F1-Geschichte: Wie Ronnie Peterson seine Karriere wieder aufleben ließ

Ronnie Peterson ist eine echte Formel-1-Legende - In einem Interview vor seinem Tod im Jahr 1978 verriet er spannende Details über seine Karriere

F1-Geschichte: Wie Ronnie Peterson seine Karriere wieder aufleben ließ

Vor 48 Jahren hat Ronnie Peterson sein erstes Formel-1-Rennen gewonnen. In seiner Karriere mauserte sich der Schwede zu einer wahren Legende in der Geschichte der Königsklasse. Am 7. September 1978 wurde im 'Autosport Magazin' ein Interview veröffentlicht - also nur wenige Tage vor dem verhängnisvollen Massencrash im italienisch Monza, den er nicht überlebte.

Die Sonne knallte und in der Ferne waren Motorgeräusche zu hören, mal lauter, mal leiser. Die Hügel verschluckten die Töne des Gefährts. Es war nur ein kleiner Moment der Vorfreude geblieben, bevor einer der größten Formel-1-Piloten plötzlich auftauchte.

Peterson fuhr auf seinem Lieblingskurs. Nass geschwitzt wegen der Sommerhitze kam er immer näher. Er traf die Scheitelpunkte und fuhr Rundenzeiten von rund 3:30 Minuten - mit einer Geschwindigkeit von rund 6,5 Kilometern pro Stunde.

6,5 Kilometer pro Stunde? Er war in seinem Leben oftmals deutlich schneller unterwegs. Seine Lieblingsstrecke war aber sein Garten und er saß auf einem elf PS starken Aufsitzrasenmäher.

Er erhob sich bedächtig aus dem Sitz, als er an der Terrasse seines Postkartenhauses in der ruhigen Landschaft von Berkshire außerhalb von Maidhead ankam. Peterson tat nie etwas schnelles, wenn er nicht im Rennwagen saß. Er zeigte auf die Unterseite des Rasenmähers, wo das Rotorblatt zirkulierte.

"Da seht ihr es", grinste er gegenüber 'Autosport'. "Ich habe die ganze Zeit schon mein eigenes, geheimes Ground-Effect-Auto." Nur gut, dass sich der große, schwerfällige Schwede seinen Humor bewahrt hatte. Denn wenn er seinen Enkeln die Geschichte seines Lebens erzählte, hat er sich wahrscheinlich an 1978 als das Jahr erinnert, in dem sein eigener Kindheitstraum, Weltmeister zu werden, beinahe Realität wurde. Der Traum platzte aber, weil er den Titel kampflos einem anderen Fahrer überlassen musste.

Das Jahr, in dem der Super-Schwede Zweiter wurde

Ronnie Peterson

Peterson fuhr 1978 für Lotus Formel 1

Foto: Motorport Images

Einige sogenannte Experten sagten bereits, dass 1978 das Jahr war, in dem Peterson "zurückgekommen" war. Wenn es nach dem Rennfahrer geht, war er nie weg. Er war wenn überhaupt nur zur falschen Zeit am falschen Ort.

Bis zu einem gewissen Grad konnte man es den Zynikern nicht verdenken, dass sie ihn abgeschrieben hatten. Sechs WM-Punkte 1975, zehn 1976 und sieben 1977 - das war nicht gerade ein Ruhmesblatt, und selbst die wankelmütigen Formel-1-Teamchefs schlossen sich den Zweiflern an.

Er habe seinen Teil getan, sagten sie. Jetzt sei er reich, er habe ein schönes Haus, eine reizende Frau und eine kleine Tochter. Warum solle er seinen Hals riskieren, wenn er das alles zu verlieren habe?

Sie versteckten alle ihr Lächeln, denn Peterson sprach selbst von der schlechtesten Saison überhaupt mit Tyrrell - eine Partnerschaft, die große Erwartungen geschaffen hatte, die nie erfüllt wurden. Ken Tyrrell - der damals das Fahrzeug mit sechs Rädern einsetzte - selbst sagte aber, er habe Peterson niemals ein siegfähiges Auto zur Verfügung stellen können, was er sehr bereute.

Doch selbst die Kritiker waren überrascht, als der Schwede verkündete, in den Zirkus zurückzukehren, um eine neue Herausforderung als Nummer-2-Fahrer beim Team Lotus anzunehmen.

War es nicht das Lotus-Team, das ihm 1975 eine virtuelle Antiquität zur Verfügung gestellt hatten, in der er gegen den Rest der Gladiatoren antreten konnte? Und war es nicht Colin Chapman, mit dem er sich öffentlich zerstritt, als die Lotus-Blüte im folgenden Jahr in Interlagos unter der prallen Sonne verwelkte und fast starb?

Die Trennung war schon lange absehbar. Vor der Saison 1975 sah es so aus, als ob sich ein enttäuschter Peterson Shadow anschließen würde, was aber nie geschah. Nach der Saison startete Chapman einen erstaunlichen Angriff auf die modernen Grand-Prix-Fahrer, die er die "Neunzig-Prozentler" nannte. Er war offenbar bereit, Peterson gegen einen anderen Vertragsfahrer auszutauschen, wenn der Deal stimmte, aber es gab Probleme mit dem Sponsoring.

Ronnie Peterson

Peterson gilt als große Formel-1-Legende

Foto: Motorport Images

Kurz bevor er seinen Helm einpackte und sich auf den Weg in Richtung March machte, sagte mir ein wütender Peterson: "Chapman macht eine schlechte Phase durch und er muss jemanden haben, an dem er sich abreagieren kann."

Warum ging er zurück?

"Ich hatte viele Angebote von anderen, kleineren Teams, um Nummer-eins-Fahrer zu werden", sagte Peterson. "Aber ich weiß, wie wichtig es ist, bei einem der großen Teams zu sein. Ich habe mir die Dinge genau angeschaut und wusste, dass ich in dieser Phase meiner Karriere Colin Chapman brauche. Er ist immer noch der brillanteste Konstrukteur der ganzen Meute, und ich wusste, dass er ein Auto hat, mit dem ich gut fahren kann."

"Natürlich war es nicht so gut, eine Saison wie vergangenes Jahr zu haben, aber ich habe immer noch an mich geglaubt und ich dachte, dass meine beste Chance bei Lotus liegt", so Peterson weiter. "Ich fragte Colin nach den Möglichkeiten, denn ich wusste, dass Gunnar Nilsson einen Wechsel plante und dass Mario Andretti mit Ferrari im Gespräch war. Und hier bin ich nun."

Ganz so einfach war es natürlich nicht. Es gab viele Gerüchte, dass Peterson das Cockpit über seinen langjährigen Unterstützer Polar Caravans bezahlt hatte. Und andere, noch faszinierendere Gerüchte ließen verlauten, dass Andretti wütend über die Wahl von Peterson als sein Teamkollege war und Garantien für seinen eigenen Nummer-eins-Status forderte.

Peterson bestand darauf, dass beide Geschichten aus der Luft gegriffen waren. "Ich habe zwar einen Sponsor mitgebracht, aber ich habe sicher nicht für das Cockput bezahlt", sagte er und war schon bei dem Gedanken daran wütend. "Es war kein Unterschied, ob ich Polar zu Lotus brachte oder Niki Lauda Parmalat zu Brabham."

"Was die Reaktion von Mario angeht, so stand das alles in der Presse. Wir hatten eine Diskussion, bevor ich unterschrieben habe, und wir haben darüber gesprochen, wie Mario am besten die Meisterschaft gewinnen kann und wie ich diesem Ziel nicht im Weg stehen würde."

"Es gab kein Problem. Tatsächlich kommt man mit Mario sehr gut aus. Ich habe ihn in seinem Haus in Amerika besucht und er war oft hier, wenn er in England war", so Peterson.

Ronnie Peterson

Peterson im Lotus an der Spitze des Feldes

Foto: Motorport Images

Die Strategie für den Lotus-Masterplan stand also fest. Andretti als kommandierender Offizier, Peterson als sein Leutnant. Ihre Waffe sollte der Lotus 78 sein, bis der neue 79er einsatzbereit war. Alles, was noch fehlte, war die Ausführung - und die funktionierte problemlos.

Während sich der Formel-1-Zirkus auf den letzten Europa-Grand-Prix der Saison in Italien zubewegte, hatte Lotus einen weiteren Konstrukteurstitel errungen und die Anzahl der Siege von Ferrari egalisiert, während Andretti mit zwölf Punkten Vorsprung auf Peterson in der Gesamtwertung ganz vorn lag.

Vor dem Grand Prix der Niederlande schien es nur eine Bedrohung für die schwarz-goldene Vorherrschaft zu geben - und das war eine Peterson-Meuterei. Doch nachdem er in Zandvoort, wo Andretti mit einem gebrochenen Auspuffrohr kämpfte, diesen vor dem angreifenden Lauda geschützt hatte, waren die letzten Befürchtungen wohl ausgeräumt, dass Peterson das Fass zum Überlaufen bringen könnte.

Kein Problem mit Teamorder bei Lotus

Nach Ronnies Ansicht war das Rennen in den Niederlanden das erste nach zwölf Grands Prix, das er dazu hätte nutzen können, das Ergebnis zu verändern, wenn er denn die Teamorder missachtet hätte.

"Ich habe Mario nicht geholfen, seine Punkte zu bekommen", sagte er. "Teamorder hat keine Rolle gespielt, weil sich die Situation immer von selbst ergeben hat. In den Rennen, in denen ich Zweiter wurde, hätte ich ihn ohnehin nicht schlagen können. Es hätte kaum einen Unterschied gemacht, wer die Nummer eins und wer die Nummer zwei war."

"Wir haben in mehreren Rennen auf den Plätzen eins und zwei gelegen, wenn einer von uns in Schwierigkeiten geraten ist. Insofern ist es für mich überhaupt nicht schwierig gewesen, die Vereinbarung zu erfüllen", erklärte Peterson.

Andretti und Peterson

Die Lotus-Teamkollegen Andretti und Peterson im direkten Kampf

Foto: Motorport Images

Peterson hätte den Weltmeistertitel sicher angenommen, wenn er ihm durch Andrettis Pech einfach in die Hände gefallen wäre. Das war immerhin noch möglich.

Schnell wies er auf die Strecken hin, auf denen er schneller als der Amerikaner gewesen war - und er konnte seinen Ehrgeiz nicht verbergen, als er von seinem One-Man-Show-Triumph in Österreich sprach.

"Das war ein Rennen, bei dem ich im Training wieder um einiges schneller war als Mario", sagte er. "Im Rennen ist Mario dann in der ersten Runde ausgefallen, was mich sehr gefreut hat. Er war an diesem Wochenende ein echter Freund für mich. Alle Siege sind zufriedenstellend, aber dieser war sehr wichtig, denn er bedeutete, dass ich im Kampf um die Meisterschaft an Mario dran bleiben konnte."

Vier Gründe für Frust

Es gab vier weitere Gründe in Petersons Saison, von denen er glaubt, dass sie ihn von der Tabellenspitze ferngehalten haben: Gilles Villeneuve, Riccardo Patrese, der Staubsauger-Brabham, und eine "dumme" Benzinleitung, die ihn in Brands Hatch im Stich ließ.

"Ich lag in Brasilien auf Platz drei, als mir Villeneuve beim Bremsen ins Heck fuhr. Es war ein Rennen, in dem alles nach meinen Plänen lief. Ich ließ es ruhig angehen, weil ich wusste, dass alle mit der Hitze und den Reifen Probleme bekommen würden. Und dann hat er mich getroffen - das hat mich richtig wütend gemacht."

Ronnie Peterson

Obwohl er zu den ältesten Fahrern gehörte, war Peterson stets vorne mit dabei

Foto: Motorport Images

Vor seinem Heimpublikum in Schweden wurde Peterson Dritter, eine Nasenlänge hinter Patrese. Es war ein Foto-Finish, das an Ronnies Sieg über Patrick Depailler in Südafrika erinnerte, nur dass er diesmal dem anderen Auto über die Linie folgen musste. Er hatte eine seiner inzwischen berühmten Aufholjagden hingelegt, nachdem er mit einem Reifenschaden auf Platz 17 zurückgefallen war, nur um von Laudas Staubsauger-Brabham ausgebremst zu werden - und dem umstrittenen Italiener.

"Patrese hat versucht, mich in den letzten zehn Runden zu blockieren", sagte Peterson. "Er ist vor mir hergefahren. Es war einfach lächerlich." Dann, mit der Ausstrahlung eines erfahrenen Staatsmannes, der alles schon einmal gesehen hat, fügte er hinzu: "Immer mehr Leute regen sich über ihn auf. Aber ich nehme an, eines Tages wird er es lernen."

Das Staubsauger-Auto von Brabham? "Es war gegen die Regeln. Es hätte nicht da sein dürfen, dann wäre ich Zweiter geworden."

Lotus hat das Gewinnen in diesem Jahr einfach aussehen lassen. Andretti hat sich sechs Siege unter den Nagel gerissen, während Peterson in Südafrika und Österreich gewann, in Belgien, Spanien, Frankreich und den Niederlanden Zweiter wurde, in Schweden Dritter und in Long Beach Vierter.

Peterson sagte, der Hauptgrund für die völlige Überlegenheit des 79ers sei gewesen, "dass Colins Kopf ein bisschen besser funktioniert als der der anderen". Aber er lächelte über Vorschläge, dass man die Siegeslorbeeren am Auto und nicht an den Fahrern aufhängen sollte.

"Ja, ich weiß, dass manche Leute so etwas sagen", meinte Peterson. "Aber das ärgert mich nicht, überhaupt nicht. Wissen Sie, Mario und ich sind fast die beiden Ältesten im Geschäft. Wir brauchen ein bisschen Hilfe. Aber im Ernst: Wenn man einen Verrückten ins Auto setzt, gewinnt er keine Rennen. Man braucht immer noch einen Fahrer."

Es war nun eine mathematische Gewissheit, dass einer der Lotus-Zwillinge 1978 Weltmeister sein wird. Es ist ein Titel, den alle Formel-1-Fahrer schätzen, aber keiner mehr als Peterson - mit einer Karriere über bemerkenswerte 122 Grands Prix der "Großvater" von allen.

Für 1979 von McLaren und Wolf umworben

Er hatte in seiner Jo-Jo-Karriere schon einige Tiefs erlebt, aber er hat immer an seine eigene Fähigkeit geglaubt, den Thron zu erobern. Umso unglaublicher ist es, dass er jetzt bereit war, sich vor Andretti zu verbeugen und gleichzeitig zu akzeptieren, dass in der Welt des Grand-Prix-Rennsports das Schicksal so sein kann, dass sich eine solche Gelegenheit vielleicht nie wieder bietet.

Eine bedingungslose Loyalität wird heute zu Recht als Torheit angesehen. Aber Peterson hat selbst über die Vor- und Nachteile des Arrangements nachgedacht und er glaubte immer, dass sie in seinem Sinne waren.

"Ich habe zugestimmt, dass ich mich nicht einmische, als ich ins Team gekommen bin", erklärte er. "Das war die Abmachung und daran muss ich mich halten. Was in den verbleibenden Rennen passiert, hängt vom Team ab. Wenn sie wollen, dass ich hinter Mario bleibe, werde ich das tun. Es könnte die Chance meines Lebens für mich sein, aber ich kann nichts dagegen tun."

Fragen, ob sich seine Einstellung ändern würde, wenn ein Wechsel zu einem anderen Team in Aussicht stünde, wischte er beiseite: "Ich glaube nicht, dass das ein Problem ist, denn die Situation wird sich von selbst regeln."

Ronnie Peterson

Peterson war im Laufe der Saison 1978 umworben

Foto: Motorport Images

Petersons Name stand auf den Zetteln von McLaren und Wolf für das nächste Jahr, aber ob er wechseln würde, hängt - Überraschung - von Andretti ab. "Ich habe mit mehreren Teams gesprochen", sagte er.

"Es hängt alles von Mario ab. Ich würde gerne bei Lotus bleiben, aber nicht als Nummer zwei. Das würde keinen Sinn ergeben. Wenn Mario zustimmt, gleichberechtigt mit mir die Nummer eins zu sein, dann wäre es nur fair, wenn ich bei Lotus weitermachen würde. Aber das tut er nicht. Was kann ich also noch tun?"

Für seine Million von Fans war Peterson die Nummer eins, egal für welches Team er fuhr. Nicht, dass er außerhalb des Cockpits wie ein Ass aussah. Während er mit mir sprach, lümmelte er sich faul auf seinem Sonnenterrassenstuhl, eher ein Federgewicht mit einem hemdlosen Oberkörper.

Wenn es irgendwelche kraftvollen Muskeln gab, wurden sie durch sein Äußeres verdeckt. Oder vielleicht waren sie auch nur auf seinen rechten Fuß konzentriert. Er gähnte mehr als jeder andere Mann, dem ich je begegnet bin, und hinterließ den Eindruck, dass er sich ewig weiter strecken und seufzen würde, wenn er nicht hinter das Steuer eines Autos schlüpfen könnte.

Das ist der Schlüssel zu seiner Beliebtheit bei den treuen Massen auf den Zuschauertribünen. Er hatte vielleicht nicht das gute Aussehen oder den Stoff, aus dem Champions gemacht sind. Aber selbst im Alter von 34 Jahren und mit Millionen von Rennkilometern auf dem Buckel war er immer noch ein verdammt guter Rennfahrer.

Ronnie Peterson

Mit dem 79 war Lotus in der Saison 1978 überlegen

Foto: Motorport Images

"Meine besten Zeiten sind auf keinen Fall vorbei", sagte er. "Ich habe mehr Erfahrung als jeder andere im ganzen Feld. Ich bin so schnell wie nie zuvor - vielleicht sogar noch schneller. Ich habe nie daran gedacht, mich zurückzuziehen. Ich würde für immer weitermachen und Rennen mit allem fahren, was sich bewegt, wenn es möglich wäre. Sehen Sie, es macht mir immer noch unheimlich viel Spaß. Das ist es, was mich am Laufen hält."

Als ich mich verabschiedete und an einem schnittigen braunen Lotus Esprit, der sich hinter einer Hecke versteckte, und einem silbernen BMW vorbeiging, kehrte Peterson in sein anderes Leben als Familienvater zurück.

Er schimpfte mit seiner zweijährigen Tochter Nina, weil sie Wasser in einen seiner Clogs geschüttet hatte. Und dann setzte er sich bedächtig zurück in den Sitz seines Rasenmähers. Es war noch die Hälfte des Rasens zu mähen und er wusste, dass eine Runde mit 6,5 Kilometern pro Stunde anstand.

Der Unfalltod

Nur drei Tage nach dem Erscheinen dieses Interviews war Peterson beim Start zum Grand Prix von Italien in Monza in einen Unfall mit mehreren Autos verwickelt. Weil sein Lotus 79 im Training beschädigt worden war, saß er im älteren 78er, der in die Leitplanken krachte und Feuer fing.

Peterson war bei Bewusstsein, als er aus dem Auto gezogen wurde. Er hatte schwere Beinverletzungen erlitten, die aber nicht als lebensgefährlich angesehen wurden.

Ronnie Peterson

Das Auto nach dem Unfall in Monza

Foto: Motorport Images

Andretti gewann das neu gestartete Rennen, wurde dann aber wegen eines Frühstarts bestraft, weshalb Lauda den Sieg erbte. Das warf Andretti auf den sechsten Platz zurück, aber das war immer noch genug, um den Titel zu holen.

Die Titelfeierlichkeiten gingen vonstatten, da alle dachten, dass Peterson überleben würde. Doch am frühen Sonntagmorgen, dem 11. September, wurde bei Peterson eine Embolie diagnostiziert, an der er bald darauf starb.

Petersons Endbilanz waren zehn Siege und 14 Pole-Positions. Er wird immer noch als einer der größten Rennfahrer angesehen, der nie die Formel-1-Weltmeisterschaft gewonnen hat.

Mit Bildmaterial von Motorport Images.

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Artikel-Info

Rennserie Formel 1
Fahrer Ronnie Peterson
Teams Team Lotus
Urheber Chris Hockley