Stoffel Vandoorne

F1-Kolumne von Stoffel Vandoorne: McLaren-Renault gut für die Formel 1

In seiner F1-Kolumne für Motorsport.com schreibt McLaren-Pilot Stoffel Vandoorne über den Grand Prix von Singapur und über den Wechsel von McLaren zum neuen Motorenpartner Renault.

Der Grand Prix von Singapur wird mir als sehr gutes Wochenende in Erinnerung bleiben – besonders, da ich in der Lage war, mein bestes Ergebnis in der Formel 1 zu erzielen.

Das Event war aber auch aus anderen Gründen sehr befriedigend – inklusive der Tatsache, dass es mein 1. Wochenende in Singapur und auf dieser Strecke war, die, wie wir alle wissen, eine der größten Herausforderungen des Jahres ist. Es ist ein Straßenkurs, sehr, sehr uneben und High-Speed, also definitiv ein guter Test für uns alle.

Fernando Alonso neben mir zu haben, war aber ein guter Referenzpunkt, denn er hat hier schon 2 mal gewonnen und wir hatten sofort alles im Griff. Ich hatte schon im Training das Gefühl, bei der Musik zu sein und das war sehr positiv.

Danach war Schlüssel, Speed aufzubauen und in den Trainings keine Fehler zu machen, um möglichst viel Zeit auf der Strecke zu haben.

Das haben wir alles geschafft, also ging es vor dem Qualifying nur um die Feinabstimmung des Autos und darum, kleine Anpassungen vorzunehmen. Bezüglich des Speeds haben wir uns mehr oder weniger da qualifiziert, wo wir sein sollten, ich denke aber, ich habe in Q1 und Q2 starke Leistungen gezeigt, auch im Vergleich zu Fernando.

Fernando und ich wussten, dass die Renaults schwer zu schlagen sein würden, aber wir haben extrem viel Druck gemacht, um es zu versuchen. Am Ende haben wir es leider nicht geschafft, wir hatten aber trotzdem Grund, mit Platz 8 und 9 im Qualifying zufrieden zu sein.

Bestes Ergebnis bisher

Als es vor dem Start regnete, wusste ich, dass das eine Chance für uns war. Bei so schwierigen Bedingungen waren Unfälle beinahe unvermeidlich – besonders jetzt, da wir auch im Regen mehr stehende Starts haben werden. Das ist zwar eine größere Herausforderung, ich dachte aber, von unserer Startposition aus könnten wir davon viel profitieren.

Ich hatte einen guten Start, musste aber auch das ganze Chaos in Kurve 1 umfahren – und dabei habe ich ein paar Postionen verloren. Der Hauptfokus lag in der Frühphase des Rennens darauf, mich aus Problemen herauszuhalten und die ersten Runden zu überstehen.

Die Entscheidung, auf welchen Reifen wir starten sollten, war knapp – Regenreifen oder Intermediates. Ich denke, der Regenreifen war für den Start die richtige Entscheidung, nachdem das Safety-Car kam und es aufhörte zu regnen, war die Leistung auf dem Intermediate schnell besser.

Das bedeutete, dass wir einen Boxenstopp einlegen mussten und dadurch einige Positionen verloren. Danach ging es darum, weiter Gas zu geben und unser eigenes Rennen zu fahren.

Unsere Strategie war goldrichtig und es war nur schade, dass der Stopp, bei dem wir auf Slicks gewechselt haben, etwas länger dauerte als normal und wir Zeit verloren haben. Meine Out-Lap war danach extrem schnell, leider sind wir aber hinter Jolyon Palmer wieder auf die Strecke gekommen.

Danach hatte ich mit ihm einen guten Kampf, kam aber einfach nicht vorbei. Am Ende wurde ich 7. Das war für das Team ein sehr gutes Ergebnis und natürlich mein bestes Restultat in der Formel 1 bisher. Ich hatte aber das Gefühl, ich hätte besser abschneiden können.

Die Renault-Bekanntgabe

Natürlich ging es an dem Wochenende für alle bei McLaren nicht nur darum, was auf der Strecke passierte, denn es gab auch die große Bekanntgabe unseres Wechsels 2018 zu Renault-Motoren.

Ich denke, in erster Linie ist es schade, dass es mit Honda nicht geklappt hat, denn ich glaube, es wäre für alle das Beste gewesen, wenn alles gut funktioniert hätte. Für das Team sind es aber aufregende Neuigkeiten, dass wir uns nächstes Jahr mit Renault zusammentun werden.

Es ist gut für McLaren, es ist gut für Renault und gut für die Formel 1. Es ist also spannend und ich denke, das bringt neuen Schwung in das Team, nächstes Jahr größere Fortschritte zu machen.

Ich denke, wir müssen für den Rest des Jahres einfach mit Honda hart weiterarbeiten. Es gibt noch 6 Rennen zu fahren und aus denen wollen wir das Beste machen.

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