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Formel 1
F1-Chef Carey will "berühmt berüchtigtes" Concorde Agreement ersetzen
Der neue Formel-1-Chef Chase Carey will mit den Teams kein neues Concorde Agreement aushandeln, sondern eine neue zeitlich unbegrenzte "Partnerschaft" schließen, wenn das aktuelle Agreement 2020 ausläuft.

Adam Cooper
Bearbeitet: 17.05.2017, 14:08
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Alles, was die neuen Besitzer in der Formel 1 in den nächsten 3 Jahren machen wollen, unterliegt den Beschränkungen des Concorde Agreements. Carey will das Agreement für die Zukunft durch eine weniger kontroverse Vereinbarung ersetzen.
"Wir haben ein berühmt berüchtigtes Dokument namens Concorde Agreement", sagte Carey. "Das ist der Vertrag, der alle 6 bis 8 Jahre erneuert wird und die finanziellen Arrangements mit den Teams definiert. 2020 steht er wieder an."
"Ich denke, unser Ziel ist es, eine längerfristige Partnerschaft zu schaffen, keine Partnerschaft, bei der es einen bestimmten Zeitpunkt gibt, an dem man die nächsten 8 Jahre neu verhandelt, wie es weitergeht."
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Carey sagte, dass die Tatsache, dass es eine Deadline für den nächsten Vertrag gibt, immer Probleme aufwerfe, da die einzelnen Parteien darum kämpfen würden, für sich den besten Deal zu bekommen. Das würde immer eine gewisse Unsicherheit schaffen und Planungen für die Zukunft schwierig machen.
"Das schafft unsportliches Verhalten. Wenn es diesen Zeitpunkt gibt, dann posieren die Leute und überlegen, 'was kann ich dabei für mich herausschlagen?'"
"Ich hätte es gerne, dass alle immer 3 Jahre nach vorne schauen, nicht an einen bestimmten Zeitpunkt. Ich denke, dass sie da alle gerne hin wollen, aber wir müssen es lenken."
Der neue Formel-1-Chef ist zuversichtlich, dass die Teams sich seiner Vision, zum Wohl aller zu arbeiten, anschließen werden, wenn ihnen klar wird, dass es am Ende allen nützt, wenn der Sport expandiert.
Trotzdem werde es sicher nicht einfach, die existierende Kultur zu ändern, gab er zu.
"Was wir tun, ist, dass wir sagen, wir arbeiten als Partner, die auf der Strecke gegeneinander fahren, aber eine Vision teilen, wo wir als Sport hin wollen und den Lohn teilen, der aus der Zusammenarbeit entsteht."
"Das ist ein Sport, bei dem historisch jeder etwas für sich selbst arbeitet und alle gegeneinander ausspielt und das führt dann dazu, dass '1 plus1, eineinhalb ergibt'."
"Wenn man sich zusammentun könnte und herausbekommen, was der richtige Weg nach vorne für alle ist, könnte man aus '1 plus 1 ergibt 3' machen. Das ist unser Ziel. Die Kultur dieses Sports zu ändern, der einige einzigartige Aspekte besitzt, und eine neue Kultur zu kreieren. Ich habe bisher ein gutes Gefühl, da die Pläne, das zu tun, sehr gut angenommen werden."
"Es besteht kein Zweifel, dass es einige Zeit dauern wird, eine Kultur zu ändern, die so lange Bestand hatte. Ich denke aber, es ist eine Gelegenheit, etwas zu ändern und wirklich eine längerfristige Beziehung aufzubauen, die uns beiden zugutekommt."
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