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Formel 1 Spielberg

F1-Kolumne von Felipe Massa: Mehr Respekt, bitte!

In seiner neuesten Kolumne für Motorsport.com schreibt Williams-Fahrer Felipe Massa über die Achterbahnfahrt beim 9. Rennen der Formel-1-Saison 2017 in Spielberg und das Verhalten der Piloten untereinander.

Felipe Massa

Felipe Massa

Bearbeitet: 11.07.2017, 21:30

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Felipe Massa, Williams

Felipe Massa, Williams

Felipe Massa, Williams FW40

Felipe Massa, Williams FW40

Felipe Massa, Williams FW40

Felipe Massa, Williams FW40

Felipe Massa, Williams

Felipe Massa, Williams FW40

Felipe Massa, Williams FW40, Lance Stroll, Williams FW40, Jolyon Palmer, Renault Sport F1 Team RS17

Felipe Massa, Williams FW40, Carlos Sainz Jr., Scuderia Toro Rosso STR12

Felipe Massa, Williams

Felipe Massa, Williams FW40, Carlos Sainz Jr., Scuderia Scuderia Toro Rosso STR12, Lance Stroll, Wil

Die Formel 1 ist oft unvorhersehbar. Vor 2 Wochen hatte ich in Baku noch eine Siegchance. In Spielberg aber ging ich nur aus der 9. Startreihe ins Rennen. Das Rennen schien eine Katastrophe zu werden – und doch legten wir mit Williams ein klasse Comeback hin und fuhren mit beiden Autos in die Punkte.

Wir hatten in Österreich zahlreiche aerodynamische Entwicklungsteile dabei. Und wenn es damit Probleme an einem Auto gibt, ist es nur naheliegend, dass man die neuen Teile im Verdacht hat.

Den Eindruck hatte auch ich nach dem 1. Training, nachdem wir große Schwierigkeiten mit frischen Reifen gehabt hatten. Die Telemetrie aber zeigte: Die Updates taten genau das, was wir von ihnen erwartet hatten.

Am Nachmittag ging ich zum Vergleich ohne die neuesten Teile auf die Strecke. Das Bild war nicht viel anders als am Vormittag. Wir brachten frische Reifen einfach nicht zum Arbeiten.

Die Rennsimulation wiederum war wenigstens vielversprechend. Mit gebrauchten Reifen war die erhoffte Leistung da. Uns war aber klar: Im Kampf um eine gute Startposition würde uns das keine Hilfe sein. Mein Teamkollege Lance Stroll und ich landeten in Reihe 9 und hatten eine richtig schwierige Aufgabe vor uns.

Ich startete von Position 17 und hatte mir eine etwas andere Strategie zurechtgelegt. Ich begann das Rennen mit Soft-Reifen. Und das Rennen entwickelte sich gleich positiv für uns.

Mein Start war gut und es gelang mir, das Chaos in der Bremszone zu umgehen. Runde für Runde rückte ich weiter vor. Unser Tempo war auf einmal da. Wir waren nahe dran an Force India.

Am Ende gab es den 9. Platz für mich. Und das hatten wir nach dem Samstag sicherlich nicht gedacht.

Eine Frage des Respekts

Der Red-Bull-Ring ist ziemlich kurz. In der Schlussphase des Rennens hatte ich die Spitzenfahrer hinter mir.

In einer solchen Situation ist es unbedingt erforderlich, Respekt zu zeigen. Ich habe immer versucht, mich aus dem Rennen der Spitzengruppe herauszuhalten. Für diese Jungs geht es um richtig viel.

Aber nicht jeder verhält sich so. Bei der Fahrerparade am Sonntagmorgen hatte ich mich noch mit Fernando Alonso darüber unterhalten. Er sagte mir: Bei den IndyCars gibt es einen viel besseren Spirit unter den Fahrern.

Das mag an dem größeren Gefahrenpotenzial in dieser Rennserie liegen, aber unterm Strich ist und bleibt es eine Frage des Respekts. Und ich sehe, dass die neue Generation von Formel-1-Fahrern immer weniger Respekt hat.

Es gibt natürlich auch Ausnahmen. Es ist sicher kein Zufall, dass Alonso und Kimi Räikkönen keine Strafpunkte haben. Ich selbst habe auch nur 2, die ich mir letztes Jahr in Brasilien für das Kreuzen der Linie am Boxeneingang eingehandelt habe.

Ein wichtiges Rennen steht an

Als nächstes folgt ein wichtiges Rennwochenende für alle bei Williams. Der GP Großbritannien wird in diesem Jahr aber umso schöner für uns. Es ist der ideale Ort, um das 40-jährige Jubiläum des Teams zu feiern – und das vor britischem Publikum.

Ich fühle mich geehrt, ein Teil der Historie dieses Rennstalls zu sein. Die Atmosphäre an diesem Wochenende wird sicher klasse.

In Silverstone, wo wir es mit ganz anderem Asphalt und einem ganz anderen Layout als in Spielberg zu tun bekommen, sollten wir nicht erneut solche Probleme kriegen. Davon bin ich überzeugt. Es wäre klasse, wenn wir dem Team bei diesem so besonderen Ereignis ein schönes Ergebnis bescheren könnten.

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