Christian Horner: Alfa-Rückkehr zeigt Stellenwert der Formel 1

Laut Red-Bull-Teamchef Christian Horner ist das Comeback von Alfa Romeo in der Formel-1-Saison 2018 ein gutes Omen für die Zukunft der Rennserie.

Vergangenen Mittwoch hat Sauber mit Alfa Romeo seinen neuen Hauptsponsor für die kommende Saison vorgestellt. Damit kehrt eine der prägendsten Marken der Formel 1 nach 30 Jahren Abstinenz zurück in die Königsklasse. Laut Red-Bull-Teamchef Christian Horner zeigt die Rückkehr Alfa Romeos den Stellenwert der Formel 1.

"Ich denke, das zeigt, dass die Formel 1 entsprechendes Ansehen generiert", sagt Horner gegenüber 'Reuters'. "Ansonsten hätte die FIAT-Gruppe die Marke Alfa Romeo nicht in die Formel 1 gebracht", ist er sich sicher. Alfa Romeo gehört wie Ferrari zur FIAT-Chrysler-Gruppe und wurde nach Andeutungen ihres Chefs Sergio Marchionne bereits mit der Formel 1 in Verbindung gebracht.

Die italienische Marke hat eine lange Tradition in der Formel 1. In den 1950er-Jahren errang sie mit Giuseppe Farina und Juan Manuel Fangio die beiden ersten Weltmeisterschaftstitel der neu geformten Königsklasse. Nach wechselnden Erfolgen und der Übernahme durch den FIAT-Konzern kehrten die Italiener 1987 der Formel 1 den Rücken.

In der kommenden Saison geht die Marke zusammen mit Sauber als "Alfa Romeo Sauber F1" an den Start. Die Zusammenarbeit ist offenbar die Konsequenz aus den Plänen der FIAT-Gruppe, Alfa Romeo wieder global zu etablieren. Laut Horner zeigt dieses Vorgehen, dass die wiederholten Austrittsdrohungen Ferraris nicht wirklich ernst gemeint seien.

"Sie kommen unter demselben Management wie Sergio Marchionne. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie Alfa Romeo in die Formel 1 bringen, um dann in ein paar Jahren mit Ferrari auszusteigen", schätzt er die Situation ein. Sauber wird auch in der kommenden Saison mit Ferrari-Motoren fahren, die allerdings als Alfa-Romeo-Triebwerke gebrandet sein werden.

"Ferrari braucht die Formel 1 und die Formel 1 braucht Ferrari", fasst Horner zusammen. "Es ist eine Vernunftehe. Aber beide Seiten brauchen sich einfach", ist er sich sicher. "Wir wollen Ferrari in jedem Fall in der Formel 1", offenbart er die Haltung von Red Bull. Horners Team hatte nach Problemen mit Renaults Hybrid-Motor selbst bereits mit dem Ausstieg kokettiert, war aber in der Formel 1 verblieben.

Neben Alfa Romeo drängt in der kommenden Saison eine weitere Traditionsmarke zurück in die Königsklasse: Ebenfalls als Hauptsponsor betritt Aston Martin wieder die Weltbühne des Motorsports. Die Briten gehen dabei eine Allianz mit Red Bull ein. Neben dem Sponsoring steht nach Ende des Motorendeals mit Renault wohl auch eine Kooperation von Red Bull und Aston Martin bei der Antriebsfrage im Raum.

"Aston Martin ist sehr bedacht darauf, eine größere Präsenz zu bekommen. Wir sind alle in einer Art Wartehaltung" kommentiert Horner die Möglichkeit eines Red Bull mit Formel-1-Motor aus dem Hause Aston Martin. Andy Green, Firmenchef des britischen Sportwagenherstellers, hatte ein eigenes Triebwerk mit Blick auf ein vereinfachtes Motorenreglement ab 2021 nicht ausgeschlossen. "Es ist großartig, dass Namen wie Alfa Romeo und Aston Martin in den Sport zurückkehren", sagt Horner abschließend.

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Rennserien Formel 1
Teams Ferrari , Sauber , Red Bull Racing
Artikelsorte News
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