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Renault: Jolyon Palmer bleibt im Formel-1-Team, wenn...
Das Renault-Formel-1-Team ist bereit, Jolyon Palmer für 2018 zu behalten, wenn er es in der 2. Saisonhälfte schafft, seine bisher enttäuschenden Leistungen zu steigern.
Ben Anderson
Bearbeitet: 11.08.2017, 10:40
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Die ersten 11 Saisonrennen waren für Jolyon Palmer ein Kampf. Er holte keinen einzigen WM-Punkt und war seinem Teamkollegen Nico Hülkenberg im Qualifying regelmäßig unterlegen. Der Deutsche schaffte es 6 Mal in Q3, holte 26 Punkte und ist 10. der Fahrerwertung.
Palmers Vertrag läuft am Saisonende aus und Renault hat bereits Robert Kubicas Potential getestet, ob er ein Comeback in der Formel 1 geben könnte. Dazu testete der Pole kürzlich in Ungarn das aktuelle Auto des Teams, was erneute Fragen bezüglich Palmers Zukunft im Team aufwarf.
Renault-Geschäftsführer Cyril Abiteboul hat Palmer bezüglich seiner unmittelbaren Zukunft im Team beruhigt, nachdem in den Medien immer wieder spekuliert wurde, er könne sein Cockpit verlieren.
Renault hat öffentlich zugegeben, dass Kubica für einen Platz im Team 2018 infrage käme, Abiteboul erklärt aber, man sei bereit, Palmer zu behalten, wenn er für den Rest der Saison zulegen könne.
"Wenn er die Kurve kriegen kann, wie er es letztes Jahr geschafft hat, sind wir absolut offen für eine Zukunft zwischen dem Team und Jo für eine weitere Saison", sagte Abiteboul gegenüber Motorsport.com.
"Für das Team wäre Stabilität gut. Das wollten wir auch letztes Jahr. Nachdem mit Nico ein Wechsel stattfand, wollten wir nicht beide Fahrer auswechseln."
"Es könnte für ihn [Palmer] laufen, aber das liegt am Ende in seinen Händen."
"Er weiß, dass er momentan einen 1-Jahresvertrag hat und versteht, dass das Team für die Zukunft Optionen hat."
Weiterlesen:
- Formel 1: Renault-Boss dementiert Gerüchte um Jolyon Palmer
- Bildergalerie: Jolyon Palmer
Negativspirale
Abiteboul sagte, Palmer habe gezeigt, dass er zu guten Leistungen fähig sei, habe nach einigen schwachen Rennen, in denen er Fehler gemacht hat, aber sein Selbstvertrauen verloren.
"Wir haben bei Jo sehr gute Dinge gesehen, sowohl bei den Wintertests als auch während der Saison und während einer Session", sagte Abiteboul.
"Er kann aus dem Auto wirklich eine gute Geschwindigkeit herausholen, einen sehr guten Job machen, akkurates Feedback liefern und er ist dem Team sehr verbunden."
"Gleichzeitig hat er einige Fehler gemacht, Chancen verpasst. Ganz klar waren auch die Umstände bezüglich der Zuverlässigkeit nicht auf seiner Seite, die auf seiner Seite der Garage schlechter war."
"Ich glaube, dieser Mix hat ganz schnell dazu geführt, dass er sein Selbstvertrauen verloren hat – ein Mangel an Vertrauen in sich selbst, Probleme, sich durch die Schwierigkeiten durchzubeißen, auf die jeder Fahrer an einem Rennwochenende oder in einer Saison trifft."
"Und dieser Mangel an Selbstvertrauen hat eine Art Schneeballeffekt ausgelöst, der zu der Situation geführt hat, in der wir jetzt sind."
"Ich versuche wirklich nur, Jo zu schützen und ihm beinahe täglich mein Engagement und die volle Unterstützung des Teams zu versichern, um sein Vertrauen in sich selbst und ins Team wieder aufzubauen. Das ist nicht an einem Tag getan."
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