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Formel 1: So will Ross Brawn neue Motorenhersteller anlocken
Der neue Technikchef der Formel 1, Ross Brawn, hat eine genaue Vorstellung davon, wie er neue Motorenhersteller für die Rennserie begeistern will.
Ben Anderson
Bearbeitet: 04.07.2017, 09:47
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Denn die Hybrid-Ära seit 2014 hat gezeigt: Neue Hersteller stehen nicht gerade Schlange, um der Formel 1 beizutreten, weil die Antriebsstränge inzwischen sehr komplex und teuer sind.
Und: Der anhaltende Misserfolg von Honda wirkt abschreckend. Der japanische Hersteller fährt seit der Formel-1-Saison 2015 nur hinterher – auch, weil Honda erst 1 Jahr nach der Einführung der neuen Hybrid-Regeln eingestiegen ist.
Brawns Mission ist daher, neuen Marken den Formel-1-Einstieg zu erleichtern.
"Unter dem neuen Reglement [ab 2021] sollten wir in Erwägung ziehen, dass neue Hersteller, die nach der Einführung der neuen Regeln zusteigen, anfangs zusätzliche Unterstützung benötigen könnten", meint Brawn.
Die Formel 1 könnte einem neuen Hersteller zum Beispiel mehr Entwicklungstoken an die Hand geben, sogar über Jahre hinweg. Damit, so Brawn, wäre die Marke besser dazu in der Lage, den Anschluss an die etablierten Motorenlieferanten herzustellen.
Für die aktuell strauchelnde Marke Honda schließt er Sonderbedingungen allerdings aus. "Sie bekommen keine technischen Spezialregeln. Ich werde ihnen auch nicht sagen, wie sie ihren Motor bauen sollen. Doch wenn wir ihnen irgendwie helfen können, dann tun wir das gern – im Rahmen unserer Möglichkeiten", erklärt er.
In jedem Fall soll die Formel 1 der Zukunft nicht mehr in der Form vom Antriebsstrang abhängig sein wie derzeit. "Der Motor sollte ein Leistungsmerkmal sein, aber ein nicht zu großes", sagt Brawn. "Der Motor darf nicht der dominante Faktor sein."
Die Grundlagen dafür müssten von Anfang an im Regelwerk hinterlegt sein. "Denn wenn du hinterher versuchst, Anpassungen vorzunehmen, ist das nicht nur schwierig, es wird auch emotional, kontrovers und du verärgerst Leute", meint Brawn.
"Die aktuellen Antriebsstränge sind technisch beeindruckend. Doch ein neuer Hersteller hat seine liebe Not damit, zur Spitze aufzuschließen. Wir wollen es nicht zu einfach machen, aber wir wollen Hersteller dazu in die Lage versetzen, binnen 3 Jahren konkurrenzfähig zu sein."
Eben dies hat Honda nicht geschafft. Die Marke hat selbst im 3. Jahr größte Probleme, einen zuverlässigen und leistungsstarken Antriebsstrang an den Start zu bringen.
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