Nach F1-Crash in Baku: Sergio Perez fordert Umdenken von Esteban Ocon

Force-India-Pilot Sergio Perez sieht in Esteban Ocon den Schuldigen für den Crash der beiden Teamkollegen im F1-Rennen in Baku und hofft auf eine Änderung der Einstellung von Ocon.

Beim Grand Prix von Aserbaidschan kämpften die beiden F1-Piloten um einen potenziellen Podiumsplatz. Nach einem Restart kollidierten sie miteinander, weshalb für beide das Rennen frühzeitig beendet war.

Laut Perez sei der Crash abwendbar gewesen. Trotzdem würde er keinen Grund für das Team sehen, in Zukunft in den Kampf der beiden Fahrer einzugreifen. Er glaubt jedoch, dass Ocon seine Einstellung überdenken müsse.

Im Vorfeld des Grand Prix von Österreich betonte Perez, das Team würde keinerlei Teamorder benötigen. Jedoch müsse klar definiert sein, was es heißt, wenn Teamkollegen gegeneinander frei Rennen fahren dürften.

"Wenn das Team uns erlaubt, gegeneinander zu kämpfen, man aber von seinem Teamkollegen in die Mauer gedrückt wird, ist es nicht der richtige Weg", erklärte Perez.

"Ich erwarte, dass er intelligent genug ist, um zu verstehen, was er falsch gemacht hat. Hoffentlich wird er seine Einstellung zum Wohle des Teams ändern."

Er fügte hinzu: "Esteban muss verstehen, was es heißt, Rennen zu fahren. Rennen fahren bedeutet, gegeneinander zu kämpfen und nicht den anderen abzuschießen. Alle Teamkollegen im Feld haben die Erlaubnis, gegeneinander zu fahren. Jedoch muss es mit Respekt gegenüber den anderen Rivalen geschehen."

"In 4 Jahren hatte ich mit Nico [Hülkenberg] kein einziges Problem, obwohl es keine Regeln gab. Wir haben uns immer harte Zweikämpfe geliefert. Wenn Esteban versteht, wie wir uns auf der Strecke verhalten müssen, wird alles in Ordnung sein."

Ein unnötiger Unfall

Laut Perez sei der Crash sehr frustrierend gewesen, da Ocon schon an ihm vorbei gekommen wäre. Daher sei der Kontakt zwischen den beiden Teamkollegen unnötig gewesen.

"Er hatte sein Manöver bereits durchgeführt", erklärte der Mexikaner. "Wir können die Schuld auch nicht auf den Randstein schieben, da wir bereits auf der Geraden waren. Dort haben wir uns erst berührt. Er war schon vor mir, hat aber mir aber zu wenig Raum gelassen."

"Der Kontakt war daher völlig unnötig. Man muss kein Genie sein, um zu verstehen, was in Baku passiert ist."

Perez bestätigte, dass es zwischen den beiden Force-India-Piloten noch keinerlei Aussprache gegeben habe. Das Team sei jedoch über die verpasste Chance sehr unglücklich. Der Vorfall sei vor allem deshalb sehr frustrierend, da er genau einem Rennen nach der Kontroverse in Kanada geschah, durch die Ocon ein Platz auf dem Podium verpasst hatte.

"Was in Baku geschehen ist, ist völlig unakzeptabel für das Team", betonte Perez. "In all meinen Jahren hatte ich immer intensive Zweikämpfe mit meinen Teamkollegen. Es ist aber nie eskaliert. Es gab keinerlei unnötige Unfälle."

Bildergalerie: Sergio Perez in Baku

"Ich habe ihn für sein Manöver genügend Platz gelassen. Er war bereits vor mir. Es gab also keinen Grund, unser beider Rennen zu vermasseln. Schlussendlich musste das Team den Preis dafür bezahlen."

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