F1-Chef Chase Carey: Standardteile in der Formel 1 kein Tabu
Formel-1-Geschäftsführer Chase Carey hat erklärt, die Einführung von Standardteilen in der F1 sei durchaus möglich.
Die Budgets der Formel-1-Teams variieren gewaltig. Ferrari gab im vergangenen Jahr etwa 365 Millionen Euro aus, Teams wie Force India und Sauber kamen mit 100 bis 105 Millionen aus.
McLaren-Geschäftsführer Zak Brown hat sich in der Vergangenheit bereits für eine Budgetobergrenze ausgesprochen und meinte auch, "einige denken, wir sollten einige Teile standardisieren".
Carey hat nun bestätigt, dass Standardteile in der Formel 1 eine Option seien, da die Kosten verringert werden müssten. Er stimmte jedoch auch Liberty-Sportchef Ross Brawn zu, dass "das Niveau der Technik nicht gesenkt werden" solle.
"Es gibt viele Wege zum Ziel, sei es eine Kostenobergrenze oder andere Wege, die Schlüsselkomponenten des Autos anzugehen", sagte Carey.
"Wir wollen nicht das Auto standardisieren. Wir denken, es ist sehr wichtig, auch weiterhin einen Sport zu haben, in dem Wettbewerb und hochmoderne Technologie vereinigt sind."
"Wir wollen das Niveau der Autos nicht senken, ich denke aber, wir können einzelne Komponenten standardisieren."
"Wir suchen natürlich nach Wegen, das zu thematisieren, was einige Teams insbesondere ausgeben. Das würde die allgemeine Wirtschaftlichkeit des Geschäfts verbessern und allen zugutekommen – und auch den Wettbewerb verbessern."
Welche Teile die Formel 1 standardisieren will, ist nicht bekannt, Brown nannte aber schon früher die Aufhängung als Beispiel für "Teile, die die Show nicht verbessern und bei denen die Fans den Unterschied nicht bemerken".
Carey erklärte auch, es haben schon Meetings mit den Teams gegeben, bei denen eine Kostenbremse besprochen wurde. Trotzdem sei das Ziel nicht, alle Budgets zu vereinheitlichen.
"Eine der Herausforderungen, die wir heute haben, ist, dass die Ausgaben einer Handvoll Teams ganz klar auf einem Level sind, die sich von denen anderer sehr unterscheiden. Die Ergebnis kann man auf der Strecke sehen", sagte Carey.
"Wenn wir die Kosten also in einen Bereich bekommen können, in dem sie vergleichbarer sind – nicht gleich – kann das den Wettbewerb und die Wirtschaftlichkeit des Geschäfts verbessern."
"Wir haben diesen Prozess mit den Teams begonnen und hatten einige vorbereitende Meetings."
"Es gibt wichtige Dinge, die angesprochen werden müssen, wie der Motor, der wahrscheinlich das komplizierteste Teil des Autos ist."
"Unser Ziel ist es sicher, diese Kosten anzugehen und wir denken, der Sport wird auf vielen Ebenen davon profitieren."
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