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F1-Kolumne von Stoffel Vandoorne: Das Baku-Wochenende von McLaren

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F1-Kolumne von Stoffel Vandoorne: Das Baku-Wochenende von McLaren
Stoffel Vandoorne
Autor: Stoffel Vandoorne
Übersetzung: André Wiegold
29.06.2017, 15:36

In seiner Formel-1-Kolumne für Motorsport.com spricht McLaren-Pilot Stoffel Vandoorne über sein Rennwochenende in Aserbaidschan.

Stoffel Vandoorne, McLaren
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32, Romain Grosjean, Haas F1 Team VF-17
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32, Kimi Raikkonen, Ferrari SF70H
Stoffel Vandoorne, McLaren, mit Tom Stallard, Renningenieur
Stoffel Vandoorne, McLaren
Stoffel Vandoorne, McLaren
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32
Stoffel Vandoorne, McLaren MCL32

Es ist kein Geheimnis, dass wir mit niedrigen Erwartungen nach Baku gereist waren. Wie gut das Team gearbeitet hat, zeigt, wie enttäuscht wir waren, nicht mit beiden Autos in den Punkten gelandet zu sein.

Die niedrigen Erwartungen basierten auf dem Streckenlayout, das uns überhaupt nicht liegt. Zudem rechneten wir mit den Strafversetzungen in der Startaufstellung aufgrund unserer Probleme mit den Motoren. Es gab nichts, was uns lag.

Von Beginn an haben wir uns auf das Rennsetup konzentriert, da wir wussten, dass wir von hinten starten müssen. Selbst wenn wir ein normales Rennwochenende gehabt hätten, wäre es wahrscheinlich so gekommen, da wir auf der langen Geraden viel Zeit verlieren. Daher haben wir uns auf den Abtrieb konzentriert, den wir im Rennen benötigten.

Ab dem Start am Sonntag war unser Ziel, uns aus allen Scherereien herauszuhalten. Im Training haben wir gesehen, dass viele Fahrer Fehler machen, weil es so schwierig war, die Reifen auf Temperatur zu bekommen. Deshalb war die Chance groß, dieselbe Situation im Rennen zu erleben.

Ich startete gut in das Rennen und kam früh an die Box, um auf superweiche Reifen zu wechseln. Seit dem Boxenstopp hatten wir ein gutes Tempo drauf, wenn wir freie Fahrt hatten. Aufgrund der Strategie kamen einige Fahrer direkt vor uns raus, die auf anderen Reifen unterwegs waren.

Ich hatte etwas Pech mit dem Safety-Car, denn so konnten viele Piloten an die Box kommen und vor mir bleiben. Wegen der roten Flagge konnten sie wieder auf einen Satz superweiche Reifen wechseln. Deshalb habe ich trotz der Vorfälle keine Plätze gut gemacht.

Wir haben nach dem finalen Restart alles gegeben. Wir waren schnell unterwegs. Leider hatten wir einen Reifenschaden an einem der Vorderreifen, weshalb wir einen zusätzlichen Stopp machen mussten. Daher musste ich Vollgas geben, um die Sauber-Piloten einzuholen.

Die Punkte waren im Visier und ich war sehr schnell. Immerhin waren wir rund 1,5 Sekunden pro Runde schneller als Sauber. Auf der Geraden waren wir aber nicht schnell genug, um sie zu überholen.

Fernando [Alonso] hat es in die Punkte geschafft. Ich glaube aber, dass wir beide es in die Top 10 hätten schaffen können. Das wäre fürs Team toll gewesen. Dass Fernando gepunktet hat, war eine Erleichterung nach all der harten Arbeit, die wir in dieser schwierigen Saison geleistet haben.

Wir hatten zu Beginn der Saison einige Chancen, die wir nicht genutzt haben. Punkte in einer solch schwierigen Situation zu holen, ist nur mit gutem Teamwork möglich.

Das Gesprächsthema nach dem Rennen in Baku war natürlich der Vorfall zwischen Lewis Hamilton und Sebastian Vettel. Es gibt natürlich viele verschiedene Meinung zu diesem Thema.

Meiner Meinung nach ist es schwierig, Situationen allein mit Cockpit-Videos zu bewerten. Die Reaktion von Sebastian war aber etwas merkwürdig. Wenn man mitten im Kampf um den Sieg steckt, können einen die Emotionen aber übermannen.

Bildergalerie: Stoffel Vandoorne in Baku

Im Ganzen ist die Kontroverse für die Formel 1 aber sehr positiv, denn es gibt eine große Rivalität und einen harten Kampf um die Meisterschaft. Das ist genau das, was die Fans sehen wollen. Ich werde nicht sagen, ob das, was Seb gemacht hat richtig oder falsch ist. Die Emotionen in unserem Sport zu sehen, ist aber definitiv richtig.

Des Weiteren habe ich erfahren, dass die Promoter in Belgien bei meinem Heim-GP eine Tribüne allein für meine Fans ausweisen werden. So sollen sie die Chance bekommen, sich zu sammeln, um mich zu unterstützen. Das ist eine wirklich tolle Sache!

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