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5 wichtige Lektionen vom GP Monaco und dem Indy 500 2017

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5 wichtige Lektionen vom GP Monaco und dem Indy 500 2017
Autor:
Übersetzung: Petra Wiesmayer
31.05.2017, 10:18

Motorsport.com-Chefredakteur Charles Bradley schildert seine Sicht zum Grand Prix von Monaco und dem Indy 500 2017 und nennt die 5 wichtigsten Themen der beiden Rennen.

1: Ferrari macht alles richtig

Kimi Raikkonen, Ferrari SF70-H leads at the start of the race
Foto: Sutton Images

Am Samstagnachmittag beobachtete ich im Fahrerlager in Monaco eine nette kleine Szene, als ein paar Ferrari-Techniker von den Hospitality-Leuten nach den Plätzen 1 und 2 im Qualifying begrüßt wurden. Da alle Italiener waren, waren Worte unnötig. Die Gesten sprachen für sich: "Wir machen alles richtig!"

Für das Springende Pferd war das ein weiteres perfektes Wochenende. Und während Kimi Räikkönen vielleicht enttäuscht war, den Sieg verpasst zu haben – der nach seiner 1. Pole-Position nach 2008 von ihm erwartet worden war – kann er sich nicht beschweren, Vettel hätte ihn ausgetrikst.

Erinnern wir uns daran, wie Mercedes es in der Ära der Dominaz von Lewis Hamilton/Nico Rosberg handhabte? Sie überließen dem führenden Auto die Wahl der Boxenstrategie, und Kimi war der auf neuen Reifen, als Vettel länger auf den Reifen fuhr, mit denen er ins Rennen gegangen war.

Trotzdem gewann Seb aufgrund reinen Tempos. Er war auch in den folgenden Runden schneller als Räikkönen und es reichte für einen "Overcut", auch wenn Kimi sich vielleicht fragt, wieso seine Boxenmannschaft ihn zwischen die Hinterbänkler wieder rausschickte.

Vettel hat in der Fahrerwertung nun einen Vorsprung von 25 Punkten – vor dem Ende des 1. Drittels der Meisterschaft einen ganzen Rennsieg Vorsprung auf Hamilton. Ferrari ist auch in der Konstrukteurswertung an Mercedes vorbeigezogen. Wer hätte das gedacht?

Kanada wird natürlich ein ganz anderes Unterfangen, aber Mercedes wird seinem "schnellen aber schwierigen" Auto das "Diva-Verhalten" etwas abgewöhnen müssen, wenn sie eine Suderia herausfordern wollen, die aus allen Zylindern feuert.

2. Indy-Spektakel überstrahlt die Kronjuwelen der Formel 1 

Helio Castroneves, Team Penske Chevrolet, Tony Kanaan, Chip Ganassi Racing Honda

Foto: Phillip Abbott / LAT Images

Man kann den Grand Prix von Monaco bezüglich Glanz, Glamour und Stil nicht übertrumpfen. Man kann aber den Rennsport übertrumpfen, wie das Indy 500 am Sonntag bewiesen hat.

Der eigentliche Nervenkitzel des Rennfahrens in den Straßen von Monte Carlo ist eigentlich das Qualifying am Samstag, das auch wieder ein Thriller war. Die Top 3 waren am Ende nur durch 0,06 Sekunden getrennt.

Wie Nelson Piquet so treffend sagte, ist Rennfahren in Monaco wie "Fahrradfahren im Wohnzimmer" – während die riesige Weite in Indy am Renntag einen engen und aufregenden Wettbewerb verspricht.

Während Monaco am Sonntag zum Einschlafen war, da die Boxenstrategie zum großen Teil das Endergebnis bestimmte, war Indy alles andere als das. Fernando Alonsos Anwesenheit war natürlich der Hauptanziehungspunkt, aber sogar er wurde von dem wilden Rennsport und gewaltigen Unfällen in den Schatten gestellt.

Jetzt zieht die Formel 1 weiter nach Kanada, wo wir, aufgrund vergangener Grands Prix, einen aufregenderen Sonntagnachmittag erwarten können. Die nächste Station von IndyCar ist Detroit. Der Rennsport auf der Belle Isle wird super-eng sein, aber die Zuschauer vor Ort und am Fernseher werden nur ein Bruchteil dessen sein, was sie an diesem Wochenende waren.

Auch, wenn es für alle Betroffenen deprimierend ist, zeigt die Begeisterung um den Alonso-Faktor, dass er der Weltbühne noch immer etwas zu bieten hat.

Denken wir mal an die Mitte der 1990er Jahre und die Mansell/Villeneuve/Zanardi/Montoya-Jahre zurück, bevor die Auswirkungen dieser verdammten "Spaltung" wirklich zum Tragen kamen. Damals sah ich es als die amerikanische Antwort auf die Formel 1. In seiner aktuellen Form fühlt es sich aber eher an wie Formel 2.

Es wird einige Zeit dauern, aber wenn IndyCar einiges von dem Erfolg vom Sonntag mit einem stabilen Kalender wiederholen kann und vielleicht auch wieder über die heimischen Grenzen hinausschaut, könnten die guten Zeiten für mehr als 1 Wochenende im Jahr wiederkommen.

3: Alonso und Button wie in alten Zeiten

 Jenson Button, McLaren, walks back to the pits after retiring from the race

Foto: Andrew Hone / LAT Images

Das Rennen am vergangenen Wochenende fühlte sich wirklich an wie eines aus zwei Welten, besonders, als Alonso – der sich in Amerika auf sein Indy-500-Debüt vorbereitete – mit Jenson Button, der vor seinem F1-Comeback in Monte Carlo stand, ihm am Funk sagte, er möge gut auf sein Auto aufpassen.

Jenson scherzte, er würde "in den Sitz pinkeln" – und vielleicht gab es auch ein kleine undichte Stelle, als er Pascal Wehrlein auf die Seite kippte und in die Leitplanke schob.

Als Button sich abrackerte und dann vorzeitig ausfiel, nachdem er, nach einer beeindruckenden Vorstellung im Qualifying, von einer riesigen Startplatzstrafe lahmgelegt worden war, bekam Alonso in Indy an diesem Tag den ganzen Beifall.

Der zweimalige F1-Weltmeister gewöhnte sich an Indy wie ein Fisch ans Wasser und bis zum unvermeidlichen Honda-Motorschafen sah es aus, als sollte er um den Sieg mitkämpfen. Welch eine Ironie.

Das PR-Desaster für Honda wurde durch Takuma Satos Sieg etwas abgemildert, der seine beeindruckende PS-Leistung nutzte, um Helio Castroneves in den letzten Runden hinter sich zu halten.

Toll für Sato – man erinnere sich an die Art, wie er 2012 auf den Unfall in der letzten Runde reagierte, nachdem er so hart mit Dario Franchitti gekämpft hatte. Das hat er sich auf die harte Art verdient.

Für Alonso und Button war es aber das enttäuschende Ende, an das sie sich so gewöhnt haben.

4: Verstappen beschuldigt Team wegen Strategie

 Max Verstappen, Red Bull Racing RB13

Foto: Sam Bloxham / LAT Images

Nach ein paar Unfällen bei seinen 1. beiden Versuchen, hat Max Verstappen den Grand Prix von Monaco dieses Mal zumindest beendet, das reichte dem frühreifen Star der Formel 1 aber nicht.

Red Bull Racing hatte sich für einen relativ frühen Boxenstopp entschieden, und wie auch Räikkönen später herausfand, wäre es der richtige Weg gewesen, auf den, entgegen allen Erwartungen, langlebigen Ultrasoft-Reifen zu bleiben.

Nach den Boxenstopps fand sich Max hinter seinem Teamkollegen Daniel Ricciardo wieder und schimpfte am Funk über das "Piep"-Desaster.

Davon abgesehen hatte er das problemlose Wochenende, das er sich gewünscht hatte, aber er hielt sich sich sichtbar zurück, als er sagte, "wir hatten mit der Strategie Pech".

Teamchef Christian Horner sagte: "Die Strategie konnte in diese oder jene Richtung gehen. Darüber haben wir heute Morgen gesprochen. Wir haben einen zufriedenen und einen weniger zufriedenen Fahrer!"

Nach einem Vorsprung von 6 Zehntelsekunden im Qualifying auf seinen Teamkollegen dann im Rennen von ihm geschlagen zu werden, muss schon sehr ärgerlich sein. Und er ist in der Fahrerwertung Letzter der Fahrer der 3 großen Teams.

Es wird interessant sein zu sehen, wie er darauf reagiert...

5: Dixon hat sehr, sehr viel Glück

Scott Dixon, Chip Ganassi Racing Honda in a huge crash

Foto: Michael C. Johnson / Amarillo Globe News

Es ist nicht überraschend, dass Dixons spektakuläres Rennende beim Indy 500 am Montag die Schlagzeilen der Sportpresse beherrschte. Sein feuriger Abflug erregte die Aufmerksamkeit der schaulustigen Massen.

Dank der modernen Sicherheitsstandards konnte er von diesem gigantischen Unfall weghumpeln. Man fragt sich aber, was passiert wäre, wenn er nur ein paar Grad mehr nach rechts oder links abgehoben hätte.

Und was ist mit Helio Castroneves, der unter dem fliegenden Ganassi-Star durchfuhr?

"Nur etwas durchgeschüttelt, das war definitiv eine stürmische Fahrt", sagte Dixon nach seinen medizinischen Untersuchungen. "Das ist ein wilder Ritt, man wartet einfach ab. Ein großes Danke an Dallara für die Sicherheitsstandards."

Nur eine Woche, nachdem er nach der Pole-Position mit der Waffe bedroht und ausgeraubt worden war, sollte man denken, das er eine Pause verdient hätte, oder...

 

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Urheber Charles Bradley