Red Bull will in der 2. F1-Saisonhälfte mehr Punkte holen als Ferrari

Red-Bull-Teamchef Christian Horner will, dass sein Team mit Konkurrent Ferrari für den Rest der Formel-1-Saison 2017 zumindest mithalten kann.

Red Bull Racing hatte gehofft, nach den umfangreichen Änderungen im Reglement in diesem Jahr nach dem Titel greifen zu können. Der RB13 ist seit dem Saisonstart aber nur 3. in der Hackordnung.

Zwar konnte das Team das Leistungsdefizit auf Ferrari und Mercedes im Laufe der Zeit verringern, auf die Silberpfeile fehlen ihm bei noch 9 zu fahrenden Rennen in der WM-Wertung aber 173 Punkte, auf Ferrari 134.

Horner denkt zwar, dass diese Abstände unüberwindbar seien, hofft aber, dass Red Bull Racing von nun an zumindest mit Ferrari Schritt halten kann.

"Aus Sicht der Meisterschaft denke ich, der Abstand zwischen uns und Mercedes und den Ferraris ist zu groß, um das Blatt zu wenden", gab er zu. "Ich würde in der 2. Saisonhälfte aber gerne zumindest mehr Punkte holen als Ferrari."

"Und wenn wir bis zum Ende die Chance bekommen, bei einigen Rennen um Plätze auf dem Podium und vordere Positionen zu kämpfen, dann ist das ein realistisches und aggressives Ziel für uns."

Horner glaubt, dass Red Bull Racing, nach einem schwierigen Saisonstart, seit dem Grand Prix von Spanien kontinuierlich Fortschritte gemacht hat.

"Um ein Problem zu lösen, musst du es in Teile zerlegen und analysieren. Ich denke, die Jungs hier in der Technikabteilung haben einen sehr guten Job gemacht, das schnell zu schaffen."

"Natürlich gibt es da aber eine Vorlaufzeit von 1 Monat, 6 Wochen, um es zu korrigieren. Bis man soweit ist, sind die ersten paar Rennen schon vorbei."

"Es hat bis Barcelona gedauert, bis wir das 1. Paket einführen konnten, das diese Probleme angesprochen hat. Ab da haben wir angefangen, wirkliche Fortschritte zu machen."

"Ich denke, wir gehen in die richtige Richtung. Wir haben die Leistung des Autos seit Barcelona kontinuierlich verbessert und werden auch den Rest der Saison weiter Gas geben."

Vettel im Titelkampf stärker

Das Red-Bull-Duo Daniel Ricciardo und Max Verstappen hat im Titelkampf um den Fahrertitel 2017 nichts mitzureden. Die Wertung führt Sebastian Vettel an, der mit Red Bull Racing zwischen 2010 und 2013 4 Mal Weltmeister war.

Teamchef Horner sagt, Vettel sei "bemerkenswert stark", wenn es um den letzten Teil der Weltmeisterschaft gehe.

"Sebastian ist ein sehr fokussierter Mensch", sagte Horner. "Er ist mit Druck [während seiner Weltmeisterschaftsjahre bei Red Bull Racing] sehr gut umgegangen und es schien beinahe so, als ob er desto besser wurde, je mehr Druck er hatte."

"Besonders am Ende der WM-Saison war er mental und in seiner Herangehensweise bemerkenswert stark. Wenn es an die Überseerennen ging, wusste man, dass er, wenn er eine Chance auf den Titel hatte, abliefern würde."

Bei seinen Titeln 2011 und 2013 dominierten Vettel und Red Bull Racing, die anderen beiden wurden erst im letzten Saisonrennen entschieden.

2010 machte er beim letzten Rennen in Abu Dhabi einen Rückstand von 15 Punkten auf Fernando Alonso gut, 2012 lag er zwischenzeitlich 44 Zähler hinter dem Spanier.

"Seine Herangehensweise, sein Einsatz, seine Sorgfalt bezüglich der Details, seine Arbeitseinstellung, das waren alles Dinge, durch die er 4 aufeinanderfolgende Titel holen konnte."

"2 Mal, 2010 und 2012, war es spannend bis zur letzten Minute, besonders 2012. Er hatte, bis wir Europa verlassen haben, 1 Rennen gewonnen. Dann gewann er ab Singapur 4 in Folge."

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