McLaren: "Dieser eine Punkt wäre wie ein Sieg gewesen"

Fernando Alonso schied beim Grand Prix von Kanada in Montreal, dem 7. Rennen der Formel-1-Saison 2017, wenige Runden vor Schluss an 10. Stelle liegend aus.

Wieder einmal streikte die Technik im McLaren MCL32 und raubte Alonso und dem Team zudem das 1. Punkteergebnis der Formel 1 2017. Damit ist McLaren weiter der einzige F1-Rennstall, der in diesem Jahr noch kein Top-10-Resultat vorweisen kann.

Entsprechend groß ist die Verbitterung bei McLaren, zumal Markenchef Zak Brown bereits vor dem Rennen hart mit Motorenpartner Honda ins Gericht gegangen war und auch Alonso nicht mit Kritik gegenüber dem japanischen Hersteller gespart hatte.

Auch Teamchef Eric Boullier ist zutiefst enttäuscht und meint: "Erstmals in dieser Saison fuhren wir kurz vor Rennende auf dem 10. Platz. Wir ließen uns dazu hinreißen, Hoffnung zu haben."

"Okay, es wäre keine grandiose Ausbeute gewesen: 1 WM-Punkt für Fernando, der ein klasse Rennen gefahren ist, wie in jedem Grand Prix seit zweieinhalb Jahren."

"Doch nach so vielen Mühen und Schmerzen hätte sich dieser eine Punkt angefühlt wie ein Sieg", meint Boullier.

"Und dann trat wieder einmal ein sehr schmerzhafter Defekt auf. Es ist schwierig, die richtigen Worte für unsere Enttäuschung, für unseren Frust, für unsere Traurigkeit zu finden."

"Daher sage ich einfach nur: nicht gut genug!"

Honda auf Fehlersuche

Und so befindet sich Honda einmal mehr in der Defensive. Wie Projektleiter Yusuke Hasegawa gegenüber Motorsport.com erklärt, soll der Fehler im Verbrennungsmotor zu finden sein. "Aber wir analysieren die Ursache des Defekts noch immer", sagt er.

"Wir sind enttäuscht darüber, die Möglichkeit auf einen Punkt verloren zu haben. Positiv ist aber, dass wir auf einer Strecke, auf der es auf schiere Leistung ankommt, in der Lage waren, einen Punkt einzufahren."

"Enttäuscht sind wir allerdings, weil wir diese Chance verpasst haben."

Mit Folgen für den weiteren Verlauf der Formel-1-Saison 2017 von McLaren und Alonso: Dem Ex-Champion steht nur noch 1 Verbrennungsmotor zur Verfügung, ehe er für den Einsatz eines frischen Triebwerks eine Strafe kassiert.

Sollte in Kanada die MGU-H-Einheit beschädigt worden sein, wird Alonso bereits beim nächsten Rennen in Baku strafversetzt – im gerade mal 8. Rennen des Jahres.

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