Reaktion

Formel 1 Mexiko-Stadt

Mexiko: Vettel holt 50. Formel-1-Pole und ist selbst überrascht

Im Qualifying zum Grand Prix von Mexiko setzt sich Sebastian Vettel mit neuem Streckenrekord durch und holt die erste Ferrari-Pole in Mexiko seit 1970.

Mario Fritzsche

Bearbeitet: 28.10.2017, 20:23

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Als bevorzugte Quelle hinzufügen

Pole sitter Sebastian Vettel, Ferrari SF70H celebrates and waves to the fans

Sebastian Vettel, Ferrari SF70H

Pole sityter Sebastian Vettel, Ferrari SF70H in parc ferme

Pole winner Sebastian Vettel, Ferrari, talks to sceond place Max Verstappen, Red Bull Racing, third

Pole sitter Sebastian Vettel, Ferrari SF70H

Pole sitter Sebastian Vettel, Ferrari SF70H celebrates and waves to the fans

Sebastian Vettel, Ferrari SF70H

Sebastian Vettel, Ferrari SF70H

Sebastian Vettel, Ferrari

Sebastian Vettel, Ferrari SF70H

Lewis Hamilton, Mercedes AMG F1 W08

Kimi Raikkonen, Ferrari SF70H

Kimi Raikkonen, Ferrari SF70H

Kimi Raikkonen, Ferrari with his trainer Mark Arnal

Kimi Raikkonen, Ferrari SF70H

Maurizio Arrivabene, Team Principal, Ferrari

Sebastian Vettel, Ferrari SF70H

Damit war nicht unbedingt zu rechnen. Keiner der Fahrer von Mercedes oder Red Bull, sondern Ferrari-Pilot Sebastian Vettel startet beim Grand Prix von Mexiko in Mexiko-Stadt, dem drittletzten Rennen der Formel-1-Saison 2017, von der Pole-Position.

Im spannenden Qualifying im Autodromo Hermanos Rodriguez setzte sich Vettel in Q3 mit der Fabelzeit von 1:16,488 Minuten durch. Damit verwies er Red-Bull-Pilot Max Verstappen, der zuvor die Bestzeit gehalten hatte, um 0,086 Sekunden auf den zweiten Startplatz. Verstappen muss somit auf die erste Pole-Position seiner Formel-1-Karriere weiter warten. Mehr noch: Dem Niederländer droht noch eine Rückversetzung, weil er verdächtigt wird, Valtteri Bottas (Mercedes; 4.) in der Stadionpassage aufgehalten zu haben.

Zum Thema:

Unabhängig vom Ausgang der Untersuchung durch die Rennkommissare ist es für Vettel die 50. Pole-Position seiner Formel-1-Karriere. "Danke, Freunde! Welch eine Runde! Danke!", so Vettels erste Reaktion über den Boxenfunk. Für Ferrari ist es in Mexiko die erste Pole-Position seit Clay Regazzoni in der Saison 1970 im Qualifying ganz nach vorn gefahren war.

Vettel selbst überrascht

"Das war schon eine echt gute Runde muss ich sagen", staunt Vettel nach dem Aussteigen aus seinem Ferrari und analysiert: "Die Strecke war sehr rutschig und es fiel schwer, eine perfekte Runde hinzulegen. Ich hatte einen starken ersten Sektor. Dann aber hätte ich das Auto in Kurve 6 beinahe verloren und musste in den ersten Gang zurückschalten. Dabei habe ich aber keine Zeit verloren. Mir war klar, dass es reichen sollte, wenn ich im letzten Sektor nichts falsch mache. Ich bin sehr sehr glücklich."

Angesprochen darauf, dass er nun der vierte Fahrer der Formel-1-Geschichte ist, der es auf 50 Pole-Positions gebracht hat, hält Vettel fest: "Das klingt nach viel. Ich schätze, es ist auch viel. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Es ist eine große Zahl. Ich bin mit dem Tag sehr sehr zufrieden."

"Gestern lief es für uns nicht nach Wunsch", spricht Vettel auf den während der Fahrt im Cockpit seines Ferrari explodierten Feuerlöscher an und darauf, dass die Abstimmung bei der Scuderia aus Maranello am Freitag noch nicht passte. "Wir haben aber über Nacht einiges verändert. Das hat sich ausgezahlt. Unser Renntempo sollte ebenfalls gut sein", so der Polesitter zufrieden.

Bildergalerie: Formel 1 in Mexiko

Apropos Renntempo: Mercedes-Pilot Lewis Hamilton, der die WM-Gesamtwertung mit 66 Punkten Vorsprung auf Vettel klar anführt, startet am Sonntag nach aktuellem Stand der Dinge von Platz drei. Allerdings läuft gegen den Zweitschnellsten Verstappen noch die Untersuchung durch die Rennkommissare.

So oder so startet Vettel vor Hamilton. Was hat sich der Ferrari-Pilot für das Rennen vorgenommen? "Wir müssen einfach aus jeder Session das Maximum herausholen – ganz gleich, ob es Training, Qualifying oder Rennen ist", sagt Vettel und sinniert: "Wie es morgen läuft, werden wir sehen. Das Ganze liegt nicht so stark in meiner Hand wie ich es gerne hätte. Es hängt davon ab, was Lewis macht. Wir werden jedenfalls alles geben und voll attackieren. Ich denke, wir bei Ferrari verdienen ein gutes Ergebnis."

Räikkönen mit Fehlern, Arrivabene sieht sich bestätigt

Vettels Teamkollege Kimi Räikkönen fuhr im Qualifying auf Platz fünf, könnte aber unter Umständen ebenfalls noch nach vorn rücken, sollten die Kommissare eine Strafe gegen Verstappen aussprechen. "Für mich war es ein recht schwieriges Qualifying", sagt Räikkönen. "Es fiel mir wirklich schwer, eine gute Runde zusammenzubringen. Ich hatte hier und da Fehler drin. Am Ende habe ich einfach versucht, eine halbwegs saubere Runde hinzulegen. Es ist wie es ist."

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene jedenfalls zeigt sich von der Pole-Position für Vettel nicht unbedingt überrascht. "Ich habe ja gesagt, dass wir niemals aufgeben. Okay, das war heute nur das Qualifying. Das Rennen ist morgen. Ich habe es aber schon gestern gesagt und das soll jetzt nicht unhöflich klingen: Wir arbeiten lieber als dass wir große Reden schwingen."

Vettel merkt abschließend an, dass ein möglicher Sieg für ihn am Sonntag natürlich von der Bedeutung her nicht an einen möglichen gleichzeitigen WM-Gewinn für Hamilton heranreichen würde. "Wir brauchen nicht darüber zu debattieren, welcher der größere Pokal ist. Wir werden einfach unserer Rennen fahren und werden nicht zu sehr darauf schauen, was die anderen machen. Die Atmosphäre ist bei diesem Rennen hier immer toll. Ich bin mir sicher, dass sie morgen noch viel besser sein wird als heute."

Wir wollen Deine Meinung!

Was würdest Du gerne auf Motorsport.com sehen?

An unserer 5-Minuten-Umfrage teilnehmen

- Das Motorsport.com-Team

Weiterlesen :

Diese Story teilen oder speichern

Link kopieren

Auf Facebook teilen

Auf Twitter teilen

Auf WhatsApp teilen

Auf Linkedin teilen

Auf Pinterest teilen

Auf Viber teilen

Vorheriger Artikel Formel 1 2017 in Mexiko: Die Startaufstellung in Bildern

Nächster Artikel Max Verstappen entgeht Formel-1-Strafe in Mexiko

Mehr von

Mario Fritzsche



"Wir sahen aus wie Esel": Pedro Acosta über sein "Duell" mit Marc Marquez

MotoGP

MotoGP

Mandalika

2 T.

"Wir sahen aus wie Esel": Pedro Acosta über sein "Duell" mit Marc Marquez



MotoGP Mandalika 2026: Marco Bezzecchi holt ersten Sieg seit Ende Mai

MotoGP

MotoGP

Mandalika

2 T.

MotoGP Mandalika 2026: Marco Bezzecchi holt ersten Sieg seit Ende Mai



Toprak Razgatlioglu: Nach Highsider direkt ins Quali bringt Lob vom Boss

MotoGP

MotoGP

Mandalika

3 T.

Toprak Razgatlioglu: Nach Highsider direkt ins Quali bringt Lob vom Boss

Mehr von

Kimi Räikkönen



Coulthard erkennt Parallele: Was Kimi Räikkönen wie Jos Verstappen macht

Formel 1

Formel 1 22 T.

Coulthard erkennt Parallele: Was Kimi Räikkönen wie Jos Verstappen macht



Sohn von Kimi Räikkönen wird Red-Bull-Junior

Formel 1

Formel 1 1 M.

Sohn von Kimi Räikkönen wird Red-Bull-Junior



Falscher Name auf Podium für Kimi Antonelli

Formel 1

Formel 1

Shanghai

6 M.

Falscher Name auf Podium für Kimi Antonelli

Mehr von

Ferrari



"Schmerzhafte Lektion": Lewis Hamilton nimmt Schuld an Strategiefehler auf sich

Formel 1

Formel 1

Singapur

1 h

"Schmerzhafte Lektion": Lewis Hamilton nimmt Schuld an Strategiefehler auf sich



Singapur-Debakel von Lewis Hamilton: "Senior Moment" oder Vertrauensbruch?

Formel 1

Formel 1

Singapur

10 h

Singapur-Debakel von Lewis Hamilton: "Senior Moment" oder Vertrauensbruch?



Ferrari stellt klar: Wollten Hamilton in der VSC-Phase reinholen, aber ...

Formel 1

Formel 1

Singapur

2 T.

Ferrari stellt klar: Wollten Hamilton in der VSC-Phase reinholen, aber ...

Aktuelle News



"Schmerzhafte Lektion": Lewis Hamilton nimmt Schuld an Strategiefehler auf sich

Formel 1

F1 Formel 1

Singapur

1 h

"Schmerzhafte Lektion": Lewis Hamilton nimmt Schuld an Strategiefehler auf sich



Brandbrief an die Politik: So soll der Motorsport überleben

Formel 1

F1 Formel 1 1 h

Brandbrief an die Politik: So soll der Motorsport überleben



Reifenschaden in Singapur hat Oscar Piastri "wahrscheinlich sogar geholfen"

Formel 1

F1 Formel 1

Singapur

2 h

Reifenschaden in Singapur hat Oscar Piastri "wahrscheinlich sogar geholfen"



Night of the Champions: Feierliche Ehrung der ADAC GT Masters Meister

ADAC GT Masters

GTM ADAC GT Masters 2 h

Night of the Champions: Feierliche Ehrung der ADAC GT Masters Meister

Registrieren und Motorsport.com mit Adblocker genießen!

Von Formel 1 bis MotoGP berichten wir direkt aus dem Fahrerlager, denn wir lieben unseren Sport genau wie Du. Damit wir dir unseren Fachjournalismus weiterhin bieten können, verwendet unsere Website Cookies. Dadurch wird Dein Nutzererlebnis optimiert und die Werbung auf Deine Interessen zugeschnitten. Wir wollen dir aber natürlich trotzdem die Möglichkeit geben, eine werbefreie Website zu genießen.

Du hast 2 Optionen:

Jetzt registrieren Schon registriert? Dann hier einloggen!

Adblocker deaktiviert?
Dann versuche es mit Seite neu laden

Benachrichtigungs-Einstellungen

Registrieren