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F1-Fahrer Romain Grosjean: "Es wird mit zweierlei Maß gemessen"

Formel-1-Fahrer Romain Grosjean glaubt den Grund zu kennen, weshalb die F1-Rennleitung beim Grand Prix von Großbritannien in Silverstone keine Strafe gegen Lewis Hamilton ausgesprochen hat.

Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-17
Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-17
Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-17
Romain Grosjean, Haas F1 Team
Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-17
Polesitter Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08, Sergio Perez, Sahara Force India F1 VJM10
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1
Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08

Gegen Hamilton war nach dem Qualifying eine Untersuchung eingeleitet worden, weil Hamilton Grosjean auf dessen schneller Runde zu behindern schien. Letztendlich aber erkannte die Rennleitung keine Blockade und sprach Hamilton frei.

Grosjean will das so nicht stehen lassen uns sagt: "Ich bin überrascht von der Formulierung [in der Urteilsbegründung], wonach der nachfolgende Fahrer nicht behindert worden sei. Wenn ich 0,35 bis 0,4 Sekunden in einer Kurve verliere, aber offenbar nicht aufgehalten wurde, dann ist das eine große Überraschung für mich."

Er befürchte, die Situation mit Hamilton könnte Schule machen. "Dann wird es schmutzig im Qualifying", sagt Grosjean. "Vielleicht muss ich nächstes Mal meinen Frontflügel in seinen Diffusor stecken, um deutlich zu machen, dass ich aufgehalten wurde."

"Wir haben sehr klare Regeln für das Qualifying. Und in Q3 mit nur 10 Autos auf der Strecke sollten wir solche Probleme eigentlich gar nicht haben."

Er könne die Haltung der Rennleitung daher nicht nachvollziehen, sagt Grosjean und fügt hinzu: "Vielleicht hätte es eine Strafe gegeben, wenn es ein anderer Fahrer gewesen wäre. Ich denke, da wird manchmal mit zweierlei Maß gemessen."

Hamilton als WM-Titelkandidat genieße wohl eine Sonderstellung.

"Es ist schon sehr frustrierend, keine Konstanz bei den Entscheidungen zu sehen – und dass es offenbar darauf ankommt, wer welches Manöver ausführt", sagt Grosjean.

Er selbst habe in China eine Rückversetzung um 5 Positionen kassiert, weil er unter doppelt Gelb zu schnell gewesen sei. "Dieses Mal verlor ich einen Platz in der Startaufstellung, aber es passiert nichts."

Grosjean fordert daher mehr Gleichbehandlung von der Rennleitung ein: "Ja, da vorn wird um einen WM-Titel gekämpft. Aber auch wir kämpfen so hart wie die Jungs an der Spitze."

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