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Experte "schockiert" über Ferrari-Strategie: "Nicht schon wieder!"

Ferrari ließ seine Fahrer während der virtuellen Safety-Car-Phase auf der Strecke: Juan Pablo Montoya hält das für einen taktischen Fehler mit Folgen

Experte "schockiert" über Ferrari-Strategie: "Nicht schon wieder!"

Die Ferrari-Fahrer Lewis Hamilton und Charles Leclerc im Duell mit George Russell

Foto: LAT Images

Der frühere Formel-1-Fahrer Juan Pablo Montoya zeigte sich im Gespräch mit F1 TV "ein wenig schockiert" über die Ferrari-Strategie beim Grand Prix von Australien 2026 in Melbourne. Denn Ferrari beließ seine Fahrer Charles Leclerc und Lewis Hamilton auf der Strecke, während andere Teams ihre Autos in der virtuellen Safety-Car-Phase an die Box holten.

"Das hat mich ehrlich gesagt überrascht - und gleichzeitig auch nicht", sagte Montoya nach dem Rennen. Er meinte: "Man hätte zumindest die Autos splitten sollen." Also ein Auto zum Reifenwechsel an die Box holen, das andere auf der Strecke belassen.

Mercedes wählte eine dritte Variante und beorderte George Russell und Andrea Kimi Antonelli beide an die Box. Dafür erhielt das Team Anerkennung von Montoya: "Mercedes war sehr klar in dem, was es tun wollte, und dafür muss man den Hut ziehen. Sie haben es gut umgesetzt."

Was Montoya Ferrari nach Melbourne vorwirft

Ferrari dagegen müsse seine Entscheidungen hinterfragen, auch vor dem Hintergrund der vergangenen Jahre. "Wir haben uns in der Saison 2025 immer wieder darüber beschwert, dass Ferrari nie aggressiv genug war und ständig eine Strategie verpasst hat. Meiner Meinung nach ist ihnen das wieder passiert", sagte Montoya.

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"Vielleicht war der Ferrari nicht gut genug für den Sieg, aber Ferrari hat Mercedes unter Druck gesetzt. Der Start war stark, Ferrari konnte seine Position behaupten. Charles konnte immer wieder zu George aufschließen und machte dabei einen sehr guten Eindruck. Dann kommt das virtuelle Safety-Car und plötzlich fahren alle an die Box - nur Ferrari nicht."

"Da denkt man wieder: 'Nicht schon wieder! Warum?' Irgendwann muss doch jemand sagen: 'Sind wir wirklich die Einzigen, die es anders machen?' Man kann doch nicht zehn kluge Teams haben - und eines, das es verpasst und dabei denkt, alle anderen lägen falsch", erklärte Montoya.

Ferrari selbst rechtfertigte seine Melbourne-Strategie damit, dass die virtuelle Safety-Car-Phase (zu) früh im Rennen erfolgte, um die Einstopp-Taktik ernsthaft in Erwägung zu ziehen. Teamchef Frederic Vasseur sagte: "Es war schwer vorstellbar, dass es nur ein einziger Stopp sein würde." Erst später erkannte Ferrari: Die Pirelli-Reifen waren haltbar genug. (Alle Details zur Ferrari-Strategie in Melbourne!)

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