Gehalt von Chase Carey hängt vom Erfolg der Formel 1 ab

Liberty Media hat bestätigt, dass das Gehalt von F1-Geschäftsführer Chase Carey vom finanziellen Erfolg der Firma abhängt, die er leitet.

Im Zeitraum April bis Juni 2017 hat die Formel 1 616 Millionen Dollar (525 Millionen Euro) verdient. Das sind 3 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, als Bernie Ecclestone noch am Ruder war.

Der Nettobetriebserfolg ist jedoch von 90 Millionen Dollar (77 Millionen Euro) auf 45 Millionen gefallen, ein Rückgang von 50 Prozent, da die Betriebsausgaben und andere Ausgaben gestiegen sind.

Bezüglich der Vereinbarung, die mit Chase Carey getroffen wurde, sagte Liberty-Chef Greg Maffei: "Wir planen nicht, seinen Vertrag publik zu machen, ich wollte aber sagen, dass der größte Teil von Chases Gehalt erfolgsabhängig ist und direkt vom finanziellen Erfolg der Formel 1 oder dem der Aktien der F1-Gruppe abhängt."

Gleichzeitig bestätigte Carey, dass die Kosten der F1-Gruppe steigen werden, wenn sie weiter Führungspersonal einstellt. Darüber hinaus hat sie weitere Investitionen auf Gebieten wie dem Event in London und neuer digitaler Technologie getätigt.

"Der Personalbestand betrug 70 bis 75 und hat sich jetzt etwa verdoppelt", sagte Carey. "Wir bauen ihn noch weiter aus. Wir haben den größten Teil des Führungspersonals eingestellt, noch ist das Team aber nicht vollständig."

"Es ging um etwa 50 Millionen Dollar pro Jahr (43 Millionen Euro) und wenn wir in diesem Herbst über die Planungen und das Budget sprechen, wird das wahrscheinlich angepasst. Es geht um mehr als nur das Personal. Wir hatten Events wie die F1 live in London und wir denken, dass diese Art Events sehr wichtig sind, um die Fans besser einzubinden."

"Wir arbeiten mit Partnern auf digitaler Ebene. Wir haben keine echte digitale Plattform, also haben wir investiert, um eine künftige digitale Plattform zu unterstützen. In den nächsten paar Monaten werden wir unsere Pläne diesbezüglich zum 1. Mal weiterentwickeln"

Carey betonte, dass die Pläne für Ausgaben noch immer nicht fix seien. "Ich denke, wir haben eine grobe Richtung, in die wir gehen wollen, aber ein großer Teil unserer Planungen und Budgetierung ist noch in Arbeit, da immer noch mehr Leute dazukommen. Realistisch waren 3 von uns vor 3 oder 4 Monaten in einem Übergangsbüro. Ganz sicher werden diese Pläne bis zum Jahresende weiterentwickelt werden."

Carey hat einige interessante Informationen zum Steuerabkommen zwischen der F1 und Großbritannien enthüllt. Um die Verbindlichkeiten zu senken, sollen Zinszahlungen genutzt werden. Das war früher bereits das Standartverfahren.

"Wir haben einen teuren Kredit von 1 Milliarde Dollar (852 Millionen Euro) eliminieren können und haben zudem unsere anderen Schulden neu bepreisen lassen. Zudem wurden wir von den Ratingagenturen hochgestuft. Der kombinierte Effekt war eine Reduktion der jährlichen Zinszahlungen von bis zu 90 Millionen oder sogar mehr."

"Da das britische Steuergesetz in naher Zukunft geändert werden und die Abzugsfähigkeit von Zinszahlungen auf einen Prozentsatz von EBITDA gedeckelt werden soll, wäre die Zinsersparnis bei unserem aktuellen Ertrag vor Steuern bei Steuerberechnungen nicht mehr abzugsfähig."

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