F1-Pilot Felipe Massa plant 2. Karriere in der Formel E

Felipe Massa beschäftigt sich bereits mit Formel-1-Alternativen und würde interessiert sich vor allem für die Formel E - Kritik am brasilianischen Verband.

Bleibt Felipe Massa auch 2018 der Formel 1 erhalten? Eigentlich war der Brasilianer nach seinem Rücktritt nur noch einmal in die Formel 1 zurückgekehrt, um Williams nach dem Wechsel von Valtteri Bottas zu Mercedes auszuhelfen, doch mittlerweile steht auch eine weitere Saison im Raum. Sollte er der Formel 1 aber endgültig den Rücken kehren, hat er schon einen anderen Plan: die Formel E.

Dorthin würde der Routinier nach seiner Formel-1-Zeit gerne wechseln, wie er sagt. "Ich finde es fantastisch. Ich sehe für Fahrer in dieser Serie eine große Zukunft - speziell nach der Formel 1", meint der Williams-Pilot über die Elektromeisterschaft. Massa hatte im vergangenen Jahr bereits einen Test mit Jaguar absolviert, um das Auto zu testen - auch Gespräche mit anderen Teams hatte es gegeben.

Theoretisch hätte Jaguar in der kommenden Saison Platz, weil man wohl nicht mit seiner aktuellen Fahrerpaarung Mitch Evans/Adam Carroll weitermachen wird - zumindest ein Verbleib des Engländers gilt als unwahrscheinlich. Auch der Kalender kommt in dieser Saison nicht in die Quere: Die Formel 1 endet am letzten November-Wochenende, die neue Formel-E-Saison beginnt genau eine Woche später.

Nur "richtiger Job" hält Massa in der Formel 1

"Wenn du siehst, dass du Entwicklungen, großartige Ideen für die Zukunft und eine wachsende Meisterschaft hast, dann ist das ebenfalls interessant", könnte sich Massa einen Wechsel in die Elektroserie prinzipiell vorstellen. Doch Gedanken über die Formel E oder einen Wechsel in eine andere Serie werde er sich machen, wenn er mit der Formel 1 aufgehört hat. Dass das 2017 der Fall sein wird, ist nicht in Stein gemeißelt.

"Ich muss erst alles analysieren, meine Optionen für das kommende Jahr sehen und dann schauen, ob die Optionen mich glücklich machen", betont Massa, der sich immer noch konkurrenzfähig sieht. "Ich möchte aber nicht in der Formel 1 sein, um hinterherzufahren. Ich möchte einen richtigen Job haben, und das ist Teil meiner Ideen für die Zukunft."

Sollte es in der Formel 1 mit ihm nicht mehr weitergehen, fände er einen Punkt aber schade: Mit ihm geht der letzte Brasilianer. Die Südamerikaner waren einst eine große Rennfahrernationen mit Namen wie Ayrton Senna, Nelson Piquet oder Emerson Fittipaldi, hätten aber 2018 keine Präsenz im Feld. "Brasilien macht derzeit eine schwierige Phase durch. Das ist schade, denn Brasilien ist für mich Teil der Formel 1", sagt Massa.

Das brasilianische Dilemma

Aktuell sieht er auch keinen anderen Brasilianer kommen. Felipe Nasr ist nach zwei Jahren Königsklasse abgetaucht und wohl keine Option, in der Formel 2 gibt es nur Sergio Sette Camara, der zwar zuletzt in Spa sein erstes Rennen gewinnen konnte, zuvor aber in der gesamten Saison keine Punkte holte. "Es ist schwierig, in naher Zukunft einen richtigen Namen in der Formel 1 zu sehen", seufzt Massa.

Dieter Rencken & Norman Fischer

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