Michael Schumacher

F1-Legenden: Ferrari F2002

Eines der erfolgreichsten Formel-1-Autos aller Zeiten: Mit dem herausragenden Ferrari F2002 fuhr Michael Schumacher in der F1-Saison 2002 in Rekordzeit zum WM-Titelgewinn.

Wie macht man etwas Gutes noch besser? Vor dieser Aufgabe stand Ferrari vor der Formel-1-Saison 2002. Denn das italienische Traditionsteam hatte seit 1999 stets den Titel in der F1-Konstrukteurswertung erzielt und war 2000 und 2001 mit Schumacher auch Fahrer-Weltmeister geworden.

Doch der Nachfolger des Ferrari F2001 übertraf das erfolgreiche Vorgängermodell noch einmal deutlich: Der rund 900 PS starke F2002 trug seine Piloten Schumacher und Rubens Barrichello bei 19 Renneinsätzen zu insgesamt 15 Siegen, 28 Podestplätzen, 11 Pole-Positions und 15 schnellsten Rennrunden.

Wie hervorragend diese Ausbeute war, dokumentiert das Ergebnis in der Formel-1-Konstrukteurswertung: Die beiden Ferrari-Piloten holten im Saisonverlauf insgesamt 221 Punkte – so viele wie die 20 Fahrer der restlichen 10 F1-Teams zusammen!

So schnell wie nie zuvor in der Geschichte der Formel 1 stand Schumacher nach bereits 11 von 17 Grands Prix als neuer Champion fest – 6 Rennen vor Saisonende.

Möglich machte all diese spektakulären Erfolge der F2002 aus der Feder von Ferrari-Designer Rory Byrne und Motorenchef Paolo Martinelli, die das Fahrzeug unter der Regie des technischen Leiters Ross Brawn entwickelt hatten.

Der F2002 verstand sich als konsequente, aber innovative Evolution des F2001 und verfügte unter anderem über ein neues, leichteres Getriebe, das den Schwerpunkt des Autos deutlich absenkte. Durch eine kompaktere Bauweise ließ sich die aerodynamische Effizienz steigern. Und am Ende war der Ferrari F2002 mit dem 051er-V10-Motor eine Klasse für sich.

Ferrari ging bei der Entwicklung keine Kompromisse ein und schickte Schumacher und Barrichello beim F1-Auftakt 2002 noch mit dem modifizierten Vorjahresauto an den Start, um mehr Zeit für die Feinabstimmung des Neuwagens zu haben. Diese Taktik ging auf: Schumacher gewann in Australien und wurde 3. in Malaysia, ehe er auf den F2002 umstieg.

Die Premiere des F2002 glückte ebenfalls: Schumacher gewann im Ferrari-Neuwagen gleich das Debütrennen in Brasilien. Als beim folgenden Rennen auch Barrichello einen F2002 erhielt, erzielte das Duo in San Marino auf Anhieb einen Doppelsieg.

Im weiteren Verlauf der Formel-1-Saison 2002 blieb Ferrari lediglich beim GP Monaco ohne Sieg. Schumacher alleine steuerte den F2002 bei 15 Einsätzen in der Saison 2002 zu 10 Siegen.

Und dabei blieb es nicht: Der Ferrari F2002 wurde in modifizierter Form auch zu Beginn der Formel-1-Saison 2003 verwendet. Das Auto verabschiedete sich beim Grand Prix von San Marino in Imola so, wie es im Jahr zuvor debütiert hatte: mit einem Sieg durch Schumacher.

Bilder-Highlights: Ferrari F2002

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Über diesen Artikel
Rennserien Formel 1
Fahrer Michael Schumacher , Rubens Barrichello
Teams Ferrari
Artikelsorte Historie
Tags aerodynamik, design, erfolg, ferrari, ferrari f2002, neuwagen, paolo martinelli, rory byrne, ross brawn
Topic Michael Schumacher