Formel 1 2018: Honda will aktuelles Motorenkonzept beibehalten

McLarens Motorenpartner Honda will für die Formel-1-Saison 2018 weiter mit seinem bisherigen Konzept arbeiten, statt einen komplett neuen Weg zu beschreiten.

Das hat Hondas Projektleiter Yusuke Hasegawa vor dem Grand Prix von Ungarn erklärt.

"Wir haben das Motorenkonzept vor der F1-Saison 2017 verändert und werden diesem Konzept in der nächsten Saison treu bleiben."

Und das, obwohl die Honda-Triebwerke auch im 3. Jahr seit der Rückkehr in die Formel 1 weder leistungsstark noch besonders zuverlässig sind.

Hasegawa erkennt dennoch Fortschritte und meint: "Es ist gut, dass wir das gleiche Konzept beibehalten. Denn die Entwicklung und die Verbesserungen, die wir dieses Jahr vornehmen, hängen direkt mit dem kommenden Jahr zusammen."

"Das bedeutet, wir müssen die aktuelle Entwicklung nicht anhalten. Deshalb haben wir bereits damit begonnen, am Design für die Formel-1-Saison 2018 zu arbeiten."

Korrelation zwischen Prüfstand und Rennstrecke

Als Grund für die anhaltende sportliche Krise gibt Hasegawa die Korrelation zwischen Prüfstand und Realität an. Erst beim 1. Test des 2017er-Antriebs auf der Rennstrecke hätten er und sein Team erkannt, dass es große Probleme gäbe.

"Viele Dinge konnten wir vorher nicht auf dem Prüfstand simulieren. Wir kriegen dort zum Beispiel nicht die gleichen g-Kräfte wie im Auto", sagt Hasegawa.

Deshalb habe Honda zu Saisonbeginn Schwierigkeiten mit dem Öltank gehabt. Außerdem sei das Team von plötzlich auftretenden Vibrationen überrascht worden.

"Die Situation stellte sich komplett anders dar als auf dem Prüfstand", meint Hasegawa. "Natürlich hatten wir immer mit Vibrationen gerechnet, aber letztendlich waren diese viel heftiger als erwartet."

Honda-Team McLaren fuhr erst beim 8. Rennen der Formel-1-Saison 2017 erstmals in die Punkte und belegt weiter den letzten Platz in der Konstrukteurswertung.

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