Jetzt auch in Kurven stark: Force India wittert Top-3-Luft in der F1

Force India wittert nach den starken Eindrücken aus Malaysia Morgenluft und will sich mit Erfolgen aus der Saison verabschieden. Laut Ocon sind "große Dinge möglich".

Jetzt auch in Kurven stark: Force India wittert Top-3-Luft in der F1
Esteban Ocon, Sahara Force India VJM10
Esteban Ocon, Sahara Force India VJM10 and Felipe Massa, Williams FW40 battle for position
Esteban Ocon, Sahara Force India F1
Esteban Ocon, Sahara Force India F1 VJM10, Lance Stroll, Williams FW40, Felipe Massa, Williams FW40
Esteban Ocon, Sahara Force India VJM10
Esteban Ocon, Sahara Force India F1 VJM10
Esteban Ocon, Force India
Sergio Perez, Sahara Force India, #FuerzaMexico hashtag in support of the Mexico earthquake victims
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32 and Sergio Perez, Sahara Force India VJM10 battle
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32 and Sergio Perez, Force India VJM10 at the start of the race
Sergio Perez, Sahara Force India VJM10
Sergio Perez, Sahara Force India F1 VJM10
Sergio Perez, Sahara Force India F1 VJM10

Rang vier in der WM dürfte Force India mittlerweile relativ sicher sein, doch die jüngste Performance macht bei dem Team aus Silverstone Lust auf mehr. Nun möchte Force India sogar die Topteams angreifen. "Mit dem Auto, das wir derzeit haben, sind große Dinge möglich. Wirklich große Dinge", ist Esteban Ocon gegenüber 'Motorsport.com' überzeugt. "Wenn wir es richtig hinbekommen, können wir sogar nah an denen vor uns sein."

Diese Worte wählte der Franzose nach dem Qualifying am Samstag. Ocon hatte Rang sechs belegt und lag sieben Zehntelsekunden hinter Mercedes-Pilot Valtteri Bottas. Zwar reichte es im Rennen aufgrund einiger Scharmützel nur für Rang zehn bei Ocon, doch die Aussagen geben das neue Selbstverständnis bei Force India wieder. Das Team steckt voller Selbstvertrauen.

Ein Blick in die WM-Tabelle zeigt warum: Mit Ausnahme von Monaco konnte man in jedem Rennen punkten - abgesehen von zwei weiteren Rennen sogar stets mit beiden Autos. Und in jenen beiden Rennen versaute man sich diese Statistik durch eine teaminterne Kollision der beiden Piloten sogar selbst (Baku und Spa-Francorchamps). Und dann wäre auch das wohl überfällige Podium schon auf der To-do-Liste abgehakt gewesen.

Nicht mehr nur auf den Geraden schnell

"Zu Saisonbeginn hatten wir mit Sicherheit nicht das schnellste Auto im Mittelfeld, aber das ist egal, weil wir am Ende immer da waren, wenn es darauf ankam", sagt Ocon. Das hat dem Team einen guten Vorsprung vor Williams oder Renault gebracht. Mittlerweile hat man diese Teams auch in Sachen Performance deutlich im Griff. Die Updates bei Force India funktionieren. "Wir fangen an, die Performance zu haben", stellt Ocon heraus.

"Wir hatten viele Updates am Auto und haben auch weiterhin welche", lobt der Franzose die Entwicklung seines Teams. Zuletzt machte Force India mit einem aufsehenerregenden Stegosaurus-Update von sich Reden, als man zahlreiche kleine Flügel auf der Heckfinne platzierte, um mehr Abtrieb zu generieren. Dadurch hat das Team nun nicht mehr nur den Vorteil des Mercedes-Motors auf den Geraden, sondern ist auch in den Kurven gut dabei.

"Es ist einfach schön, hier mit so viel Abtrieb zu fahren", lacht Ocon in Malaysia - wohl wissend, dass das auch bei den kommenden Strecken in Suzuka, Austin und Mexiko-Stadt von Vorteil sein könnte. Dass man auf einer Downforce-Strecke wie Malaysia so nah an der Konkurrenz war und im Falle von Sergio Perez trotz Krankheit alle Mittelfeld-Konkurrenten deutlich im Griff hatte, stimmt Ocon zuversichtlich.

Force India kämpft weiter

Ist sogar das Podium im weiteren Saisonverlauf in Reichweite? Bei Force India sieht man das Ende der Fahnenstange auf jeden Fall noch nicht erreicht: "Mit jedem der Upgrades haben wir Verbesserungen erzielt", betont Betriebsdirektor Otmar Szafnauer. "Mit jeder Fahrt lernen wir mehr. Wir lernen, wie die Reifen mit dem Upgrade funktionieren, was eine gute Balance ist, und wir optimieren dabei das Set-up."

Hinzu kommt, dass Mercedes jüngst ein neues Motoren-Update eingeführt hat, das Force India ebenfalls hilft, an Red Bull heranzukommen. Laut Szafnauer mache das im Qualifying vielleicht etwas mehr als eine Zehntelsekunde aus. Wichtig sei aber vor allem die verbesserte Zuverlässigkeit. "In den letzten Saisonrennen wird jeder bei seinem letzten Motor angekommen sein - und wenn unserer zuverlässig ist, sollte das helfen", sagt er. "Zumindest schadet es nicht."

Und obwohl der vierte Platz abgesichert scheint, will man bei Force India nicht nachlassen: "In diesem Spiel sollte man niemals nie sagen", so Szafnauer. "Es ist nicht vorbei, bis der Vorhang gefallen ist, von daher werden wir nichts als gegeben ansehen. Wir müssen weiter Gas geben." Das kann aber auch als Angriff nach vorne verstanden werden, denn bekanntlich seien mit dem VJM10 "große Dinge" möglich. Der schriftliche Beweis steht in dieser Saison jedoch noch aus.

Mit Informationen von Jonathan Noble

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