Umkehrschluss bedeuten, "dass es bei McLaren Verhandlungen gibt, dass Oscar Piastri [...] zu Red Bull gehen wird".
Denn bei McLaren sind eigentlich beide Cockpits für 2027 bereits besetzt. Dementsprechend müsste das Team einen Fahrer abgeben, um Platz für Verstappen zu machen. In diesem Zusammenhang hält Schumacher einen Fahrertausch nicht für ausgeschlossen.
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