Robert Kubica: Renault hat "noch nicht alle Antworten" für F1-Comeback

Renault gibt zu, dass eine Rückkehr von Robert Kubica in der Formel 1 alles andere als sicher sei, da man noch lange nicht alle nötigen Informationen bezüglich des Potentials des Polen habe.

Fotostrecke: Diese Autos fuhr Robert Kubica seit 2011

Kubica hinterließ bei seinem Test vor der Sommerpause in Ungarn zwar einen guten Eindruck, laut Renault gibt es aber noch Zweifel, ob er für 2018 ein Cockpit bekommen könne.

In Belgien sagte Renault-Chef Cyril Abiteboul am Freitag, dass man Kubica idealerweise noch einmal testen wolle, um alle nötigen Antworten zu bekommen.

Aufgrund des Testverbots während der Saison gibt es außerhalb der Rennwochenenden aber keine Möglichkeit für einen solchen Test in einem aktuellen Auto. Das bedeutet, das 1. Freie Training wäre die einzige Chance.

"Wir sagten, wir wollten bezüglich Robert extrem methodisch und analytisch vorgehen", sagte Abiteboul.

"Das war keine PR-Übung. Das ist etwas, das wir extrem erst nehmen und wir versuchen, alle Emotionen beiseite zu lassen."

"Wir haben noch nicht alle Antworten, die wir aus dem Test und nach dem Test bekommen wollten. Davon abgesehen ist die Formel 1 bezüglich dessen, was man tun kann, sehr restriktiv."

"In einer perfekten Welt hätten wir gerne mehr solche Tests, um zu sehen, ob er wieder auf dem Level Rennen fahren kann, das wir haben wollen. Es kann möglich sein oder auch nicht. Wir werden sehen."

Abiteboul deutete ebenfalls an, dass ein Faktor sei, ob Kubica mit dem Renn-Szenario fertig würde – wie wechselnden Wetterbedingungen und Chaos in der 1. Kurve – was er seit einiger Zeit nicht erlebt hat.

"Ein isolierter Test, ein privater Test, 1 Auto, die Kontrolle über alles haben, ohne Regen, ohne die Action in der 1. Runde – all das muss bei der Frage eine Rolle spielen, ob man es weiter verfolgt oder nicht", sagte er.

"Ich will das nicht weiter ausführen. Ich will zu keinen Spekulationen beitragen. Ich will nicht, dass das Team sich verpflichtet fühlt, es weiter zu verfolgen, denn der Wille, ihn wieder in der Formel 1 zu sehen, ist da. Wir hätten Robert gerne zurück, aber es muss sinnvoll sein."

Bezüglich der Fahrerbesetzung für 2018 sagte Abiteboul, sein Team könnte gezwungen sein, schnell eine Entscheidung zu treffen, da andere Teams ihre Cockpitbesetzungen bereits klarmachten.

"Der [Fahrer] Markt ist in dieser Woche mit verschiedenen Ankündigungen von Ferrari und McLaren in Bewegung gekommen und ich erwarte, dass noch mehr kommen", sagte er.

"Also werden wir uns nicht zurücklehnen und die Dinge selbst entscheiden. Es muss in Übereinstimmung mit dem Timing aller Fahrer sein."

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