Grosjean/Hamilton: F1-Wortgefecht zwischen Haas und Mercedes
Nach der strittigen Szene im Qualifying in Silverstone zwischen Romain Grosjean und Lewis Hamilton mischen sich nun auch die Teamchefs mit deutlichen Aussagen in die Diskussion ein.
Vorausgegangen war eine Situation in Q3, in der sich Grosjean durch Hamilton bei seiner schnellen Runde behindert fühlte. Die Rennleitung erkannte jedoch kein Fehlverhalten bei Hamilton und sprach diesen frei.
Grosjean meinte daraufhin, in der Formel 1 würde – speziell bei Titelkandidaten – "mit zweierlei Maß gemessen" und übte heftige Kritik.
Mercedes-Sportchef Toto Wolff kontert: "Es gibt manche, die müssen sich immer beschweren. Sie machen das immerzu. Eigentlich will ich gar nichts dazu sagen."
Er äußerte sich dann aber doch und sagte: "Wenn Romain Grosjean um die Ecke kommt und Strafen für andere Fahrer fordert, dann sollte er mal seine eigene Bilanz anschauen. Er darf sich glücklich schätzen, in der Formel 1 zu fahren."
Wolff spielt damit auf einige von Grosjean in der Vergangenheit verursachte Zwischenfälle an – hauptsächlich auf die Formel-1-Saison 2012, in der Grosjean für den Startcrash in Spa-Francorchamps sogar für 1 Rennen gesperrt wurde.
Doch Haas-Teamchef Günther Steiner glaubt, sein Fahrer hat mit seiner Kritik an der Formel-1-Rennleitung einen wunden Punkt getroffen.
"Wir sollten uns einmal fragen, was los gewesen wäre, wenn Romain so mit Lewis umgegangen wäre. Das dürfte Antwort genug sein", meint Steiner.
"Hamilton ist ein Weltmeister. Er sollte sich nicht zu so etwas herablassen. Warum hält er andere auf? Aber sobald mal jemand ihm im Weg steht, ist es eine Katastrophe. Da muss etwas mehr Gleichheit rein."
Genau dies hatte auch Grosjean schon angesprochen. Steiner stimmt zu: "Strafen werden nicht mit der nötigen Konstanz ausgesprochen. Es geht immer nur darum, wer es war."
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