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F1 Monza 2020: Ricciardo als schnellster Mercedes-Verfolger 14.

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F1 Monza 2020: Ricciardo als schnellster Mercedes-Verfolger 14.
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Lewis Hamilton hat das zweite Training zum Grand Prix von Italien dominiert - Überraschung durch AlphaTauri und McLaren - Sebastian Vettel verbessert sich auf P12

Mercedes hat auch am ersten Tag nach dem Inkrafttreten der technischen Richtlinie TD037/20 (Motorenmodi) das Freie Training zum Grand Prix von Italien dominiert. Am Freitag sicherte sich Lewis Hamilton die Bestzeit in Monza (1:20.192 Minuten), 0,262 Sekunden vor Valtteri Bottas (beide Mercedes) und eine Sekunde vor dem Rest der Welt.

Zum kompletten FT2-Ergebnis!

Bottas ist zumindest zum Teil entschuldigt, denn der Finne musste Hamilton im ersten Versuch auf Soft-Reifen im Windschatten zur Bestzeit ziehen. Als er dann selbst auf Zeitenjagd gehen durfte, war er aber auf sich allein gestellt. Tröstlich: Im Vormittagstraining hatte er noch Bestzeit erzielt, 0,245 Sekunden vor Hamilton - und mit einem überragenden zweiten Sektor.

"Valtteri ist ziemlich schnell hier", ist Hamilton gewarnt. Der sechsmalige Weltmeister spricht trotzdem von einem "guten Tag. Wir konnten uns vom ersten auf das zweite Training steigern." Unklar bleibt allerdings vorerst, was los war, als er für das Rennen einen Start trainieren wollte: "Irgendwas hat bei der Startübung meine Zehen berührt", funkte er.

Ricciardo im ersten Sektor absolut Schnellster

Erster Mercedes-Verfolger wäre eigentlich Daniel Ricciardo gewesen. Der Renault-Pilot erzielte eine Bestzeit von 1:20.905 Minuten, die ihm aber wegen Überfahren der Track-Limits gestrichen wurde. Im ersten Sektor war er absolut Schnellster, eine Zehntelsekunde vor beiden Mercedes. Gewertet wurde er in FT2 letztendlich als 14., 1,888 Sekunden hinter Hamilton.

 

Foto: Mark Sutton / Motorsport Images

Stattdessen wurde Lando Norris (+0,897) FT2-Dritter. Der McLaren-Pilot setzte einen sehr späten Versuch auf Soft und schob sich damit noch vor Pierre Gasly (4./+0,929). AlphaTauri hatte schon in der ersten Session beide Autos in die Top 6 gebracht und wiederholte dieses Kunststück beinahe auch in der zweiten (Daniil Kwjat auf P7).

Die Track-Limits werden in der Fahrerbesprechung mit FIA-Rennleiter Michael Masi am Freitagabend sicher ein Thema sein. Fast im Minutentakt wurden Zeiten gestrichen - meistens (aber nicht ausschließlich) wegen Verstößen ausgangs der Parabolica-Kurve. In den letzten vier Minuten der Session wurden zum Beispiel fünf Zeiten gelöscht!

Beide Ferrari-Piloten mit Problemen

Da da schon Longruns trainiert wurden, hatte das auf das Klassement keine Auswirkungen mehr. Neben Ricciardo wurde nur zwei Fahrern ihre persönliche Bestzeit des Tages aberkannt: Alexander Albon (Red Bull) wäre in FT2 Zehnter geworden statt 14., und Romain Grosjean (Haas) Zwölfter statt 18.

Sebastian Vettel wurden zwar auch mehrere Runden aberkannt, aber seine Bestzeit von 1:21.733 Minuten (12.) blieb in der Wertung. Er war damit um 0,230 Sekunden langsamer als sein Ferrari-Teamkollege Charles Leclerc (9.). Interessant: Im teaminternen Vergleich verliert Vettel fast nur im ersten Sektor auf den Monegassen.

 

Bezeichnend für die Ferrari-Probleme ist, dass in FT2 beide ausgangs der ersten Lesmo-Kurve ins Kiesbett rutschten. "Das Auto ist okay. Nur die Reifen sind ein bisschen platt", meldete Vettel nach seinem Malheur. Leclerc war nach seinem Ausritt, ein paar Minuten später, weniger diplomatisch: "Das Auto ist sooo schwierig zu fahren!"

Ob sich das Inkrafttreten der technischen Richtlinie TD037/20 bereits ausgewirkt hat, ist schwierig zu beurteilen. In den ersten beiden Trainings durften die Teams ohnehin noch jeden beliebigen Motorenmodus fahren - die neue Regel greift erst für Qualifying und Rennen. Aber natürlich ergibt es wenig Sinn, am Freitag volles Rohr zu fahren und den Motor unnötig zu strapazieren.

 

Eine kleine Überraschung ist, dass Max Verstappen (5./Red Bull/+1,036) von Norris und Gasly geschlagen wurde. Der 22-Jährige war aber bei den Longrun-Tests am Ende der Session die klare Nummer 3 hinter dem Mercedes-Duo. Das beherrschte auch im Renntrimm das Geschehen und schaffte teilweise sogar 1:23er-Zeiten.

Dass Red Bull das im ersten Qualifying ohne "Party-Modus" drehen kann, hält Verstappen für unwahrscheinlich: "Kein guter Tag. Ich hatte Probleme mit der Balance, hatte einfach zu wenig Grip. Wir haben noch einiges an Arbeit zu erledigen." Teamkollege Albon sieht das ähnlich, denn: "Es geht so eng zu. Verlierst du eine Zehntel, stehst du vier Plätze weiter hinten."

Stau-Chaos am Samstag im Qualifying?

Racing Point (P8/10) und Renault (P11/14) wurden auf der Low-Downforce-Strecke eigentlich hoch gehandelt, tauchten am ersten Tag jedoch nicht im Spitzenfeld auf. Die Ferrari-Teams scheinen nicht mehr ganz so chancenlos zu sein wie in Spa, fahren aber trotzdem hinterher. Und ganz hinten steht wie so oft Williams - diesmal mit 0,571 Sekunden Rückstand auf P18.

 

Im Hinblick auf das Qualifying sorgen sich einige Fahrer schon wegen des Bummelns vor der schnellen Runde. Der Windschatten spielt in Monza eine entscheidende Rolle, und das sorgte bei der Anfahrt zu Parabolica schon am Freitag für Chaos. "Es wird da bald einmal einen schweren Unfall geben. Es ist ein Albtraum!", glaubt etwa George Russell.

Dabei hat die FIA für die nicht gezeiteten Runden eine Mindestzeit erlassen, um allzu extreme Bummelfahrten zu unterbinden. "Es wird trotzdem ein Albtraum, wenn jeder Abstand nehmen will", befürchtet Hamilton. Er sagt: "Es war früher schon schwierig. Ich glaube, es wird diesmal auch interessant."

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Mit Bildmaterial von Motorsport Images.

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