F1 in Silverstone: Verkauf der Strecke an Liberty Media keine Option
Die Möglichkeit, die Strecke in Silverstone an F1-Besitzer Liberty Media zu verkaufen, um den Grand Prix von Großbritannien zu retten, sei für die Besitzer des Kurses keine Option.
Am Dienstag hatte der British Racing Drivers Club (BRDC) bekanntgeben, die Option zur vorzeitigen Vertragsauflösung mit der Formel 1 nach der Saison 2019 zu ziehen.
Grund für den Schritt sei eine steigende Gebühr für den Promoter um jährlich 5 Prozent. Die Kosten würden also vom Jahr 2010, in dem sie 11,5 Millionen Pfund (rund 12,8 Millionen Euro) hoch waren, bis zum Jahr 2026 auf 25 Millionen Pfund (rund 28 Millionen Euro) steigen.
Es gab Gerüchte, dass Liberty Media die Strecke im englischen Silverstone aufkaufen würde, um dort zusätzlich ein F1-Zentrum und -Testgelände zu errichten. So hätte die Präsenz der Formel 1 in Großbritannien erhöht werden können.
BRDC-Vorsitzender John Grant hat das Szenario in der einer Pressekonferenz am Dienstag jedoch heruntergespielt.
Auf die Frage von Motorsport.com, wie die Zukunft der Strecke aussehen würde, antwortete Grant: "Wir wiegen mit Liberty Media alle Möglichkeiten ab, um einen guten Weg zu finden, den Großen Preis von Großbritannien auch in de Zukunft auszutragen."
"Wir sehen uns selbst als die Beschützer des britischen Motorsports an. Um die langfristigen Ziele zu erreichen, sollte der BRDC weiterhin die Strecke besitzen. Den Kurs zu verkaufen, steht daher zurzeit nicht auf unserer Agenda."
Grant betonte zudem, das Ziel sei, wieder in Verhandlungen mit der Formel 1 zu treten, um einen finanziell faireren Vertrag abzuschließen.
"Dem BRDC geht es nicht darum, mit dem Grand Prix ein Vermögen zu verdienen. Wir sind aber auch kein Wohltätigkeitsverein."
Keine Hintergedanken
Die Entscheidung des BRDC, die Option zu ziehen, wurde vom Formel-1-Management heftig kritisiert. Es sagte, es ginge nur darum, seine Verhandlungsposition zu verbessern.
Silverstone-Sportdirektor Stuart Pringle betonte jedoch, dass der Club die Entscheidung nicht leichtfertig getroffen habe. Die Besitzer seien sich dem Risiko bewusst, das F1-Rennen zu verlieren.
Auf die Frage, ob man nicht bis nach dem F1-Rennen in Silverstone, das am kommenden Wochenende stattfindet, mit der Bekanntgabe hätte warten können, antwortete er: "Das ist eine berechtigte Frage. Es gibt nur einen Zeitpunkt, vor dem Vertragsende aus dem Kontrakt herauszukommen und Geld zu verlieren: Das Jahr 2019."
Bildergalerie: Der Grand Prix von Großbritannien 2016
"Wir müssen die Option genau 2 Jahre vor diesem Datum ziehen. Daher mussten wir es vor dem Start des Events in Silverstone machen. Heute war der letzte Tag, um es zu tun. Daher hatten wirk eine andere Möglichkeit."
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