F1 2017: Wehrlein verteidigt Saubers Verhalten bezüglich Verletzung

Pascal Wehrlein hat das Vorgehen von Sauber bezüglich seiner Rückenverletzung zu Beginn der Formel-1-Saison 2017 verteidigt.

Der Deutsche zog sich bei einem Crash beim Race of Champions in Miami eine Quetschfraktur an einem Nackenwirbel zu. Deshalb hat er den Vorsaisontest in Barcelona verpasst.

Nach dem Freien Training in Australien zog sich Wehrlein erneut zurück, da die Verletzung ihn weiterhin Probleme bereitete. Erst in Bahrain gab der junge Rennfahrer sein Comeback.

Am Montag twitterte Wehrlein erstmals ein Bild von sich in der Reha. Sie zeigt die Schwere seiner Verletzung zu diesem Zeitpunkt.

 

Auch wenn die Entscheidung, bei den ersten 2 F1-Rennen nicht anzutreten, Kritik aus verschiedenen Lagern erntete, sagte Wehrlein, er habe die Fotos nicht teilen wollen.

"Ich hätte es gedurft, aber wollte es einfach nicht", fügte er hinzu. "Ich mag es nicht, alles mit der Öffentlichkeit zu teilen."

"Ich nutze die sozialen Medien als Rennfahrer, der einfach seinen Job macht. Ich habe aber auch ein Privatleben, das ich nicht sehr oft in den sozialen Medien teile. Die Verletzung war etwas Privates."

Auch wenn die Schwere seiner Verletzung niemals wirklich ersichtlich war, betonte der Deutsche, Sauber hätte keinerlei Details verheimlicht.

Auf die Frage, ob die Geheimniskrämerei ein Fehler gewesen sei, antwortete er gegenüber Motorsport.com: "Nein, ich denke nicht. Die Menschen haben mich verurteilt, ohne zu wissen, was eigentlich los war."

"Jeder wusste, dass ich verletzt war. Ich musste erst das grüne Licht der Ärzte abwarten. Auch der Automobil-Weltverband (FIA) musste meiner Rückkehr zustimmen. Das geschieht nicht, wenn die Muskeln schmerzen."

"Wir haben verkündet, es sei eine Rückenverletzung, die ich überstehen werde. Wir haben niemanden belogen oder etwas verheimlicht. Das ist das, was wir gesagt haben. Die Leute haben dann ihre eigenen Geschichten kreiert."

Wehrlein betonte, das 1. F1-Rennen in Australien zu verpassen, sei sehr hart gewesen. Er hätte jedoch bereits bei der Anreise Zweifel bezüglich seiner Fitness gehabt.

"Ich wusste wie schlimm die Verletzung war. Auch das Team wusste es. Weder Mercedes noch Sauber haben mich zu irgendeinem Zeitpunkt unter Druck gesetzt, denn die Verletzung war recht ernst und hätte meine Karriere beenden können."

"Ich bin am 1. Tag in Melbourne ins Auto gestiegen und habe gemerkt, dass es noch zu früh war. Es war für mich natürlich sehr frustrierend."

Bildergalerie: Pascal Wehrlein in Sakhir

"Es war eine harte Zeit, aber ich möchte noch einmal betonen: Mercedes und Sauber haben mich zu nichts gezwungen. Die Unterstützung beider Teams war großartig."

"Die Wochen nach Melbourne waren wirklich hart für mich. Auch mental, denn ich wollte so schnell wie möglich ins Geschehen zurückkehren."

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